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US-Notenbank Fed kämpft mit Billionen gegen die Corona-Krise

Börsencrash  

US-Notenbank pumpt 1,5 Billionen Dollar in die Wirtschaft

13.03.2020, 09:06 Uhr | mak, rtr, dpa

US-Notenbank Fed kämpft mit Billionen gegen die Corona-Krise. Aktienhändler an der New Yorker Börse: Die US-Notenbank FED will mit Milliarden den Finanzmarkt stützen – am Donnerstag sind die Aktienkurse abgestürzt. (Quelle: imago images/Xinhua)

Aktienhändler an der New Yorker Börse: Die US-Notenbank FED will mit Milliarden den Finanzmarkt stützen – am Donnerstag sind die Aktienkurse abgestürzt. (Quelle: Xinhua/imago images)

Mit massiven Eingriffen will die US-Notenbank den Finanzmarkt stabilisieren. Am Donnerstag erlitt der Leitindex Dow Jones seinen schwersten Verlust seit 33 Jahren – wegen des Einreiseverbots für Europäer.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) stemmt sich mit gewaltigen Finanzspritzen gegen einen Zusammenbruch der Märkte infolge der Coronavirus-Krise. Die New Yorker Fed-Filiale kündigte an, diese Woche insgesamt 1,5 Billionen Dollar an Liquidität für Banken zur Verfügung zu stellen.

Außerdem werde sie im Rahmen ihrer monatlichen Wertpapierkäufe eine breite Palette von Staatstiteln erwerben. Zugleich würden Papiere mit anderen Laufzeiten gekauft. Der Schritt signalisiert, dass die Fed früher als bislang geplant auf in Krisenzeiten eingesetzte Instrumente zurückgreifen könnte.

Fed könnte Leitzins weiter senken

Manche Analysten erwarten weitere aggressive Maßnahmen der Notenbank zur Stimulierung der Wirtschaft und zur Stabilisierung des Finanzsystems. "Die Fed dürfte bald mehr tun, einschließlich einer Zinssenkung auf wahrscheinlich null", prognostizierte Währungsstratege Ebrahim Rahbari vom Finanzdienstleister Citi.

Die Notenbank hatte den Leitzins am 3. März überraschend um einen halben Punkt gesenkt – auf die neue Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent. An den Märkten wird zudem mit einer kräftigen Senkung beim regulären Zinsentscheid am 18. März gerechnet.

Die New Yorker Fed stellte am Donnerstag Banken im Rahmen eines sogenannten dreimonatigen Repo-Geschäfts Kredite über 500 Milliarden Dollar zur Verfügung. Zwei weitere mit dem selben Volumen sollen am Freitag folgen, ein einmonatiges und ein dreimonatiges. Die Schritte seien auf Anweisung von Fed-Chef Jerome Powell und in Absprache mit dem geldpolitischen Ausschuss der Notenbank erfolgt. Sie führten kurzzeitig zu einer gewissen Erleichterung an der Wall Street.

Für Dow Jones schlimmster Tag seit 1987

Das ist auch nötig: Der US-Leitindex Dow Jones verlor am Donnerstag 9,99 Prozent und erlitt damit den schwersten Verlust seit dem Börsencrash vom Oktober 1987. Er büßte am Donnerstag rund 2.350 Punkte ein und stand nach Handelsschluss bei etwa 21.200 Punkten. Der Handel an der Wall Street wurde wegen des Absturzes bereits am Vormittag vorübergehend unterbrochen.

Als Grund wird der von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreisestopp gesehen. Ab Freitag dürfen für 30 Tage keine EU-Bürger mehr in die USA einreisen: Denn der Präsident machte Europa für die Ausbreitung des Coronavirus in den USA verantwortlich.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters und dpa

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