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Turbulente Börsenwoche geht zu Ende – mit historischen Verlusten

Historische Verluste  

Turbulente Börsenwoche geht zu Ende – Dax erholt sich leicht

13.03.2020, 19:09 Uhr | mak, top, dpa, dpa-AFX

Turbulente Börsenwoche geht zu Ende – mit historischen Verlusten. DAX-Chart im Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt am Main: Eine der turbulentesten Börsenwochen geht zu Ende. (Quelle: imago images/STPP)

DAX-Chart im Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt am Main: Eine der turbulentesten Börsenwochen geht zu Ende. (Quelle: STPP/imago images)

Für Anleger geht eine der schlimmsten Wochen in der Geschichte des Dax zu Ende. Nach dem "Schwarzen Montag" rutschte der Index am Donnerstag deutlich unter 10.000 Punkte. Am Freitag ging es nur leicht aufwärts. 

An den Aktienmärkten in Europa und den USA geht es nach dem Crash vom Donnerstag wieder leicht bergauf. In Deutschland verhalf am Freitag vor allem die Ankündigung umfangreicher Staatshilfen im Kampf gegen die Folgen der Coronavirus-Krise dem Dax vorübergehend zu einer Erholung. Die Gewinne schmolzen jedoch fast gänzlich wieder weg.

Zum Wochenende schloss der deutsche Leitindex 0,77 Prozent höher bei 9.232,08 Punkten. Zuvor hatte die tonangebende Wall Street einen Teil ihrer Anfangsgewinne wieder eingebüßt.

Die Investoren blicken auf eine der wohl turbulentesten Wochen in der Börsengeschichte zurück. Am vergangenen "Schwarzen Montag" war es für den Dax angesichts der Virusängste und eines Ölpreisschocks bereits um fast acht Prozent abwärts gegangen.

Größter Tagesverlust seit 1989

Am Donnerstag war der Dax trotz eines umfangreichen Hilfspakets der Europäischen Zentralbank (EZB) für die Wirtschaft des Euroraums um mehr als zwölf Prozent eingebrochen. Er schloss mit dem zweitgrößten prozentualen Tagesverlust in seiner gut 30-jährigen Geschichte unter der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Zählern.

Seit Beginn des Börsencrashs wegen des Coronavirus am 24. Februar hat er inzwischen rund 32 Prozent an Wert eingebüßt. Allein in dieser Woche betrug der Verlust rund 20 Prozent – dem zweitgrößten Wochenverlust für den Aktienindex in seiner Geschichte.

Hoffnung durch Maßnahmen der Bundesregierung 

Geholfen hat der Börse heute zwischenzeitlich das Maßnahmen-Paket der Bundesregierung: Sie will Unternehmen mit unbegrenzten Kreditprogrammen helfen. Über einen drastisch erhöhten Garantierahmen bei der staatlichen Förderbank KfW könnten eine halbe Billionen Euro zur Verfügung gestellt werden, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Die Regierung stelle der KfW zunächst 20 Milliarden Euro zur Verfügung. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte: "Es gibt keine Grenze nach oben bei der Kreditsumme, die die KfW vergeben kann."

Dass die Bundesregierung jetzt Unternehmen in der aktuellen Krise mit unbegrenzten Kreditprogrammen helfen will, sei lobenswert, sagte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein. "Die Maßnahmen sind effektiv, da sie direkt bei den Firmen ankommen. Das lindert tatsächlich den wirtschaftlichen Stress."

EU-Wirtschaft wird schrumpfen

Aus der EU kamen derweil schlechte Nachrichten für die Finanzmärkte: Die Wirtschaft in der Europäischen Union wird nach Einschätzung der EU-Kommission wegen der Coronavirus-Krise dieses Jahr schrumpfen. 

Ursprünglich war mit 1,4 Prozent Wachstum für 2020 gerechnet worden – nun werde das Wachstum "unter Null fallen, womöglich sogar erheblich", sagte ein hoher Kommissionsbeamter am Freitag in Brüssel.

 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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