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Coronavirus-Krise: Chinas Wirtschaft erleidet historischen Einbruch

Konjunkturzahlen  

Chinas Wirtschaft erleidet nie da gewesenen Einbruch

16.03.2020, 16:35 Uhr | fls, dpa-AFX, rtr

Coronavirus-Krise: Chinas Wirtschaft erleidet historischen Einbruch. Der Containerhafen im ostchinesischen Hefei: Das Coronavirus hat Teile der chinesischen Wirtschaft lahm gelegt. (Quelle: dpa/Zhou Mu)

Der Containerhafen im ostchinesischen Hefei: Das Coronavirus hat Teile der chinesischen Wirtschaft lahm gelegt. (Quelle: Zhou Mu/dpa)

Wegen des Coronavirus ist die chinesische Wirtschaft eingebrochen. Obwohl der Höhepunkt der Epidemie überschritten sein soll, rechnen Experten nur langsam mit Verbesserungen.

Das Coronavirus trifft die chinesische Wirtschaft härter als gedacht, die Konjunktur in der größten Volkswirtschaft der Welt verzeichnet einen zum Teil nie da gewesenen Einbruch. Das geht aus einer Reihe von Daten hervor, die das Pekinger Statistikamt am Montag veröffentlicht hat.

Infolge des Ausbruchs des Virus schrumpft demnach die chinesische Industrie mit dem schnellsten Tempo seit 30 Jahren. Nach offiziellen Angaben ging die Industrieproduktion in China mit 13,5 Prozent im Zeitraum Januar-Februar deutlich stärker zurück als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Mit einem Minus von 20,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sackte auch der Umsatz im Einzelhandel deutlich ab. Die Anlageinvestitionen brachen um 24,5 Prozent ein, wie das Statistikamt weiter berichtete.

Höhepunkt der Epidemie überschritten

Da Peking vergangene Woche erklärte, dass der Höhepunkt der Epidemie in China überschritten sei, rechnen Analysten damit, dass die Produktion nun langsam wieder anläuft und sich die Wirtschaftsdaten in den kommenden Wochen bessern könnten. Allerdings verweisen Beobachter darauf, dass die Rückkehr zur Arbeit vielerorts langsamer vorangeht als erhofft.

Die Zahl der neuen Corona-Infektionen blieb in China zu Beginn der Woche laut offizieller Zahlen auf niedrigem Niveau. Jedoch steigt die Sorge vor Erkrankten, die aus dem Ausland einreisen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission mitteilte, gab es landesweit 14 weitere Todesfälle und 16 neue Infektionen mit der Lungenkrankheit Covid-19.

Dabei handelte es sich in zwölf Fällen um Menschen, deren Erkrankung nach ihrer Einreise nach China diagnostiziert wurde; somit gelten diese in der offiziellen Statistik als "importierte Fälle".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa-afx, Reuters

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