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Folge des Coronavirus: Ölpreis fällt auf den tiefsten Stand seit 2016

Folge des Coronavirus  

Ölpreis fällt auf den tiefsten Stand seit 2016

16.03.2020, 16:46 Uhr | fls, AFP, dpa-AFX

Folge des Coronavirus: Ölpreis fällt auf den tiefsten Stand seit 2016. Eine Raffinerie in Russland: Die Preise für Rohöl befinden sich weltweit im Fall. (Quelle: imago images/Igor Onuchin)

Eine Raffinerie in Russland: Die Preise für Rohöl befinden sich weltweit im Fall. (Quelle: Igor Onuchin/imago images)

Auch an den Rohstoffmärkten macht sich das Coronavirus bemerkbar. Der Ölpreis befindet sich am Montag im freien Fall. Ein Barrel Rohöl (159 Liter) ist jetzt so billig wie seit vier Jahren nicht mehr. 

Die immer schwerwiegenderen Folgen der Coronavirus-Pandemie haben den Ölpreis auf den niedrigsten Stand seit rund vier Jahren absacken lassen. In London sank der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai am Montag um fast zehn Prozent. Das Barrel kostete 30,47 Dollar.

Auch in New York fiel der Ölpreis stark um sieben Prozent. Ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im April kostete am Montagmittag 29,51 Dollar. Am vergangenen Montag war der Preis sogar auf 27,34 Dollar pro Barrel abgerutscht.

Grund für den fallenden Ölpreis sind die schweren wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie weltweit, die eine stark fallende Nachfrage nach Öl nach sich ziehen. Dazu kommt der Streit zwischen den Produktionsländern Saudi-Arabien und Russland über eine Drosselung der Förderung zur Stabilisierung des Preises.

Die US-Zinssenkung "verpufft am Ölmarkt"

Am späten Sonntagabend hatte die US-Notenbank Fed mit Notfallmaßnahmen auf die schnelle Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Krise reagiert.

Die Zentralbank senkte den Leitzins um einen ganzen Prozentpunkt auf einen Korridor von null bis 0,25 Prozent. Außerdem will die US-Notenbank Fed die Wirtschaft mit einem 700 Milliarden Dollar schweren Anleihekaufprogramm ankurbeln und Banken vorübergehend Notfallkredite gewähren.

Der Commerzbank zufolge hat diese Maßnahme jedoch nichts gebracht. "Die Fed-Zinssenkung verpufft am Ölmarkt vollkommen", sagten die Analysten der Bank am Montag. "Im Abwärtssog der Aktienmärkte rauschen auch die Ölpreise weiter in die Tiefe." Auch andere Marktbeobachter sagten, dass eine Zinsentscheidung wenige Tage vor der regulären Sitzung der Fed lasse auf Stress schließen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP, dpa-afx

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