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Homeoffice oder Mobile Office? Das sind die Unterschiede

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Homeoffice oder Mobile Office? Das sind die Unterschiede

17.03.2020, 10:42 Uhr | top, dpa

Homeoffice oder Mobile Office? Das sind die Unterschiede. Arbeiten im Homeoffice: Doch was ist das genau? Und wie unterscheidet sich das vom Mobile Office? (Quelle: imago images/Westend61)

Arbeiten im Homeoffice: Doch was ist das genau? Und wie unterscheidet sich das vom Mobile Office? (Quelle: Westend61/imago images)

Wenn man nicht an seinem festen Arbeitsplatz arbeitet, dann ist man im Homeoffice – oder? Ganz so einfach ist es nicht. Doch was unterscheidet Telearbeit, Homeoffice und mobiles Arbeiten eigentlich?

Wegen des Coronavirus arbeiten derzeit viele Berufstätige nicht an ihrem üblichen Arbeitsplatz. So arbeiten beispielsweise auch wir bei t-online.de zum Teil von zu Hause aus.

Das heißt aber nicht automatisch, dass wir in einem Homeoffice tätig sind. Homeoffice ist vielmehr der Oberbegriff für verschiedene Formen des Arbeitens von zu Hause. Denn verschiedene Bezeichnungen haben unterschiedliche Bedeutungen. Ein Überblick:

Was ist Telearbeit?

Der Begriff Telearbeit bezeichnet das, was man landläufig unter Homeoffice versteht: das ortsgebundene Arbeiten von zu Hause aus. Dies ist in der Arbeitsstättenverordnung definiert, wie Ufuk Altun vom Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (Ifaa) erklärt.

Dort steht, dass es sich um vom Arbeitgeber fest eingerichtete Arbeitsplätze mit Bildschirm im Privatbereich der Beschäftigten handelt. Der Arbeitgeber hat für sie eine wöchentliche Arbeitszeit vereinbart und die Dauer der Einrichtung festgelegt.

Wichtig ist außerdem, dass Arbeitgeber und Beschäftigte die Bedingungen der Telearbeit arbeitsvertraglich oder im Rahmen einer Vereinbarung festgelegt haben, erklärt Altun. Zudem ist der Arbeitgeber dafür verantwortlich, dass in den Privaträumen Mobiliar und Arbeitsmittel bereitgestellt und installiert sind.

Was ist Mobiles Arbeiten?

Mobiles Arbeiten meint, dass Beschäftigte ihre Arbeit zeitweise an beliebigen Orten erledigen können und dafür keinen festen Arbeitsplatz im Unternehmen brauchen – also zum Beispiel mal beim Kunden, mal vom Restaurant aus, während einer Reise in der Bahn oder eben auch von zu Hause aus.

Im Gegensatz zu Telearbeit ist mobiles Arbeiten aber nicht weiter gesetzlich definiert. Für das "Mobile Office", wie die Arbeitsform oft auch bezeichnet wird, gelte die Arbeitsstättenverordnung nicht, erklärt der Experte.

Was ist im Homeoffice zu beachten?

Wie auch für die Telearbeit gilt beim Mobilen Arbeiten: Die Vorgaben für Bildschirmarbeitsplätze sind zu beachten, wenn Beschäftigte regelmäßig mobile Arbeitsgeräte wie Notebook, Tablet oder Smartphone verwenden.

Außerdem gilt für beide Formen das Arbeitsschutzgesetz, an das sich Arbeitgeber und Beschäftigte halten müssen. "Auch das Arbeitszeitgesetz ist sowohl für Telearbeit als auch für mobile Arbeit verbindlich und einzuhalten, was gewisse Anforderungen an die Unternehmen und Beschäftigte stellt", erklärt Altun. So gilt unter anderem die regelmäßige werktägliche Arbeitszeit von acht Stunden.

Telearbeit und mobile Arbeit stehen laut Altun grundsätzlich zudem unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Allerdings ist der Versicherungsschutz jeweils sehr eng auf die Arbeitstätigkeit selbst bezogen und nicht auf das Umfeld, in dem sie verrichtet wird. Wer also beim Arbeiten zu Hause zum Beispiel auf dem Weg zur Toilette stürzen sollte, steht in der Regel nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.  

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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