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Soforthilfe vom Staat in Corona-Zeiten: So viel Geld bekommen Firmen von Bund

Corona-Hilfen  

Wie helfen Bund und Länder mir als Unternehmer?

01.04.2020, 13:04 Uhr | Christopher Braemer

Soforthilfe vom Staat in Corona-Zeiten: So viel Geld bekommen Firmen von Bund. Gähnende Leere in der Gastronomie: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen viele Firmen heftig.  (Quelle: dpa/Henning Kaiser/)

Gähnende Leere in der Gastronomie: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen viele Firmen heftig. (Quelle: Henning Kaiser//dpa)

Ob Ein-Mann-Unternehmen, Konzern oder Freiberufler – Bund und Länder unterstützen die Wirtschaft in der Corona-Krise. Die Art der Soforthilfe fällt je nach Bundesland jedoch recht unterschiedlich aus. Wie viel erhalte ich als Unternehmer konkret?

Die Corona-Krise stellt viele Unternehmen ernsthaft auf die Probe, sie betrifft inzwischen fast alle Branchen und Wirtschaftszweige. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) setzt deshalb auf die "Bazooka" gegen die Corona-Krise. Die Bundesregierung hat ein Sonderprogramm verabschiedet, das auch kleinen und mittleren Unternehmen durch die Coronavirus-Krise helfen soll – und was der Bundesrat am Freitag (27. März) abgesegnet hat.

Doch wie genau sieht das Hilfsprogramm des Bundes aus? Und wie helfen die Länder den Unternehmen? t-online.de hat den großen Überblick (Stand: 1. April).

Das Corona-Hilfsprogramm der Bundesregierung

Die Bundesregierung bringt für das neue Hilfspaket gewaltige Summen auf. Nach sechs Jahren ohne neue Schulden fällt die schwarze Null im Bundeshaushalt – das Kabinett beschloss einen Nachtragshaushalt mit einer Neuverschuldung von rund 156 Milliarden Euro. Dafür hat der Bundestag eine Notfallregelung in der Schuldenbremse in Kraft gesetzt. 

Was die Schuldenbremse ist und warum sie wichtig ist, das erfahren Sie hier. 

Der Tenor der Regierung: Der Staat tue alles, damit kein Unternehmen durch die Corona-Pandemie in Existenznot gerät – möglichst kein Arbeitsplatz verloren geht. Die Hilfen in der Übersicht: 

  • Staatshilfen für größere Unternehmen: In den so genannten "Wirtschaftsstabilisierungsfonds" (WSF) fließen mehrere hundert Milliarden Euro. Dazu gehören Staatsgarantien für Verbindlichkeiten von bis zu 400 Milliarden Euro. 100 Milliarden Euro soll der WSF außerdem der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) an Krediten für Firmen bereitstellen, die KfW übernimmt 80 bis 90 Prozent des Risikos für den Fall, dass Unternehmer das geliehene Geld nicht zurückzahlen können. Weitere 100 Milliarden Euro sind für direkte Unternehmensbeteiligungen vorgesehen. Notfalls werde der Staat Firmen damit auch teilweise oder ganz übernehmen, sagte Wirtschaftsminister Altmaier. 
  • Klein- und Solo-Selbstständige: Für sie stehen bis zu 50 Milliarden Euro bereit (siehe unten). Dabei geht es um unbürokratisch zu gewährende Soforthilfen, die nicht zurückgezahlt werden müssen, insbesondere zur Deckung laufender Kosten. Bei bis zu fünf Beschäftigten können einmalig 9.000 Euro gezahlt werden, bei bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro.
  • Insolvenzschutz: Ein weiteres Gesetz soll verhindern, dass Unternehmen nur deshalb Insolvenz anmelden müssen, weil die von der Bundesregierung beschlossenen Hilfen nicht rechtzeitig bei ihnen ankommen. Die reguläre Drei-Wochen-Frist für einen Insolvenzantrag wird bis Ende September ausgesetzt.

Bundesregierung will nachbessern

Die Bundesregierung will bei ihrem Hilfspaket in der Corona-Krise nachlegen. So kündigte Finanzminister Olaf Scholz schnelle Finanzhilfen für Start-Ups an: Zusätzlich zu den bestehenden Programmen sollten sie mit zwei Milliarden Euro unterstützt werden.

Für Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten sind zwar direkte Zuschüsse vorgesehen, Großunternehmen ab 250 Mitarbeiter können unter einen Rettungsschirm schlüpfen (siehe unten). Viele mittelständische Betriebe sind wegen der Corona-Krise jedoch nicht mehr kreditwürdig.

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, könnten Kredite für mittelständische Firmen deshalb mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abgesichert werden. Bislang übernimmt die KfW nur 80 bis 90 Prozent des Risikos. Eine weitere Anhebung der Haftungsgrenze bedarf der Zustimmung der EU-Kommission. 

Dazu könnte es zinslose oder sehr günstige Kredite in der Höhe von drei Monatsausgaben geben, höchstens aber bis zu 500.000 Euro pro Firma. Ähnlich wie beim Studiums-Bafög könnte die Rückzahlung nach Leistungsfähigkeit laufen.

Allerdings ist dem Vernehmen nach in der Koalition umstritten, ob die Schleusen wirklich noch einmal breiter geöffnet werden sollen. Das Problem: Es besteht die Gefahr, dass Firmen, die schon vor der Krise kein funktionierendes Geschäftsmodell hatten, nun mit "durchgefüttert" werden.

Vor dem Paket wurden Hürden für Kurzarbeit gesenkt

Bereits vor dem Paket, das das Bundeskabinett beschloss, gab es einige Maßnahmen, um Firmen in der Corona-Krise zu unterstützen:

  • Flexibleres Kurzarbeitergeld: Die Hürden für Kurzarbeitergeld sind gesenkt worden.
  • Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen: Firmen können Steuern stunden lassen und Vorauszahlungen für das laufende Jahr senken oder aussetzen.
  • Stärkung des Europäischen Zusammenhalts: Die Bundesregierung will sich auf EU-Ebene für ein koordiniertes Vorgehen einsetzen.

Ansprechpartner: Für direkte Fragen steht Unternehmern die Hotline des Bundesfinanzministeriums offen: 030 / 18615 8000. Über das Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums erfahren Sie als Unternehmer alles, was Sie zum Coronavirus selbst wissen sollten, etwa zu Quarantänemaßnahmen und zum Umgang mit Verdachtsfällen im Betrieb: 030 / 346 465 100.

Welche Erleichterungen gibt es bei der Steuer?

Erleichtert wird zudem die Stundung von Steuerzahlungen. Das Finanzamt kann auch die Vorauszahlung der Gewerbesteuer für Unternehmen auf null setzen. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge sollen die örtlichen Finanzämter im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichten.

Wichtig dabei: Als Unternehmer oder Selbstständiger müssen Sie dem Finanzamt glaubhaft belegen, dass die Ursache Ihrer finanziellen Engpässe die Corona-Krise ist. Wenn Sie als Selbstständige etwa eine Praxis für Physiotherapie betreiben und Ihre Patienten aus Gründen des sozialen Distanzierens nicht mehr kommen, sollten Sie diese Umsatzausfälle für das Finanzamt dokumentieren.

Ansprechpartner: Für Steuerstundungen kontaktieren Sie Ihr Finanzamt, ein Formular gibt es beim jeweiligen Amt – und das in den meisten Fällen auch online. 

Welche Kredite und Bürgschaften gibt es?

Kredite und Bürgschaften in unbegrenzter Höhe – das bietet die Bundesregierung Firmen, um die Corona-Krise zu überstehen. Vergeben werden die Darlehen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Die staatliche Förderbank ist einer der wichtigsten Anlaufstellen in der Bekämpfung der Corona-Krise. Wichtig: Auch Solo-Selbstständige können einen Corona-Krisen-Kredit bei der KfW beantragen.

Wie lange dauert der Antrag?

Die KfW muss grundsätzlich jeden Antrag einzeln prüfen, den Unternehmer in der Not stellen – auch in der Corona-Krise. Es kann also ein paar Tage dauern, bis das Geld fließt. Um einen Überbrückungskredit von der KfW zu bekommen, müssen sich Unternehmen an ihre jeweilige Hausbank wenden oder an eine Förderbank in den Bundesländern.

An wen muss ich mich als Unternehmer wenden?

Es gibt keine Filiale der KfW, Ansprechpartner ist Ihre Hausbank oder eine Förderbank des jeweiligen Bundeslandes. Die Haus- oder Förderbank schüttet das Geld aus und bekommt es anschließend von der KfW zurück. Grundsätzlich kann jedes Unternehmen einen Antrag auf einen Kredit stellen. Allerdings unterscheiden sich die Förderprogramme der KfW – etwa nach Existenzdauer der Unternehmen. 

Welche Bedingungen sind an die Kredite geknüpft? 

Die Darlehen für Unternehmen in Not werden aktuell für bis zu 90 Prozent von der KfW garantiert. Selbstständige, Kleinunternehmer und Handwerker können so an anderer Stelle einen zusätzlichen Kredit aufnehmen, beispielsweise einen zweiten Dispokredit. Damit können sie laufende Grundausgaben wie Mieten und laufende Kosten während der Pandemie begleichen oder neue Aufträge vorfinanzieren. 

Welche Erleichterungen gibt es bei Bürgschaftsbanken?

Um leichter an Kredite bei herkömmlichen Banken zu kommen, sollen Kleinunternehmer, Mittelständler und Freiberufler in der Corona-Krise auch von Erleichterungen bei den Bürgschaftsbanken profitieren.

Damit sind spezielle Banken gemeint, die für einen Kreditnehmer bürgen – sie springen also im Falle eines Kreditausfalls ein. In der Corona-Krise hat der Bund jetzt die Obergrenze für diese Bürgschaften von bisher 1,24 Millionen Euro auf 2,5 Millionen verdoppelt. Ziel ist es, den Unternehmen so den Zugang zu größeren Krediten zu erleichtern.

Ansprechpartner: Für Sie als Unternehmer sind das die Hausbanken, die sich an die KfW-Förderbank wenden. Über die Hotline der KfW können Sie sich auch direkt bei der Förderbank informieren: 0800 / 539 9001. 

Gibt es spezielle Regeln bei einer drohenden Insolvenz?

Ja. Die Bundesregierung hat eine gesetzliche Regelung verabschiedet, um von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen vor Insolvenzen zu schützen. Die reguläre Drei-Wochen-Frist für einen Insolvenzantrag soll bis Ende September ausgesetzt werden.

Voraussetzung für die Aussetzung soll sein, dass der Insolvenzgrund auf Folgen der Pandemie beruht. Außerdem müssen öffentliche Hilfen beantragt sein und Chancen auf eine erfolgreiche Sanierung des Unternehmens bestehen. Das alles müssen Sie als Unternehmer glaubhaft belegen können. 

Wie soll die EU mir als Unternehmer helfen?

Das ist bisher noch unklar. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Bundesfinanzminister Olaf Scholz wollen sich jedoch auch auf europäischer Ebene für ein koordiniertes und entschlossenes Vorgehen einsetzen.

Die Bundesregierung begrüßte jüngst unter anderem die Idee der Europäischen Kommission für eine "Corona Response Initiative" mit einem Volumen von 25 Milliarden Euro. Mehr dazu erfahren Sie bald an dieser Stelle. 

Welche Hilfen gibt es für Selbstständige?

Die Regierung hat zusätzlich ein 50 Milliarden schweres Hilfspaket für Solo-Selbstständige und Kleinstfirmen beschlossen. Unter Solo-Selbstständigen werden Personen verstanden, die eine selbstständige Tätigkeit allein, das heißt ohne angestellte Mitarbeiter, ausüben.

Kleinstfirmen, Solo-Selbstständige und Angehörige freier Berufe, die keine Kredite erhalten und nicht über Sicherheiten verfügen, sollen direkte Zuschüsse bekommen. Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten bekommen eine Einmalzahlung von 9.000 Euro für drei Monate, Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro.

Es gilt: Die Soforthilfe muss nicht zurückgezahlt werden. 

Bundestag und Bundesrat sollen noch diese Woche zustimmen, das Geld soll dann möglichst bald bei den Betroffenen ankommen – damit diese laufende Kosten begleichen können. Dazu ist auch eine Bund-Länder-Vereinbarung geplant.

Das von Kabinett beschlossene Gesetzespaket sieht zudem vor, dass Vermieter ihren Mietern nicht mehr kündigen dürfen, wenn diese wegen der Corona-Krise ihre Miete nicht zahlen können. Das gilt auch für kleine Läden. Kleine Unternehmen können auch bei anderen Zahlungen Aufschübe bekommen. Zugleich wird das Insolvenzrecht gelockert (siehe oben).

Weitere Hilfen für Selbstständige bieten die einzelnen Bundesländer, die Informationen finden Sie unten in dieser Übersicht beim jeweiligen Bundesland (siehe unten).

So helfen die einzelnen Bundesländer Unternehmern

Nicht nur der Bund springt den Unternehmen zur Seite. Auch die Regierungen der 16 Bundesländer wollen ihren örtlichen Firmen helfen. Als Firmenchef können Sie auch diese Unterstützungen in Anspruch nehmen. Je nach Bundesland fallen die Hilfen jedoch unterschiedlich aus.

So will Nordrhein-Westfalen 25 Milliarden Euro Wirtschaftshilfe bereitstellen, Bayern hat ein zwanzig Milliarden Euro schweres Hilfspaket beschlossen. Wie genau die Hilfen je Land aussehen, erklären wir hier.

Ein Tipp: Ein guter erster Anlaufpunkt sind die regionalen Industrie- und Handelskammern (IHKs). Diese bieten  die sowohl Hilfe für Mitgliedsunternehmen, aber auch für Außenstehende bieten. Die für Sie zuständige Kammer können Sie über ein nützliches Tool finden, den so genannten "IHK-Finder" . Insgesamt gibt es in Deutschland knapp 80 IHKs, die für unterschiedlich große Regionen zuständig sind. 

Ansprechpartner: Über die einzelnen Wirtschaftsministerien der Bundesländer finden Sie zahlreiche Informationen, die täglich aktualisiert werden. Eine Übersicht finden Sie unter diesem Link.

Baden-Württemberg

Es soll einen rund fünf Milliarden Euro großen Rettungsschirm geben, um vor allem kleinen und mittleren Unternehmen unter die Arme zu greifen. Mit dem "Soforthilfe Corona"-Programm will die Landesregierung unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) dafür sorgen, dass die Firmen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise verkraften. 

Gefördert werden Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern, die ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg haben. Es soll keinen Ausgleich für Liquiditätsengpässe oder Umsatzausfälle geben, die vor dem 11. März entstanden sind. Genau an diesem Tag erklärte die WHO die Folgen des Coronavirus zur Pandemie. 

Ein Härtefallfonds für Selbstständige sowie kleine und mittlere Unternehmen mit mit einem Volumen von 3,5 Milliarden Euro soll die Betroffenen mit direkten Zuschüssen dabei unterstützen, finanzielle Engpässe zu überbrücken. Kreditprogramme seien für diese Firmen häufig zu langsam oder zu aufwendig – und im Moment zähle jeder Tag, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). 

Soforthilfen: Die Höhe der staatlichen Zuwendungen richtet sich nach der Größe des Betriebes. Ein Überblick: 

  • Sogenannte Solo-Selbstständige und Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten sollen einmalig bis zu 9.000 Euro erhalten können, die nicht zurückgezahlt werden müssen.
  • Für Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten gibt es maximal 15.000 Euro
  • Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten sollen bis zu 30.000 Euro bekommen können.

Anträge können ab 25. März online gestellt werden, teilt das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg mit. Antragsformulare seien vollständig auszufüllen, auszudrucken, zu unterschreiben, einzuscannen und über das Online-Portal an die jeweilig zuständige Kammer zu übermitteln.


Darlehen und Bürgschaften: Zudem soll bei der landeseigenen L-Bank ein Beteiligungsfonds mit einem Volumen von einer Milliarde Euro aufgelegt werden, um die kleineren Mittelständler mit einer Erhöhung des Eigenkapitals zu stabilisieren. Mit einer halben Milliarden Euro soll auch das Bürgschaftsprogramm des Instituts ausgeweitet werden, zwei Millionen Euro sollen in ein Krisenberatungsprogramm für Selbstständige und kleine Unternehmen fließen.

Es gilt: Als Unternehmer im Südwesten können Sie sich ab sofort an die L-Bank wenden, um Betriebsmittel-, Liquiditäts- und Überbrückungsfinanzierungen zu erhalten. Alternativ können Sie auch Ihre Hausbank kontaktieren, die dann ihrerseits das Förderdarlehen bei der L-Bank beantragt. 

Ansprechpartner: Weitere Informationen zu den Voraussetzungen finden Sie auf der Webseite des Ministeriums. Die Wirtschaftsförderung der L-Bank erreichen Sie unter der 0711 / 122 2345, per E-Mail: wirtschaftsfoerderung@l-bank.de. Für Fragen zu Bürgschaften wenden Sie sich an die 0711 / 122 2999 (Montag bis Donnerstag 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr, Freitag 8.30 Uhr bis 16 Uhr), E-Mail: buergschaften@l-bank.de.

Bayern

Bayern ist bisher Vorreiter bei Hilfen für Unternehmer: Zum Schutz der Wirtschaft vor den nicht absehbaren Folgen der Coronakrise stellt der Freistaat ein Hilfspaket in Höhe von zwanzig Milliarden Euro bereit. Diese Summe soll für Unternehmen, Freiberufler und Selbstständige schnell und unbürokratisch beantragbar sein. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. 


Soforthilfen für Unternehmen: Diese Soforthilfen richten sich an Kleinbetriebe, Selbstständige und Freiberufler. Je nach Betriebsgröße können zwischen 5.000 und 30.000 Euro schnell und unbürokratisch beantragt werden.

Es gilt: Vor dem Antrag auf Soforthilfe müssen Sie verfügbares Privatvermögen einsetzen, bei einer Kapitalgesellschaft ist es das Betriebsvermögen. Die langfristige Altersvorsorge und Geld für den Lebensunterhalt bleiben unangetastet. Die Soforthilfe muss nicht zurückgezahlt werden. 

So viel erhalten Sie konkret als Unternehmer, wenn Sie die Bedingungen erfüllen: 

  • für bis zu fünf Arbeitnehmer: 9.000 Euro
  • für bis zu zehn Arbeitnehmer: 15.000 Euro
  • für bis zu 50 Arbeitnehmer: 30.000 Euro
  • für bis zu 250 Erwerbstätige: 50.000 Euro

Voraussetzung: Der Unternehmenssitz befindet sich in Bayern. Das Antragsformular finden Sie online auf der Webseite des bayrischen Staatsministeriums für Wirtschaft. Sie sollten sofort beantragen, ab dem 20. März werden die Soforthilfen ausgezahlt. Das Gute: Diese Hilfen müssen Sie als Unternehmer nicht zurückzahlen!

Kredite und Bürgschaften: Die staatliche Förderbank LfA übernimmt zusätzlich Ausfallbürgschaften für Bankkredite von bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Kredite für den Betriebsmittelbedarf und die kurzzeitige Umschuldung können Freiberufler und Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Millionen Euro beantragen. Je nach Vorhaben können bis zu zehn Millionen Euro Darlehen beantragt werden. LfA-Bürgschaften werden bis zu einer Summe von fünf Millionen Euro übernommen.

Unternehmen und Betriebe aus dem Handwerk, dem Handel sowie dem Hotel- und Gaststättengewerbe können sich an die Bürgschaftsbank Bayern wenden. Die Bank übernimmt die Bürgschaft für anderweitige Kredite bis zu 1,25 Millionen Euro. Ansprechpartner ist die Hausbank oder die Bürgschaftsbank Bayern direkt.

Bayernfonds: Über einen "Bayernfonds" kann sich der Freistaat zudem auch an Unternehmen direkt beteiligen, die sonst in die Insolvenz zu rutschen drohten. 

Zudem sind Steuerstundungen durch das örtliche Finanzamt und die Beantragung von Kurzarbeitergeld bei der Arbeitsagentur möglich (siehe oben).

Ansprechpartner: Das ist für Sie als Unternehmer für diese Form von Hilfe zunächst die Hausbank, die sich mit der LfA in Verbindung setzt.
Die Hotline der LfA lautet: 089 / 21 24 (Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 15 Uhr). Zudem können Sie sich an die Servicestelle der Bayerischen Staatsregierung wenden: 089 / 12 22 20 (Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 16 Uhr). Die E-Mail-Adresse lautet: direkt@bayern.de.

Berlin

Die Hauptstadt unterstützt Unternehmen und Selbstständige ab 19. März mit einer Gesamtsumme in Höhe von rund 600 Millionen Euro. Davon fließen 100 Millionen Euro als Soforthilfen an Selbstständige und Freiberufler. Maßnahmen, die von der Bundesregierung bereits in die Wege geleitet wurden, sollen so ergänzt werden.

Die "Rettungshilfe Corona" richtet sich an Berliner Unternehmen, die älter als drei Jahre sind, etwa Einzelhandel, Gastronomie, Beherbergung und konsumorientierte Dienstleistungen (Clubs). 

Soforthilfen für Selbstständige: Diese Berufsgruppe hat besonders stark mit finanziellen Einbußen durch die Coronavirus-Pandemie zu kämpfen. Ihnen will der rot-rot-grüne Senat "schnell und unbürokratisch" helfen. So sollen Solo-Selbstständige mit jeweils bis zu 15.000 Euro für laufende Betriebskosten unterstützt werden. Das heißt konkret:

  • Unternehmen mit bis zu fünf Arbeitnehmer erhalten 5.000 Euro aus Landesmitteln. Dazu kommen 9.000 Euro vom Bund. 
  • Unternehmen mit bis zu fünf Arbeitnehmern erhalten bis zu 15.000 Euro vom Bund. 

Der Antrag soll ab 27. März auf der Seite der Investitionsbank Berlin aufrufbar sein. 

Freiberufler können zudem im Falle von Corona-bedingten Honorarausfällen eine einmalige Hilfe in Höhe von 250 Euro im Rahmen der sozialen Zuwendungen der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) erhalten. Ein Antragsformular gibt es hier.

Ansprechpartner: Freiberufler können den Antrag und eine Datenschutzerklärung an coronahilfe@gvl.de senden. Weitere Informationen gibt es auf der GVL-Webseite.

Kredite und Bürgschaften: Unternehmen können sich mit Hilfe des Liquiditätsfonds der Investitionsbank Berlin (IBB) bis zu 500.000 Euro leihen. Dabei fallen bis zu zwei Jahre lang keine Tilgungszahlungen an. Zudem wird der Bürgschaftsrahmen der IBB auf 100 Millionen Euro erhöht. 

Wer nicht Solo-Selbstständig ist und Mitarbeiter hat, kann als betroffenes Unternehmen Steuerstundungen oder Kurzarbeitergeld beantragen (zu den Bedingungen siehe oben).

Ansprechpartner: Informationen für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen bieten ab sofort die Berliner Fördergesellschaften sowie die Senatsverwaltung für Wirtschaft telefonisch und auf ihren Webseiten. Senatsverwaltung für Wirtschaft: Webseite. Informationen erhalten Sie zudem unter der Berlin-Partner-Hotline: 030 / 46302-440, Webseite. Die IBB erreichen Sie unter der 030 / 2125-4747, Webseite, E-Mail: wirtschaft@ibb.de. Das jeweilige Arbeitsamt ist Ansprechpartner für die Beantragung von Kurzarbeitergeld. Bei Ihrem örtlichen Finanzamt können Sie als betroffener Unternehmer etwa Steuerstundungen beantragen. 

Brandenburg

Das Land Brandenburg legte ein erstes Soforthilfeprogramm für Klein- und Kleinstunternehmen sowie für Freiberufler von 7,5 Millionen Euro auf. Ab 1. April soll der dortige Rettungsschirm auf 500 Millionen Euro aufgestockt werden.

Vor allem Betriebe, die unter den Schließungen und Reisebeschränkungen leiden, sollen von dem Schutzschirm profitieren. Zudem sollen weitere Branchen, die bisher von Hilfen ausgeschlossen und stark von den Folgen des Coronavirus betroffen sind, in die Förderung mit eingeschlossen werden.

Soforthilfen: Wie das Geld direkt an die Firmen ausgeschüttet wird, ist noch nicht klar. Für Unternehmen, die in Schieflage geraten, seien Hilfen im zweistelligen Millionenbereich vorgesehen.

Es gilt: Voraussetzung für die Hilfen ist, dass der Schaden durch die Corona-Krise 2020 entstanden ist. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. 

So viel bekommen Unternehmen vom Land Brandenburg konkret: 

  • für bis zu fünf Arbeitnehmer: bis zu 9.000 Euro
  • bis zu 15 Arbeitnehmer: bis zu 15.000 Euro
  • bis zu 50 Arbeitnehmer: bis zu 30.000 Euro
  • bis zu 100 Arbeitnehmer: bis zu 60.000 Euro

Liquiditätshilfen: Seit 12. März können sich kleine und mittelständische Firmen melden, um Liquiditätshilfen bei der Landesregierung zu beantragen. Ansprechpartner dafür ist die Brandenburger Wirtschaftsförderung (WFBB). Sie arbeitet daran, alle Anträge möglichst schnell zu bearbeiten. "Wir versuchen alles, um für die Zukunft vorzusorgen", sagte ein Sprecher t-online.de. Wie viel Zeit die Unternehmen überbrücken müssen, bis sie die Hilfen erhalten, sei unklar. 

 Ansprechpartner: In Brandenburg wenden Sie sich als Unternehmner aus Nordwest-Brandenburg, also die Landkreise Havelland, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, per E-Mail an: Reinhard.goehler@wfbb.de, Telefon: 03391 / 775 211. Als Betrieb aus Nordost-Brandenburg (Landkreise Oberhavel, Barnim, Uckermark) ist ihr Konktat: Heinz.roth@wfbb.de, Telefon: 03334 / 818 77 10. In Ost-Brandenburg (Landkreise Märkisch-Oderland, Oder-Spree und die Stadt Frankfurt/Oder) ist Ansprechpartner: Christoph.ziemer@wfbb.de Telefon: 0335 / 283 960 11. In Süd-Brandenburg (Landkreise Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und Cottbus) wenden Sie sich per E-Mail an: Torsten.maerksch@wfbb.de, Telefon: 0355 / 784 22 14. Und als Unternehmer aus Mitte/West-Brandenburg (Landkreise Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark sowie Potsdam und Brandenburg an der Havel) ist Ansprechpartner per E-Mail: Verena.klemz@wfbb.de, Telefon: 0331 / 730 61 237.

Bremen

Die Stadt Bremen bietet ein eigenes Hilfsprogramm in unbekanntem Umfang. Die Soforthilfen gelten für Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und weniger als zwei Millionen Euro Jahresumsatz, Soloselbständige sowie freiberuflich Tätige mit Sitz oder Betriebsstätte im Land Bremen.

Soforthilfen: Das Land Bremen bietet schnelle und unbürokratische Hilfen in Höhe von 5.000 bis 20.000 Euro für betroffene Unternehmen. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden. Gefördert werden etwa Miet- und Pachtzahlungen sowie Beträge für Betriebsmittel. 

Die Bedingungen sind zudem:

  • dass Sie Ihren Unternehmenssitz vor dem 1. September in Bremen angemeldet haben
  • weniger als zehn Arbeitnehmer beschäftigen
  • und einen Jahresumsatz von weniger als zwei Millionen Euro haben.  

Das Soforthilfen-Antragsformular kann auf der Internetseite der BAB Förderbank heruntergeladen werden

Bürgschaften und Kredite: Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven (BAB) hat eine Taskforce eingerichtet und will in der Corona-Krise zusätzlich zehn Millionen Euro bereitstellen. 

Auch bei den Bürgschaften wurde nachgelegt, es stehen bis zu eine Million Euro für Betriebsmittel von Freiberuflern sowie kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung. 

Ansprechpartner: Schicken Sie den Antrag und Anlagen einfach per E-Mail an zuschuss@bab-bremen.de. Anträge für Bremerhaven gehen über die Task Force der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH. Die Hotline zur Taskforce der Förderbank für Bremen und Bremerhaven (BAB) lautet: 0421 / 9600 333. E-Mail: task-force@bab-bremen.de.

Hamburg

Hamburg legt in der Corona-Krise ein eigenes Hilfsprogramm für Selbstständige und Kleinunternehmer auf. Bei den Kosten wird insgesamt mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag gerechnet. Es sieht weitere Maßnahmen wie etwa Stundungen von Steuern, Gebühren und Gewerbemieten in städtischen Gebäuden sowie Erleichterungen bei Krediten vor. 

Soforthilfen: Selbstständige und Kleinunternehmer sollen

  • Ein-Mann-Betriebe erhalten 2.500 Euro
  • Firmen mit weniger als zehn Beschäftigten: 5.000 Euro
  • Betriebe mit 10 bis zu 50 Mitarbeitern: 25.000 Euro
  • und bis zu 30.000 Euro gibt es für Unternehmen mit 51 bis 250 Mitarbeitern

Das teilten die zuständigen Senatoren in Hamburg mit. Anträge und Bewilligungen starten ab 23. März.

Bürgschaften und Kredite: Zudem sollen die Zins- und Tilgungsbedingungen für die Kredite schnell und unbürokratisch ausgestaltet werden, dass sie die Unternehmen möglichst wenig belasten – und zwar bis an die Grenze des rechtlich Zulässigen.

Die Hamburgische Investitions- und Förderbank bietet diverse Förderprogramme. Einige darlehensbasierte Förderungen können auch zur Überbrückung von durch die Corona-Krise verursachten Liquiditätsengpässen dienen. Allerdings müssen Sie die Umsatzausfälle für den Zeitraum genau belegen.

Für Freiberufler sowie kleine und mittelständische Unternehmen gibt es je nach Länge der Selbstständigkeit etwa die Programme "Hamburg-Kredit Wachstum" und den "Hamburg-Kredit Gründung und Nachfolge". Die Höhe der Darlehen liegt bei bis zu 750.000 Euro pro Vorhaben. 

Steuerliche Entlastungen: Die Hamburger Finanzbehörde weist auf steuerliche Entlastungen hin, etwa die Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen zur Einkommens- und oder Körperschaftsteuer auf Antrag. Zudem ist die Stundung fälliger Steuerzahlungen und ein Erlass von Säumniszuschlägen möglich. Auch Vollstreckungsmaßnahmen wird auf Antrag verzichtet. 

Es gilt: Als Unternehmer sollten Sie frühzeitig Kontakt mit ihrem zuständigen Finanzamt aufnehmen!

Ansprechpartner: Fragen rund um den Hamburger Schutzschirm gehen per E-Mail an: schutzschirmcorona@fb.hamburg.de. Die Stadt Hamburg bietet eine Firmenhilfe-Hotline für Unternehmen und Selbstständige: 040 / 432 1694. Die Kreativgesellschaft bietet eine Telefonhotline für Kreativschaffende an. Diese erreichen Sie unter der +49 40 879 7986-28 (Dienstag bis Donnerstag 14 bis 17 Uhr, Freitag 10-13 Uhr). Genauere Informationen zu Förderkrediten und Landesbürgschaften finden Sie hier. Die Telefonnummer der Förderberatung der IFB Hamburg lautet: 040 / 248 46 533.

Hessen

Das Land Hessen stellt zur Bekämpfung der Corona-Krise kurzfristig mindestens 8,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Es werde zu diesem Zweck einen Nachtragshaushalt geben. Dabei handele es sich um einen Nachtragshaushalt in Höhe von zwei Milliarden Euro, eine Aufstockung des Bürgschaftsrahmen auf fünf Milliarden und steuerliche Hilfen von mindestens 1,5 Milliarden Euro.

"Angesichts der Dynamik der Entwicklung werden wir im Jahresverlauf voraussichtlich noch mehr Geld benötigen", sagt der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU). Zudem gebe Hessen Unternehmen vorübergehend eine Liquiditätsspritze, indem bereits getätigte Sondervorauszahlungen der Umsatzsteuer auf formlosen Antrag kurzfristig zurückerstattet werden können. 


Soforthilfen: Das Land wolle die Leistungen des Bundes so aufzustocken, dass für die Gruppe folgende Einmalzahlungen als Soforthilfe gewährt werden: 

  • mit bis zu fünf Arbeitnehmern: 10.000 Euro
  • mit bis zu zehn Arbeitnehmern: 20.000 Euro
  • mit bis zu 50 Beschäftigten: 30.000 Euro

Kredite und Bürgschaften: Das Land will den Garantie- und Bürgschaftsrahmen für Kredite von betroffenen Unternehmen auf fünf Milliarden Euro erhöhen. Um finanzielle Engpässe zu überbrücken, bietet zudem die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) diverse Förderkredite. Kleine und mittlere Unternehmen (bis zu 25 Mitarbeiter und fünf Millionen Euro Jahresumsatz) und Freiberufler können in einem ersten Schritt zwischen 25.000 und 150.000 Euro Darlehen erhalten.

Die Darlehen für Sie als von der Corona-Krise betroffenen Unternehmer werden von der Hausbank anschließend noch einmal um mindestens die Hälfte des Betrages aufgestockt. Dafür sind keinerlei Sicherheiten notwendig. 

Die Bürgschaftsbanken bieten betroffenen Unternehmen 80-prozentige Ausfallbürgschaften von bis zu 1,25 Millionen Euro Bürgschaftsvolumen bei mangelnden Sicherheiten. Es gibt auch Express-Bürgschaften für Kredite bis zu 300.000 Euro. Diese sind jedoch nur mit 60 Prozent von der Bank besichert. 

Steuerstundungen und Kurzarbeitergeld: Zudem sind Steuerstundungen durch das Finanzamt und die Beantragung von Kurzarbeitergeld möglich (siehe oben).

Ansprechpartner: Die "Corona-Hotline" der Bürgschaftsbank Hessen: 0611 / 150 777. Weitere Infos finden betroffene Unternehmer hier.
Es wird explizit auf das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken verwiesen – dorthin gelangen Sie hier. Zudem können sich Betroffene direkt an die Hessische Landesregierung wenden.
E-Mail: buergertelefon@stk.hessen.de.

Mecklenburg-Vorpommern

Um den Unternehmen schnell und unbürokratisch helfen zu können, hat das Land Mecklenburg-Vorpommern ein Hilfsprogramm über 1,1 Milliarden Euro geschnürt. Wie in den anderen Ländern soll der "MV-Schutzfonds" das Geld zur schnellen Unterstützung betroffener Firmen und zur Sicherung von Arbeitsplätzen zum Einsatz kommen.

"Es geht hier allein um 60.000 Unternehmen mit rund 300.000 Beschäftigten. Wir wollen helfen, wo uns das möglich ist", sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Es gibt ferner Kredite und Soforthilfen für Unternehmer in Not. "Die verschiedenen Hilfen für Unternehmen schließen sich nicht gegenseitig aus", heißt es. Ein Überblick: 

Soforthilfen: Freiberufler sowie kleine und mittlere Unternehmen können Soforthilfen von bis zu 40.000 Euro erhalten. Kleine Unternehmen mit elf bis 49 Arbeitsplätzen werden mit insgesamt 125 Millionen Euro aus eigenen Mitteln vom Land unterstützt. 


Es gibt je Unternehmen eine einmalige Soforthilfe in Höhe von einmalig:

  • 25.000 Euro bei elf bis 24 Mitarbeitern
  • und 40.000 Euro für Betriebe mit 25 bis 49 Mitarbeitern. 

Für Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern verweist die Regierung auf die Hilfen des Bundes:

  • das sind einmalig 9.000 Euro bei null bis fünf Mitarbeitern
  • 15.000 Euro bei sechs bis zehn Mitarbeitern.

Es werden nur Mittel für Schäden erstattet, die nach dem 11. März entstanden sind. An diesem Tag erklärte die WHO das Coronavirus und seine Auswirkungen zur Pandemie. Beantragt werden die rückzahlbaren Zuschüsse beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern, das Onlineformular finden Sie hier.  

Zudem müssen Sie das Formular zwingend auch per Post an das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern senden. Die Adresse: Postfach 16 02 55, 19092 Schwerin.

Kredite und Bürgschaften: Zu dem Hilfspaket gehört ein Sonderprogramm für Landesbürgschaften, also zinsfreien Überbrückungskrediten für alle Unternehmen in Höhe von 200 Millionen Euro. Mit einer Zusage könnten von der Corona-Krise betroffene Unternehmen bereits innerhalb von ein bis zwei Wochen Hilfe erhalten.

Zudem verdoppelt die Bürgschaftsbank des Landes das Bürgschaftsvolumen für Kredite von Haushalten auf bis zu 1,6 Millionen Euro für den Einzelfall. Ferner können Bürgschaften bis zu 250.000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen in einem abgekürzten und vereinfachten Verfahren durch die Bürgschaftsbank entschieden werden.

Soforthilfen: 

Ansprechpartner: Das Wirtschaftsministerium hat für betroffene Unternehmen eine Unternehmens-Hotline geschaltet: 0385 / 588 5588. Ansprechpartner für Darlehen und Bürgschaften ist zunächst die Hausbank, die sich anschließend an die Landesförderbanken wendet. 

Niedersachsen

Mit bis zu 4,4, Milliarden Euro will auch das Land Niedersachsen Unternehmen in der Corona-Krise helfen. Es sollen auch finanzielle Soforthilfen sowie Entschädigungen zur Unterstützung der Wirtschaft geleistet werden. Der genaue Umfang des Hilfspakets steht noch nicht fest. Zudem werde der Bürgschaftsrahmen auf drei Milliarden Euro erhöht.

Soforthilfen: Kleinunternehmer mit bis zu 49 Beschäftigten sollen vorraussichtlich einmalig 20.000 Euro erhalten. Ein Antrag ist ab Mitte der Woche (25. März) möglich, die Vormerkung per E-Mail ist bereits jetzt möglich (unten siehe Ansprechpartner). 

Kredite und Bürgschaften: Die Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) GmbH bietet Kredite für Unternehmen aller Branchen, Angehörige freier Berufe und Träger sozialer, kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen. Es soll schnellere und flexiblere Hilfen geben. 

"Die NBB übernimmt Bürgschaften bis zur Größenordnung von 2,5 Millionen Euro, davon bis zu 240.000 Euro im Expressverfahren innerhalb weniger Tage. Darüber hinaus stehen Landesbürgschaften zur Verfügung", erklärte Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU). Damit schnelle Hilfe gewährleistet ist, werden die Verfahren flexibilisiert und bestehende Regelungen pragmatisch angewendet.

Soforthilfen: Auch das Land Niedersachsen unterstützt Firmen, die wegen der Corona-Krise in Existenznot geraten sind: 

  • bis zu 30 Mitarbeiter: maximal 10.000 Euro
  • bis zu 49 Mitarbeiter: maximal 20.000 Euro

Steuererleichterungen: Das Finanzministerium des Landes unterstützt die bundesweiten Anpassungen für Stundungs- und Vollstreckungsmaßnahmen – soweit zuständig. Dazu gebe es eine unkomplizierte und schnelle Herabsetzung von Einkommens-, Körperschafts- und Gewerbesteuer-Vorauszahlungen.

Ansprechpartner: Die Corona-Hotline des Niedersächsichen Wirtschaftsministeriums lautet 0511 / 120 5757, online informiert das Wirtschaftsministerium zu Hilfen für Unternehmen in der Corona-Krise hier. 
Zudem können sich Unternehmer per E-Mail an folgende Adresse wenden: mw-corona@mw.niedersachsen.de. Ansprechpartner bei der Niedersächsischen Bürgschaftsbank (NBB): Lars Luther, stellvertretender Leiter Firmenkundenbetreuung, Tel.: 0511 / 33 70 5 0, sowie Carsten Bolle, Geschäftsführung, Tel.: 0511 / 33 70 5 0. Für Landesbürgschaften ist das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) als Mandatar des Landes Ansprechpartner. Es kümmern sich Mike Schwake (Telefon 0511 5357 5323, E-Mail: mike.schwake@pwc.com) und Peter Koch (Telefon 0511 / 5357 5351, E-Mail: koch.peter@pwc.com).

Nordrhein-Westfalen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung schnürt ein Milliarden-Hilfspaket für durch die Corona-Krise betroffene Unternehmen. Der NRW-Rettungsschirm hat ein Volumen von rund 25 Milliarden Euro. Unter anderem sollen die Bürgschaften für Unternehmen massiv erhöht werden. "Das Ziel muss sein, dass kein Unternehmen insolvent geht", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

Darüber hinaus gibt es in bestimmten Fällen Entschädigungen, etwa bei der Quarantäne von Mitarbeitern in Form einer Fortzahlung von Löhnen und Gehältern. Das könne bei den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe beantragt werden, heißt es. 

Soforthilfen: Die Landesregierung unterstützt Kleinunternehmen durch direkte Zuschüsse:

  • in Höhe von 9.000 Euro: bis zehn Beschäftigte
  • und 15.000 Euro: bis zehn Beschäftigte
  • Unternehmen mit zehn bis 50 Mitarbeitern erhalten 25.000 Euro, meldet das Wirtschaftsministerium.

Kredite und Bürgschaften: Für die Überbrückung von Zahlungsproblemen stehen den Unternehmen Notkredite zur Verfügung. Die Bürgschaftsbank NRW bietet bis zu 2,5 Millionen Euro für kleine und mittlere Unternehmen. Das Landesbürgschaftsprogramm übernimmt größere Beträge ab 2,5 Millionen Euro – auch für Großunternehmen.

Zudem bietet die Bürgschaftsbank so genannte Expressbürgschaften. Das heißt, dass kleine Unternehmen, Freiberufler und Selbstständige aus dem Mikromezzaninfonds 75.000 Euro Beteiligungskapital beantragen können. Ansprechpartner ist die Kapitalbeteiligungsgesellschaft NRW.

Zur Erklärung: So genannte Mikromezzaninfonds helfen Existenzgründern sowie jungen Unternehmen, die mangels Eigenkapital und Sicherheiten oft keinen Zugang zu Bankkrediten haben. Sie erhalten in der Regel ein Beteiligungskapital von bis zu 50.000 Euro für die Realisierung ihrer Geschäftsideen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Mikromezzaninfonds

Ansprechpartner: Eine Übersicht über sämtliche Hilfen in der Corona-Krise bietet das Landeswirtschaftsministerium hier. Der Kontakt der Förderbank NRW : 0211 / 917414800, die Bürgschaftsbank NRW erreichen Sie unter der  02131 / 5107200.

Rheinland-Pfalz

Die Landesregierung in Mainz will Unternehmen helfen, der genaue Umfang des Hilfspakets ist aber noch nicht klar. Zudem sollen Bürgschaften und weitere finanzielle Hilfen für betroffene Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Im Wirtschaftsministerium wurde eine Stabsstelle Unternehmenshilfe eingerichtet, sie ist Ansprechpartner für Unternehmer.

Außerdem hebt die Landesregierung das Lkw-Fahrverbot an Sonntagen bis zum 26. April 2020 komplett auf. Weitere Maßnahmen könnten folgen, heißt es auf der Seite der Landesregierung. 

Kredite und Bürgschaften: Gemeinsam mit der ISB und der Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz sollen kurzfristig Bürgschaften und Liquiditätshilfen für Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, um wirtschaftliche Schäden in Folge der Corona-Krise zu minimieren.

Steuererleichterungen: Vom Corona-Virus betroffene Unternehmen können bei ihrem Finanzamt die Herabsetzung von Vorauszahlungen sowie Stundungen, Steuererlässe oder Vollstreckungsaufschübe beantragen. 

Ansprechpartner: Im Wirtschaftsministerium wurde eine Stabsstelle Unternehmenshilfe eingerichtet, sie ist Ansprechpartner für Unternehmen, die aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus mit wirtschaftlichen Problemstellungen konfrontiert sind. Kontakt per Telefon: 06131 / 16 5110, oder E-Mail: unternehmenshilfe-corona@mwvlw.rlp.de.

Saarland

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) will Saarfirmen in der Corona-Krise mit einem Zehn-Punkte-Plan helfen. Dazu zählen "Informations- und Beratungsangebote für Unternehmen", aber auch schnell verfügbare Liquiditätshilfen und Bürgschaften für betroffene Unternehmen. Wie viel Geld für Soforthilfen zur Verfügung stehen wird, ist noch offen.

Soforthilfen: Für Kleinfirmen mit bis zu zehn Mitarbeitern gibt es bis zu 10.000 Euro. Die Hilfen vom Bund können noch nicht abgerufen werden. 

Kredite und Bürgschaften: Es gibt ein Kreditprogramm über zehn Millionen Euro, um Unternehmen gezielt zu helfen. "In der Krise kommt es auf Zusammenhalt an – wir tun, was wir können, um Unternehmen in dieser schwierigen Lage zu helfen", so Rehlinger. 

Ansprechpartner: Betriebe im Saarland können sich an diese Hotline wenden: 0681 / 501 4433 (Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr), zudem gibt es eine Unternehmens-Hotline: 0385 / 588 5588, E-Mail: corona@wirtschaft.saarland.de. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Wirtschaftsministeriums.

Sachsen

Das Land Sachsen hat einen Hilfsfonds für Klein- und Kleinstunternehmen eingerichtet. Es handelt sich konkret um ein öffentliches Darlehen durch die Sächsische Aufbaubank, das zinsfrei und für die ersten drei Jahre tilgungsfrei vergeben werden soll. Zudem wurde das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw gelockert. 

Soforthilfe: Für Solo-Selbstständige, Kleinstunternehmer und Freiberufler mit bis zu zehn Mitarbeitern gibt es Soforthilfen für zunächst vier Monate von Höhe von 5.000 bis 50.000 Euro. Bei begründeten Ausnahmen soll es bis zu 100.000 geben. Im Überblick:

  • Unternehmer mit bis zu fünf Beschäftigten: 9.000 Euro für drei Monate
  • Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten: 15.000 Euro für drei Monate

Es gilt: Die sächsischen Soforthilfen sind ein Darlehen und müssen zurückgezahlt werden. 

Die Anträge finden Sie auf dem Onlineportal der Sächsischen Aufbaubank. Bis 31. Mai können die Hilfen beantragt werden. 

Kredite und Bürgschaften: Es soll pro Antragsteller bei einer Laufzeit von acht Jahren zwischen 50.000 und 100.000 Euro Hilfen geben. Wie viel Geld über den geplanten Hilfsfonds vergeben werden soll, ist laut Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) zufolge noch unklar.

Unternehmen mit Sitz in Sachsen mit bis zu fünf Mitarbeitern können die Hilfe in Anspruch nehmen, wenn sie Umsatzrückgänge nachweisen können und eine wirtschaftliche Notlage ausschließlich aufgrund der Corona-Krise erleiden.

Innerhalb eines Tages will die Sächsische Bürgschaftsbank künftig über den Kreditwunsch eines betroffenen Unternehmers entscheiden können. Die Bürgschaften sollen für bis zu 90 Prozent des Darlehens vergeben werden. Geholfen werden soll somit bis zu 12.000 Unternehmen. 

Steuer: Die sächsischen Finanzämter üben sich in Zurückhaltung, sagte Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU). Betroffene Unternehmen können auf Antrag von Vorauszahlungen zur Einkommen- und Körperschaftssteuer befreit werden. Zudem ließen sich fällige Steuerzahlungen stunden. Säumniszuschläge können erlassen werden. 

Ansprechpartner: Die Sächsische Aufbaubank-Förderbank (SAB) bietet eine kostenlose Beratung, Telefon: 0351/4910-1100. Fragen werden auch unter der E-Mail corona@sab.sachsen.de beantwortet.

Sachsen-Anhalt

Die Landesregierung sicherte Unternehmen Hilfen zu, auch wenn der genaue Umfang bisher nicht bekannt ist. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) forderte Unternehmer zunächst dazu auf, sich an die Hausbank zu wenden. Aktuelle Informationen finden Sie auf der Webseite des Landeswirtschaftsministeriums.

Soforthilfen: Diese Hilfen vom Land Sachsen-Anhalt können Sie als Unternehmer beantragen:

  • bis zu 25 Beschäftigte: maximal 20.000 Euro
  • bis zu 50 Mitarbeiter: bis zu 25.000 Euro

Kredite und Bürgschaften: Die Kreditlaufzeiten für bei den Landesförderbanken neuaufgenommene Kredite werden verlängert, Tilgungen werden ausgesetzt – und zusätzliche Beträge abgesichert. So soll die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt über 200 Millionen und die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-​Anhalt knapp 400 Millionen Euro an Darlehen absichern. Bei der Bürgschaftsbank können online Express-Bürgschaften beantragt werdenDiese werden mit bis zu 70 Prozent besichert. 

Steuererleichterungen: Auch die Finanzämter in Sachsen-Anhalt sollen sich milde bei von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen zeigen: Betroffene Unternehmen können auf Antrag von Vorauszahlungen zur Einkommen- und Körperschaftssteuer befreit werden. Zudem ließen sich fällige Steuerzahlungen stunden, Säumniszuschläge können erlassen werden. Es werde empfohlen, frühzeitig Kontakt zu den Finanzämtern aufzunehmen.

Ansprechpartner: Die Hotline für Betriebe in Sachsen-Anhalt​: 0391/567-​4750 (Montag bis Freitag zwischen 8.30 und 16 Uhr). Unternehmen in Sachsen-Anhalt, die von der Verbreitung des Coronavirus wirtschaftlich betroffen sind, können sich bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt kostenfrei beraten lassen. Dafür steht eine Hotline zur Verfügung: 0800 56 007 57.


Schleswig-Holstein

Es ist ein Nothilfeprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro geplant. Es solle unter anderem existenziell gefährdeten Unternehmen helfen, kündigte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) an. 

Betroffene Unternehmen können bei Auftragsengpässen aufgrund der Corona-Krise zudem Überbrückungshilfen bei den Landesförderbanken beantragen. Dazu können Sie als Unternehmer sich auch direkt an Ihre Hausbank wenden, die sich um den Rest kümmert.

Soforthilfen: Es gibt einen landeseigenen Topf mit Hilfen in der Höhe des Bundesprogramms. Das heißt: 

  • Bei bis zu fünf Beschäftigten können einmalig 9.000 Euro gezahlt werden
  • bei bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro.

Kredite und Bürgschaften: Alternativ können Sie sich direkt an die Förderprogramme der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), der Bürgschaftsbank oder der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft wenden. Der vom Land Schleswig-Holstein besicherte Rahmen für Darlehen durch Förderbanken wurde von fünf auf zehn Millionen Euro verdoppelt.

Steuerliche Entlastungen: Das Finanzministerium will Unternehmen zudem wie in anderen Ländern steuerlich entlasten. Wer nicht Solo-Selbstständig ist und Mitarbeiter hat, kann als betroffenes Unternehmen zudem bei seiner zuständigen Arbeitsagentur Kurzarbeitergeld beantragen (zu den Bedingungen siehe oben).

Ansprechpartner: Die Kontakte bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein für Betriebe sind Jürgen Wilkniß (E-Mail: juergen.wilkniss@bb-sh.de; Telefon: 0431/5938-133) und Matthias Voigt (E-Mail: matthias.voigt@ib-sh.de; Telefon 0431/9905-3330). 

Thüringen

Nach dem Vorbild der Hochwasserhilfe 2013 soll in Thüringen unter anderem ein Soforthilfeprogramm aufgelegt werden. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) rechnet damit, dass für das Hilfsprogramm etwa 80 Millionen bis zu 110 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden müssten. 

Soforthilfen: Über den Bund hinaus zahlt das Land:

  • Firmen mit bis zu 25 Mitarbeitern 20.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern: 30.000 Euro

Die Antragsunterlagen finden Sie ab sofort hier auf der Seite der Thüringer Aufbaubank. 

Kredite und Bürgschaften: Finanzministerin Heike Taubert (SPD) ruft durch die Corona-Krise in Existenznot geratene Unternehmer dazu auf, sich an ihre berufsständischen Vertretungen und die Thüringer Aufbaubank zu wenden.


Die Thüringer Aufbaubank informiert auf einer gesonderten Seite über Fördermittel für betroffene Unternehmen. Zudem bietet die Bürgschaftsbank Thüringen (BBT) verschiedene Bürgschaften. Beispielsweise mit der "klassischen Bürgschaft" übernimmt die BBT bis zu 80 Prozent des Kreditrisikos gegenüber der Hausbank.

Soforthilfen: Darüber hinaus sollen Klein- und Kleinstbetriebe sowie Freiberufler – je nach Unternehmensgröße – eine Entschädigung in Form einer Einmalzahlung von bis zu 30.000 Euro erhalten. Für die Soforthilfen müsse der Landtag einen Nachtragshaushalt verabschieden.

Ansprechpartner: Die eigene Hausbank oder die Thüringer Aufbaubank direkt, Telefon: 0361 7447 0 (Zentrale). Oder wenden Sie sich per E-Mail an: info@aufbaubank.de.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und AFP
  • Wirtschaftsministerien der Länder
  • Landesregierungen
  • Landesförderbanken
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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