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Coronavirus: Drei Tipps, wie Sie Ihren Lieblingsladen in der Krise retten können

Dramatische Umsatzeinbußen  

So helfen Sie Ihren Lieblingsläden durch die Corona-Krise

20.03.2020, 18:22 Uhr | Florian Schmidt, t-online.de

Coronavirus: Drei Tipps, wie Sie Ihren Lieblingsladen in der Krise retten können. Opfer der Corona-Krise: Die Eingangstüren einer Karstadt-Filiale sind mit einem Brett mit der Aufschrift "geschlossen" verriegelt.  (Quelle: dpa/Bernd Thissen)

Opfer der Corona-Krise: Die Eingangstüren einer Karstadt-Filiale sind mit einem Brett mit der Aufschrift "geschlossen" verriegelt. (Quelle: Bernd Thissen/dpa)

Die Corona-Krise trifft vor allem die Händler schwer, Läden und Kaufhäuser schließen, die Straßen verwaisen. Was kann man als Privatperson tun, um der lokalen Wirtschaft zu helfen?

Kaufhäuser, Juweliere, Bekleidungsläden – fast überall in Deutschland sind die Geschäfte wegen des Coronavirus inzwischen geschlossen. Viele Innenstädte sind wie ausgestorben, es wirkt, als sei jeden Tag Sonntag. Einzig Supermärkte und Apotheken sind noch offen, um die Versorgung mit den wichtigsten Dingen sicherzustellen.

Wer sich dagegen eine neue Jeans kaufen will, der hat Pech. Kunden können höchstens auf das Internet ausweichen. Am schlimmsten trifft es aber die Einzelhändler selbst. Zirka 1,15 Milliarden Euro Umsatz gehen dem deutschen Einzelhandel laut Handelsverband HDE verloren – und das pro Tag.

Handel wünscht sich Geldspritzen

Unlängst hat der Verband deshalb einen Forderungskatalog aufgestellt, der sich an die Politik richtet. Der Handel wünscht sich unter anderem zügige Soforthilfen, also Geldspritzen, für die Unternehmer. Außerdem sollten die Gewerbemieten für die Dauer der Schließungen ausgesetzt werden.


Doch nicht nur an die Vermieter appelliert der Verband jetzt. Auch die Kunden könnten einen Beitrag leisten, um ihre Lieblingsläden zu retten, damit sie während der Krise nicht pleite gehen und womöglich nie mehr öffnen.

"Viele Menschen bangen darum, dass gerade kleinere Läden durch die Krise in die Insolvenz getrieben werden", sagt HDE-Sprecher Stefan Hertel t-online.de. "Wer ihnen helfen will, kann das ganz leicht tun."

So können Sie als Privatperson Ihren "Lieblingsladen" retten

Zum Teil müssen Sie dafür nicht einmal Geld ausgeben, es reichen bisweilen ein paar Mausklicks. Konkret können Sie kleine Geschäfte in der Krise wie folgt unterstützen:

  • Gutscheine kaufen: Indem Sie das tun, zum Beispiel auf den Webseiten der Geschäfte, geben Sie dem Händler einen unkomplizierten Überbrückungskredit. Die Einnahmen helfen, dass er Miete und Angestellte weiter bezahlen kann. Einlösen können Sie den Gutschein, sobald der Laden wieder öffnet.
  • Online-Shopping: Noch ist die Paketauslieferung möglich. Was Sie nicht mehr im Geschäft erwerben können, lässt sich also nach Hause schicken. Geht es Ihnen um Ihren Lieblingsladen, ist dabei wichtig, dass Sie Ihre Einkäufe nicht nur bei den großen Plattformen wie Amazon erledigen – sondern direkt beim Einzelhandel. Denn auch viele kleinere Läden bieten inzwischen Lieferungen per Post an. Finden Sie auf den Webseiten der Läden keinen professionellen Online-Shop, können Sie Ihre Bestellung oft per Telefon, E-Mail oder Facebook aufgeben. Ein weiterer Tipp: Manche Händler bieten statt Waren im Netz inzwischen auch Dienstleistungen an – zum Beispiel Buchhändler, die Lesungen abhalten. Wenn Sie dafür spenden, hilft auch das den Geschäftsinhabern.
  • Bewertungen abgeben: Auch gänzlich ohne Geld können Sie Ihren Lieblingsladen unterstützen – zumindest moralisch. Viele Händler freuen sich nämlich sehr darüber, wenn Sie während der schwierigen Zeit über Online-Portale oder bei Google positive Bewertungen erhalten. Abseits dessen können gute Bewertungen mittelfristig auch bares Geld bedeuten. Denn wenn die Geschäfte wieder öffnen, haben sie dadurch womöglich mehr Zulauf neuer Kunden.

Das alles gilt für geschlossene Geschäfte. Doch auch die Mitarbeiter der Supermärkte, die weiter geöffnet sind, freuen sich über Hilfe. "Der Lebensmitteleinzelhandel kann jetzt jede helfende Hand gebrauchen", so Hertel. "Wer zuhause Langeweile hat und es sich zutraut, darf sich gerne in den Märkten melden und buchstäblich mitanpacken – zum Beispiel beim Befüllen der Regale."

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Handelsverband HDE

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