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Gegen Corona-Krise: Ökonomen warnen vor Helikoptergeld

Radikale Maßnahme in Corona-Krise  

Ökonomen warnen vor Schecks an die Bürger

Von Mauritius Kloft

20.03.2020, 19:28 Uhr
Gegen Corona-Krise: Ökonomen warnen vor Helikoptergeld. Wegen der Corona-Krise geschlossen: Um der angeschlagenen Wirtschaft auf die Beine zu helfen, wird das so gennante Helikoptergeld diskutiert. Davor warnen nun Ökonomen.  (Quelle: imago images/Andreas Gora)

Wegen der Corona-Krise geschlossen: Um der angeschlagenen Wirtschaft auf die Beine zu helfen, wird das so gennante Helikoptergeld diskutiert. Davor warnen nun Ökonomen. (Quelle: Andreas Gora/imago images)

Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor dem Einsatz von Helikoptergeld in der Corona-Krise. Stattdessen sollte auf andere Möglichkeiten zurückgegriffen werden. Doch welche sind das?

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat sich gegen Helikoptergeld ausgesprochen, um die Wirtschaft zu stimulieren. Das geht aus einem IW-Bericht vor, der t-online.de vorab vorliegt. Helikoptergeld ist ein direkter Transfer, der an die Bürger überwiesen wird. So sollen diese zum Konsum angeregt werden, was sich wiederum auf die Wirtschaft auswirken würde.

Die Ökonomen des arbeitgebernahen IW warnen jedoch vor dieser Art eines direkten Transfers. So heißt es in dem Bericht: "Helikoptergeld stellt einen weder effizienten noch adäquaten Ansatz dar." Es sei nicht zielgerichtet genug und bleibe "eine radikale Option, die erst genutzt werden sollte, wenn alle anderen Optionen der Geldpolitik und Finanzpolitik den gewünschten Erfolg nicht erzielt haben."

US-Präsident will jedem Bürger 1.000 Dollar überweisen

Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump für Aufsehen mit dem Vorschlag gesorgt, 1.000 US-Dollar an Erwachsene und 500 US-Dollar an Kinder überweisen. So solle die vom Coronavirus gebeutelte Wirtschaft angekurbelt werden. Im engeren Sinne handelt es sich dabei ohnehin nicht um Helikoptergeld. Denn das müsste direkt von einer Zentralbank – wie im amerikanischen Falle der Fed – geschaffen werden.

Statt Helikoptergeld spricht sich das IW in dem Bericht vor allem für Soforthilfen für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige aus. Diese sollten nach Möglichkeit sogar nicht zurückgezahlt werden müssen.

"Kein Unternehmer sollte durch Corona-Notkredite mittelfristig in die Insolvenz getrieben werden." Wichtig sei es deshalb, den Kleinstunternehmen glaubhaft zu versichern, dass Schulden beim Staat gestundet oder erlassen werden, sollten diese existenzbedrohend werden.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • IW-Kurzbericht 28/2020

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