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Coronavirus: Warnung vor "Pleitewelle unvorstellbaren Ausmaßes"

Handelskammern warnen  

"Pleitewelle unvorstellbaren Ausmaßes" wegen Corona

22.03.2020, 15:54 Uhr | dpa

Coronavirus: Warnung vor "Pleitewelle unvorstellbaren Ausmaßes". Zwei Mitarbeiter an einer Maschine: Der Industrie- und Handelskammertag warnt vor einer großen Pleitewelle und fordert Hilfen von der Regierung. (Quelle: imago images/Westend61)

Zwei Mitarbeiter an einer Maschine: Der Industrie- und Handelskammertag warnt vor einer großen Pleitewelle und fordert Hilfen von der Regierung. (Quelle: Westend61/imago images)

Die Industrie- und Handelskammern fürchten eine Insolvenzwelle wegen der Corona-Krise. Deshalb sollen Hilfen für notleidende Firmen komplett vom Staat gesichert werden – um die Unternehmen vor dem Bankrott zu schützen.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnt in der Coronavirus-Krise vor einer "Pleitewelle unvorstellbaren Ausmaßes". DIHK-Präsident Eric Schweitzer sagte am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur: "Deshalb wäre es in dieser Situation nur konsequent, wenn die Bundesregierung alle Hilfen jetzt mit einer Staatsgarantie von 100 Prozent absichert." Dann könnten die Banken vor Ort das Geld sofort und zinsgünstig weiterreichen.

Der am Sonntag bekannt gewordene, geplante Schritt der Bundesregierung, bei Kredit-Sonderprogrammen das staatliche Kreditrisiko von 80 auf 90 Prozent zu erhöhen, reicht dem DIHK nicht aus. Gelten soll dies für kleine und mittlere Firmen.

"Die betroffenen Unternehmen brauchen jetzt ganz schnell Liquidität", sagte Schweitzer. "Das im Kampf gegen die Corona-Pandemie erforderliche Aussetzen von Teilen des Wirtschaftslebens führt dazu, dass die Betriebe derzeit keinerlei Kreditwürdigkeit haben können."

Viele Unternehmen seien in der Krise nicht kreditwürdig

Wenn die Banken noch die Tragfähigkeit der Kredite und die geschäftlichen Zukunftsaussichten prüfen müssten, werde viel Zeit und Vertrauen in das "Schutzschild-Paket der Bundesregierung" verloren, sagte Schweitzer. "Das wäre fatal."

Der Staat sei in der Krise weiterhin kreditwürdig, alle privaten Akteure seien es nicht, so Schweitzer. "Deshalb müssen wir jetzt sehr pragmatisch handeln. Ich sehe bei allen Beteiligten den guten Willen, hier zu einer fairen Lasten- und Chancenverteilung zu kommen." Es müsse vermieden werden, nun hunderttausende eigentlich kerngesunde Unternehmen für immer zu verlieren.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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