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Rewe, Penny & Co.: Supermärkte zahlen Mitarbeitern Extrageld

"Schnell und unbürokratisch"  

Supermärkte zahlen Mitarbeitern Extrageld

24.03.2020, 17:47 Uhr | top, dpa

Rewe, Penny & Co.: Supermärkte zahlen Mitarbeitern Extrageld. "Engel des Alltags": Mitunter mit Plastikfolien schützen sich Supermarkt-Mitarbeiter derzeit bundesweit vor einer möglichen Ansteckung durch die Kunden.  (Quelle: dpa/Frank Molter)

"Engel des Alltags": Mitunter mit Plastikfolien schützen sich Supermarkt-Mitarbeiter derzeit bundesweit vor einer möglichen Ansteckung durch die Kunden. (Quelle: Frank Molter/dpa)

Ob an der Kasse oder im Lager – in der Corona-Krise stehen Mitarbeiter von Supermärkten unter starkem Druck. Nun zahlen erste Supermärkte Prämien. 

Auch in Deutschland wollen Supermärkte und Discounter offenbar das Engagement ihrer Beschäftigten in der Corona-Krise würdigen und ihnen Prämien zahlen. Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe will die Beschäftigten bei Rewe, aber auch bei der konzerneigenen Discounttochter Penny für ihren Einsatz in der Coronavirus-Krise mit einem Bonus belohnen. Dafür werde der Konzern über 20 Millionen Euro in die Hand nehmen, sagte ein Rewe-Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

"Das sind schnelle und unbürokratische erste Sofortmaßnahmen, um unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine klare Botschaft zu geben: Wir sagen nicht nur Danke für ihren unermüdlichen Einsatz in dieser schwierigen Ausnahmesituation, sondern wir honorieren ihr Engagement zugleich in finanziell spürbarer Weise", betonte der Sprecher. Der jeweilige Betrag ist etwa abhängig von der Funktion und davon, ob Vollzeit oder Teilzeit gearbeitet wird.

Frankreich: 1.000 Euro pro Mitarbeiter

In der Corona-Krise sind derzeit vor allem Lebensmittelgeschäfte und Drogerien geöffnet. In Frankreich haben erste Handelsketten bereits steuerfreie Prämien von 1.000 Euro für Verkäufer angekündigt. Nun ziehen Supermärkte in Deutschland nach. 

Die Bonuszahlung von Rewe werde als Guthaben auf die Mitarbeiterkarten gebucht. Das habe den Vorteil, dass der Betrag den Beschäftigten praktisch als Netto-Zahlung zugutekomme.

Auch bei Aldi Süd können sich die Beschäftigten vielleicht schon bald über eine Prämie freuen. "Wir machen uns derzeit Gedanken, wie wir uns bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz erkenntlich zeigen können", sagte ein Unternehmenssprecher.

Handelsverband mit Brief an die Bundeskanzlerin

Der Handelsverband Deutschland (HDE) schlug zuvor bereits Sonderzahlungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter "auf freiwilliger Basis" vor. Der Verband nannte keine Branchen und keine Zahlen.

Der HDE richtete in einem Brief den Appell an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die Sonderzahlungen von der Steuer zu befreien. Denn solche Sonderzahlungen könnten dazu führen, dass die Steuerlast der Beschäftigten sehr stark anwachse. Bei einer Steuerbefreiung "würde die finanzielle Entlohnung dafür, dass unsere Beschäftigten in der Krise den Laden am Laufen halten, ungeschmälert bei den Betroffenen ankommen."

Damit griff der HDE die Worte Merkels aus ihrer Fernsehansprache von vergangenen Mittwoch auf: "Wer in diesen Tagen an einer Supermarktkasse sitzt oder Regale befüllt, der macht einen der schwersten Jobs, die es zurzeit gibt. Danke, dass Sie da sind für ihre Mitbürger und buchstäblich den Laden am Laufen halten", hatte die Kanzlerin gesagt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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