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Ifo-Geschäftsklima-Index bricht ein: "Deutsche Wirtschaft steht unter Schock"

Angst vor Rezession  

"Deutsche Wirtschaft steht unter Schock"

25.03.2020, 14:35 Uhr | rtr

Ifo-Geschäftsklima-Index bricht ein: "Deutsche Wirtschaft steht unter Schock". Mitarbeiter in einer Fabrik: Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist eingebrochen, Deutschland erwartet eine Rezession. (Quelle: imago images/photothek)

Mitarbeiter in einer Fabrik: Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist eingebrochen, Deutschland erwartet eine Rezession. (Quelle: photothek/imago images)

Der deutschen Wirtschaft steht eine schwere Rezession bevor. Das prognostizieren Forscher des Ifo-Instituts in München. Wie hoch diese ausfällt, ist bislang aber unklar – ebenso wann sie wieder vorbei ist.

Die von der Corona-Krise ausgelöste Rezessionsangst in deutschen Unternehmen ist laut Ifo-Institut noch größer als gedacht. Der am Mittwoch veröffentlichte endgültige Geschäftsklimaindex für März fiel auf 86,1 Punkte von 96 Zählern im Februar. 

"Dies ist der stärkste jemals gemessene Rückgang im wiedervereinigten Deutschland und der niedrigste Wert seit Juli 2009", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest zu den aktualisierten Daten. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Schock."


Die Führungskräfte blickten deutlich pessimistischer auf die Lage und ihre Geschäftsaussichten. "Insbesondere die Erwartungen der Unternehmen verdüsterten sich wie nie zuvor."

Bereits vergangene Woche düstere Prognosen

Auf Basis vorläufiger Zahlen hatten die Münchner Ifo-Forscher vorige Woche bei der Umfrage unter rund 9.000 Managern einen Wert von 87,7 ermittelt. "Es ist davon auszugehen, dass es mindestens zwei Quartale lang eine schwere Rezession geben wird", sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe im Reuters-Interview. "Es kann im Gesamtjahr einen Einbruch beim Bruttoinlandsprodukt zwischen fünf und 20 Prozent geben, je nach Länge des Shutdowns."

Die Viruskrise wird laut Ifo-Institut hierzulande Produktionsausfälle in Höhe von Hunderten von Milliarden Euro auslösen und den Arbeitsmarkt wie auch den Staatshaushalt erheblich belasten. Je nach Szenario dürften laut Berechnungen der Wirtschaftsforscher Kosten in Höhe von 255 Milliarden Euro bis 729 Milliarden Euro auf Deutschland zukommen. Vor allem im zweiten Quartal rechnen Ökonomen mit einem Einbruch der Wirtschaftskraft.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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