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Wucherpreise in Corona-Zeiten: Ebay beschränkt Geschäft mit Toilettenpapier

Wucherpreise und Hamsterkäufe  

Ebay beschränkt Geschäft mit Toilettenpapier

Von Christopher Braemer

25.03.2020, 21:27 Uhr
Wucherpreise in Corona-Zeiten: Ebay beschränkt Geschäft mit Toilettenpapier. Begehrte Ware: Eine Mitarbeiterin räumt in einem Drogeriemarkt Toilettenpapier ein.   (Quelle: dpa/Sebastian Gollnow)

Begehrte Ware: Eine Mitarbeiterin räumt in einem Drogeriemarkt Toilettenpapier ein. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

Schutzmasken und Desinfektionsmittel: Viele Online-Händler profitieren von der Corona-Angst. Jetzt greift Ebay durch – und beschränkt unter anderem den Privatverkauf von Klopapier.

Eine Packung Atemmasken für 95,50 Euro, drei Päckchen Trockenhefe vom Discounter für 16,50 Euro, oder Klopapier für 50 Euro – solche kuriosen Angebote tummeln sich in Corona-Zeiten auf Online-Handelsplattformen wie Ebay und Amazon.

Horrende Preise auf ganz bestimmte Produkte – damit sorgen Online-Verkäufer dieser Tage regelmäßig für Aufmerksamkeit, auch in den Sozialen Medien. 

Mit Begriffen wie "Coronavirus Outbreak" (Coronavirus-Ausbruch) warben einige Händler jüngst gezielt auf Amazon oder Ebay, um ihre Produkte in diesen Zeiten unter den Mann zu bringen. 

Ebay beschränkt Handel zahlreicher Waren

Nach einiger Zeit des Beobachtens greift Ebay nun durch: Auf der Plattform dürfen seit kurzem nur noch Händler mit Gewerbeschein Toilettenpapier, Schutzmasken und Desinfektionsmittel anbieten. Das meldete Ebay nun auf seiner Webseite. "Sollten Verkäufer dennoch versuchen, mit diesen Artikeln bei Ebay zu handeln, werden ihre Angebote gelöscht", heißt es seitens des Unternehmens. Weitere Versuche von Privathändlern , diese Artikel bei eBay einzustellen, könnten zur Sperrung des eBay-Kontos führen.

Die Einschränkungen betreffen auch Babynahrung und Milch, die von Privatpersonen verkauft wird. Und Ebay kündigt an: Ab Donnerstag soll auch der Verkauf von Tampons, Baby-Feuchttücher und Windeln durch nicht zugelassene Händler strengeren Auflagen unterliegen.

Hygieneartikel und bestimmte Lebensmittel stark gefragt

Bestimmte Lebensmittel und Hygieneartikel sind in der Corona-Krise ganz besonders stark gefragt, wie auch das Statistische Bundesamt registriert. In der vergangenen Woche waren die Verkaufszahlen im Einzelhandel bei Seife mit einem Plus von 337 Prozent "mehr als viermal so hoch wie in den sechs Monaten zuvor", teilte das Amt am Mittwoch mit. Auch bei Toilettenpapier (plus 211 Prozent), Reis (plus 208 Prozent) und passierten Tomaten (plus 171 Prozent) war die Nachfrage deutlich größer als sonst.

Der Vorstand der NRW-Verbraucherzentrale, Wolfgang Schuldzinski, berichtete von zahllosen Verbraucheranfragen zur Corona-Pandemie. Er warnte vor "Krisengewinnern", die etwa infolge der Hamsterkäufe Toilettenpapier im Internet zu "horrenden Preisen" anböten.

Die Website der Verbraucherzentrale verzeichne mehr als 100.000 Zugriffe. Die Fragen gingen bis dahin, ob Ingwer ein Allheilmittel gegen das Coronavirus sei. Das sei Ingwer natürlich nicht.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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