Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Börse & Märkte > News > Eigene >

Digitales Arbeiten: Verändert das Coronavirus unser Arbeitsleben nachhaltig?


Digitales Arbeiten  

Verändert das Coronavirus unser Arbeitsleben für immer?

29.03.2020, 17:58 Uhr | top, dpa

Digitales Arbeiten: Verändert das Coronavirus unser Arbeitsleben nachhaltig?. Homeoffice: Um die Ausbreitung des Coronaviruses zu verlangsamen, arbeiten viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen von zu Hause aus.  (Quelle: dpa/Sebastian Gollnow)

Homeoffice: Um die Ausbreitung des Coronaviruses zu verlangsamen, arbeiten viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen von zu Hause aus. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

Teamviewer-Gespräche, Slack-Chats und Zoom-Calls: Das Arbeitsleben von immer mehr Menschen läuft seit Beginn der Corona-Krise digital ab. Verhilft die Pandemie dem Homeoffice in Deutschland zum Durchbruch?

Der Boom des Homeoffices durch die Corona-Krise beschert den Anbietern von Teamarbeit-Lösungen deutlichen Rückenwind. Digitales Arbeiten zuhause werde dadurch dauerhaft einen großen Schub bekommen, sagt Slack-Deutschlandchef Oliver Blüher. "Die Menschen erleben jetzt Möglichkeiten, die sie später weiter haben wollen."

Auch Microsofts Deutschland-Chefin Sabine Bendiek spricht von einem kollektiven Lernprozess, der die Berufswelt verändere. "Ich gehe davon aus, dass diese Veränderungen anhalten werden. Flexibles Arbeiten von zuhause wird zunehmend so alltäglich wie die Nutzung von Smartphone und Laptop."

Viele Anbieter von Web-Videokonferenzen, Messengern und anderer Software für Kommunikation und Teamarbeit erfahren aktuell enorme Nachfrage – im Homeoffice und als Alternative zu Dienstreisen. In Team-Plattformen wie Slack oder Microsoft Teams können Nutzer zu zweit und in Gruppen chatten, in Themenkanälen zusammenarbeiten, Dateien teilen sowie sich anrufen und per Video konferieren. 

Auch der deutsche Softwareanbieter Teamviewer mit seiner Fernsteuerungs- und Videokonferenzsoftware dürfte von vermehrtem Homeoffice profitieren.

Starker Anstieg der Nachfrage bei Slack

Slack-Chef und Mitgründer Stewart Butterfield verkündete gerade: Seit Anfang Februar habe Slack weltweit 9.000 zahlende Neukunden gewonnen, vorher waren es in einem ganzen Quartal 5.000. Insgesamt sind es demnach nun rund 120.000.

Allein von Mitte bis Ende März sei die Zahl zugleich aktiver Nutzer von 10,5 auf 12,5 Millionen gestiegen, so Butterfield. Einen mindestens vergleichbaren Zuwachs gebe es in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sagte der Slack-Deutschlandchef Oliver Blüher. "Wir sind mit der Geschäftsentwicklung mehr als zufrieden."

Deutscher Mittelstand vernetzt sich

Zumindest der Slack-Deutschlandchef Oliver Blüher ist sich sicher, dass das Homeoffice das Arbeitsleben in Deutschland nachhaltig verändern wird. Neben dem Trend zum Homeoffice entdeckten viele Unternehmen nun noch mehr die digitale Vernetzung in der Zusammenarbeit untereinander, ist Blüher überzeugt.

Das gelte besonders auch für den in Deutschland so bedeutenden Mittelstand. Die Großkonzerne wiederum seien in diesem Netzwerk die Knotenpunkte. Den Einstieg schafft Slack oftmals über die kostenlose Basisversion, die besonders bei Start-Ups beliebt ist.

Schärfster Wettbewerber vor allem in größeren Unternehmen ist Microsoft "Teams", das der Riese in Kombi mit dem Rundumpaket "Office 365" in den Markt drückt. "Das Interesse an Teams ist derzeit riesig – sowohl bei Unternehmen und Organisationen als auch in Bildungseinrichtungen und im privaten Umfeld", berichtet Bendiek. "Die Geschwindigkeit, mit der Menschen Video-Calls, virtuelle Meetings oder Screen-Sharing kreativ nutzen, ist beeindruckend."

Der Kanadier Butterfield hatte Slack 2013 gestartet und 2019 an die Börse gebracht – zuletzt lag die Aktie klar unter dem Ausgabekurs. Weltweit arbeiten gut 2.000 Menschen für Slack – aktuell auch alle im Homeoffice. Sitz für den deutschsprachigen Markt ist München.

Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg

Eine seiner größten Stärken im Wettbewerb sehe Slack in der Kooperation von Mitarbeitern intern und auch über Unternehmensgrenzen hinweg via die Kanäle ("Slack-Channels"). Konkurrenten seien – wie überall in der digitalen Welt – oft zugleich Partner, betonte Blüher. So gebe es bei Slack Integrationen in Microsofts Office-Welt oder zu Spezialisten für Videokonferenzen wie Zoom oder GoToMeeting.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche/Twitter

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal