Sie sind hier: Home > Finanzen > Corona-Krise >

Corona-Krise: Bonuszahlungen für Arbeitnehmer sollen steuerfrei sein

Für "Helden des Alltags"  

Extrageld in Corona-Krise soll steuerfrei sein

29.03.2020, 13:36 Uhr | dpa

Corona-Krise: Bonuszahlungen für Arbeitnehmer sollen steuerfrei sein . Wichtig in der Corona-Krise: Auch Pflegekräfte könnten in Zukunft steuerfreie Prämien vom Arbeitgeber erhalten.  (Quelle: dpa/Marijan Murat)

Wichtig in der Corona-Krise: Auch Pflegekräfte könnten in Zukunft steuerfreie Prämien vom Arbeitgeber erhalten. (Quelle: Marijan Murat/dpa)

Der Kassierer im Supermarkt, der Arzt im Krankenhaus oder der Lkw-Fahrer auf der Autobahn – sie stehen seit Beginn der Corona-Krise besonders unter Druck. Das soll honoriert werden – in Zukunft auch steuerfrei. 

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat angekündigt, in der Corona-Krise Bonuszahlungen für Arbeitnehmer bis 1.500 Euro steuerfrei zu stellen. "Viele Arbeitgeber haben bereits angekündigt, ihren Beschäftigten einen Bonus zahlen zu wollen. Als Bundesfinanzminister werde ich am Montag die Anweisung erlassen, dass ein solcher Bonus bis 1.500 Euro komplett steuerfrei sein wird", sagte Scholz der "Bild am Sonntag".

"Viele Arbeitnehmer sind täglich im Einsatz unter erschwerten Bedingungen, um uns zu versorgen – als Pflegekraft, an der Supermarktkasse, als Krankenhausarzt, hinterm Lkw-Lenkrad. Dieses Engagement sollten wir honorieren."

Prämien für Kassierer angekündigt

Der Handelsverband Deutschland hatte eine Steuerfreistellung von Sonderzahlungen für Mitarbeiter gefordert, auch Union und SPD im Bundestag hatten sich dafür ausgesprochen. In dieser Woche war angekündigt worden, dass unter anderem die Mitarbeiter von Aldi, Real und Lidl einen Bonus für ihren anstrengenden Einsatz in der Corona-Krise bekommen – aus steuerlichen Gründen in Form von Warengutscheinen.

Kritisch äußerte der Finanzminister sich über den Stopp von Mietzahlungen für Ladengeschäfte großer Firmen. "Es irritiert, wenn große Unternehmen einfach so einen Mietzahlungsstopp verkünden", sagte Scholz. "Jetzt ist die Zeit der Kooperation. Zu einer guten Geschäftsverbindung gehört auch, sich in schweren Zeiten miteinander zu verständigen. Mein Rat: Zusammensetzen und mit den Vermietern oder den Lieferanten gemeinsam überlegen, wie man durch diese Krise kommt."

Handelsketten wollen keine Miete mehr zahlen

Zuvor hatten bekannte Handelsunternehmen wegen der angeordneten Ladenschließungen die Mietzahlungen für ihre Filialen in Deutschland eingestellt. Darunter sind Handelsketten wie Deichmann und Hennes & Mauritz sowie Markenhersteller wie Adidas. Deichmann sprach von einer "präventiven Maßnahme, um die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten". Adidas gab an, privaten Vermietern von Filialen die Miete zu bezahlen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal