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Corona-Krise: Vermieter-Verband gegen Verzicht auf Mieteinnahmen

HDE-Forderung  

Vermieterverband wehrt sich gegen Verzicht auf Mieteinnahmen

03.04.2020, 16:05 Uhr
Corona-Krise: Vermieter-Verband gegen Verzicht auf Mieteinnahmen. Geschlossene Geschäfte am Berliner Kurfürstendamm: Der Vermieter-Verband "Haus & Grund" ist gegen einen Verzicht auf Mieteinnahmen, wie vom Handelsverband jüngst gefordert. (Quelle: imago images/STPP)

Geschlossene Geschäfte am Berliner Kurfürstendamm: Der Vermieter-Verband "Haus & Grund" ist gegen einen Verzicht auf Mieteinnahmen, wie vom Handelsverband jüngst gefordert. (Quelle: STPP/imago images)

Streit der Verbände: Der Vermieterverband wehrt sich gegen die Forderung des Handelsverbandes, auf die Hälfte der Mieteinnahmen zu verzichten. Stattdessen fordert er einen staatlichen Fonds, der beide Parteien entlasten soll.

Der Verband "Haus & Grund" lehnt es vehement ab, dass Vermieter auf 50 Prozent ihrer Mieteinkommen von Läden verzichten sollen. "Von dieser Idee halten wir gar nichts", sagte Alexander Wiech, Mitglied der Bundesgeschäftsführung, auf t-online.de-Anfrage. 

Handelsverbands-Chef Stefan Genth hatte im Interview mit t-online.de eine solche Lösung gefordert: "Die Vermieter müssen auf einen Teil ihrer Mieteinnahmen verzichten, sonst türmen sich erhebliche Schuldenberge bei den Händlern auf." Er halte es für fair, wenn 50 Prozent des Schadens durch Mietausfälle die Vermieter tragen. 

"Damit verlagern wir nur das wirtschaftliche Problem", sagte Wiech. Die Kosten liefen entsprechend weiter. "Viele private Vermieter können das nicht stemmen." Stattdessen fordert er einen staatlichen Fonds, aus dem die Mieten bezahlt werden sollen, sofern es keine individuellen Lösungen zwischen Mieter und Vermieter gebe.

Abwicklung des Fonds erst nach der Krise

"Der Staat sollte sich großzügig zeigen und 100 Prozent der Ladenmieten bezahlen." Das könne beide Seiten erst einmal entlasten. Die Zahlungen müssten möglichst unkompliziert fließen. "Eine Bedürftigkeitsprüfung ist hier nicht angebracht." Über eine mögliche Höhe des Fonds konnte Wiech jedoch nichts sagen. 

Solch ein Fonds müsste auf jeden Fall nach der Krise sauber abgewickelt werden. "Wir sollten dann in Ruhe schauen, wo die Zahlungen angebracht waren und wer dann dafür aufkommt", so Wiech.

Verwendete Quellen:
  • Gespräch mit Alexander Wiech

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