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Dax schließt oberhalb von 10.000 Punkten – Aufatmen an Frankfurter Börse

Erholung an der Börse  

Dax schließt oberhalb von 10.000 Punkten

06.04.2020, 19:54 Uhr | dpa

Dax schließt oberhalb von 10.000 Punkten – Aufatmen an Frankfurter Börse. Das Frankfurter Börsenparkett: Nach Wochen des Ausverkaufs stiegen deutsche Aktien am Montag wieder. (Quelle: Reuters)

Das Frankfurter Börsenparkett: Nach Wochen des Ausverkaufs stiegen deutsche Aktien am Montag wieder. (Quelle: Reuters)

Die Panik an der Frankfurter Börse scheint vorerst vorbei: Der deutsche Leitindex Dax hat am Montag im Plus geschlossen. Besonders gefragt waren Aktien der deutschen Autobauer.

Der von der Corona-Krise schwer gebeutelte Dax hat zum Wochenauftakt erneut den Sprung über die 10.000-Punkte-Marke geschafft. Beflügelt von weltweiten Hoffnungen auf eine Verlangsamung der Covid-19-Ausbreitung legte der Leitindex am Montag zum Handelsende um 5,77 Prozent auf 10.075,17 Zähler zu. Der MDax für mittelgroße Unternehmen gewann 3,71 Prozent auf 21.101,10 Punkte.

Am Wochenende wurden leicht sinkende Wachstumszahlen von Neuinfektionen und Todesfällen in Teilen der Europäischen Union gemeldet. Auch in anderen Ländern deutet sich eine Besserung der Lage an. In den USA bleibt die Situation aber angespannt.

Von der Wall Street gab es ab dem Nachmittag dennoch zusätzlichen Rückenwind für die Börsen in Europa. Der EuroStoxx 50 erholte sich damit zum Handelsende um rund 5 Prozent auf 2.795,97 Punkte. In Paris ging es für den französischen Leitindex Cac 40 ungefähr im gleichen Tempo bergauf. Der Londoner FTSE 100 gewann seinerseits rund 3 Prozent.

Die großen Kursverlierer der Crash-Phase führten am Montag eindeutig die Erholung an: Im Dax zählten MTU Aero Engines mit plus elf Prozent zu den größten Gewinnern. Der Kurs des Triebwerkherstellers hatte sich zuvor fast gedrittelt.

Anleger interessieren sich für Daimler, VW und BMW

Auch Papiere der Autobauer Volkswagen, Daimler, BMW und des Zulieferers Continental waren mit Aufschlägen von bis zu 14 Prozent von Schnäppchenjägern gesucht. Sie waren im Crash ebenfalls überdurchschnittlich stark abgestürzt. Lufthansa legten um fast neun Prozent zu.

Im MDax waren ebenfalls die Crash-Verlierer gesucht: Papiere von Thyssenkrupp, Hella und Fraport stiegen um zwischen 9 und 15 Prozent. Aktien des Batterieherstellers Varta gewannen neun Prozent. Hier machte die Berenberg Bank mehr als 60 Prozent Erholungspotenzial aus und riet zum Kauf.


Mit dem Handelskonzern Metro, dem Ticketvermarkter CTS Eventim und der Immobiliengruppe Dic Asset haben weitere Unternehmen wegen des Coronavirus die Jahresziele zurückgezogen oder gekürzt. DIC Asset hält aber am Dividendenvorschlag für 2019 fest. Während Metro-Aktien leicht nachgaben, stiegen CTS Eventim um 7 Prozent und DIC Asset um 9 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,45 Prozent am Freitag auf minus 0,43 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,06 Prozent auf 144,72 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,03 Prozent auf 171,96 Zähler zu. Der Eurokurs bewegte sich weiter kaum und lag zuletzt bei 1,0805 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,0791 Dollar festgesetzt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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