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Lufthansa: Deutsche Airline verliert eine Million Euro – pro Stunde

Angeschlagener Konzern  

Lufthansa verliert eine Million Euro – pro Stunde

09.04.2020, 16:23 Uhr | mak, AFP

Lufthansa: Deutsche Airline verliert eine Million Euro – pro Stunde. Lufthansa-Flugzeug auf dem Flughafen München: Die Corona-Krise kostet den Konzern eine Million Euro pro Stunde. (Quelle: imago images/Overstreet)

Lufthansa-Flugzeug auf dem Flughafen München: Die Corona-Krise kostet den Konzern eine Million Euro pro Stunde. (Quelle: Overstreet/imago images)

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus bleiben fast alle Flugzeuge der Lufthansa momentan auf dem Boden. Das schlägt sich auch in Zahlen nieder: Die Corona-Krise kostet den Konzern eine Millionen Euro – alle 60 Minuten.

Die Coronavirus-Pandemie macht der Lufthansa schwerer zu schaffen als ursprünglich gedacht. Diese Krise werde "deutlich länger dauern wird als wir uns das noch vor wenigen Wochen alle haben vorstellen können", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in einer internen Videobotschaft an die Mitarbeiter, die AFP am Donnerstag vorlag. Pro Stunde verliere die Lufthansa "ungefähr eine Million Euro" ihrer Liquiditätsreserven: "Tag und Nacht. Woche für Woche, und wohl auch noch Monat für Monat."

Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte diese Zahlen auf t-online.de-Anfrage. "Wie lange wir das durchstehen, kommt ganz darauf an, wann der Betrieb wieder anlaufen kann", sagte sie. Einen ungefähren Zeitpunkt zu nennen, sei unmöglich. "Möglich, dass es noch bis in den Sommer geht."

Pro Monat Kosten von mehr als 700 Millionen Euro

Auf eine Woche gerechnet entstehen der Lufthansa so also 168 Millionen Euro, auf den Monat April gerechnet sogar 720 Millionen Euro. Damit sei absehbar: "Diese immer länger andauernde Krise werden auch wir nicht ohne staatliche Unterstützung überstehen können", sagte Spohr in der Video-Botschaft weiter.

Er sei aber optimistisch, dass die Gespräche des Konzerns "in Bern, Berlin, Brüssel und Wien" zu guten und positiven Ergebnissen führen werden. Die Lufthansa verhandelt nicht nur in Deutschland, sondern wegen ihrer Töchter Swiss, Brussels Airlines und Austrian Airlines auch in der Schweiz, in Belgien und in Österreich über staatliche Hilfen.

Spohr dankte den Mitarbeitern, "dass wir in dieser einzigartigen Krise mit hohen finanziellen Reserven von über vier Milliarden Euro entgegentreten konnten". Das sei "Ihrer aller guten Arbeit der letzten Jahre zu verdanken". Ein Teil der Reserven gehörte allerdings auch "unseren Kunden, die bereits für die nächsten Monate geplante Flüge bezahlt haben", fügte der Konzernchef hinzu.

Lufthansa-Chef: "Größte Herausforderung unserer Geschichte"

Die Lufthansa habe mit einer radikalen Reduzierung des Flugbetriebes und zahlreichen Sparmaßnahmen wie der Kurzarbeit die Kosten bereits "massiv" gesenkt, sagte Spohr. Auf der anderen Seite stehe aber nur noch ein Bruchteil der üblichen täglichen Einnahmen zur Verfügung.

"Unsere Lufthansa befindet sich in einem Kampf um ihre zukünftige Aufstellung", sagte Spohr. "Es ist ohne Zweifel die größte Herausforderung, die wir in unserer 65-jährigen Geschichte jemals bestehen mussten."

Die Lufthansa hatte am Dienstag mitgeteilt, dass sie wegen der Krise ihre Tochter Germanwings schließt und die Flotte um mehr als 40 Flugzeuge schrumpft. Weltweit hat die Lufthansa für 87.000 von insgesamt 135.000 Beschäftigten und damit für rund zwei Drittel der Konzernbelegschaft Kurzarbeit angemeldet oder geplant.

Verwendete Quellen:
  • Gespräch mit Lufthansa-Sprecherin
  • Nachrichtenagentur AFP

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