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IWF-Prognose: Weltwirtschaft schlimm wie seit Großer Depression in 1930er-Jahren

IWF-Prognose  

Weltwirtschaft steht vor dramatischer Rezession

14.04.2020, 16:25 Uhr | rtr

IWF-Prognose: Weltwirtschaft schlimm wie seit Großer Depression in 1930er-Jahren . Ein Containerschiff im Hamburger Hafen: Die Weltwirtschaft könnte wegen Corona in eine schwere Rezession stürzen. (Quelle: imago images/Team2)

Ein Containerschiff im Hamburger Hafen: Die Weltwirtschaft könnte wegen Corona in eine schwere Rezession stürzen. (Quelle: Team2/imago images)

Das Coronavirus bringt die globale Wirtschaft in Bedrängnis: Der Internationale Währungsfonds befürchtet einen massiven Konjunktureinbruch – so schlimm wie seit der Großen Depression in den 1930er-Jahren nicht mehr.

Der Internationale Währungsfonds hat wegen der Corona-Krise seine Schätzungen für die Weltwirtschaft innerhalb weniger Monate so stark gesenkt wie nie zuvor. "Die Welt hat sich in den vergangenen drei Monaten dramatisch verändert", hieß es am Dienstag im IWF-Weltwirtschaftsausblick. 2020 werde vermutlich die schlimmste Rezession seit der Großen Depression in den 1930er-Jahren bringen.

"Diese Krise ist wie keine andere bisher." Die wirtschaftliche Lage sei noch schlimmer als in der Finanzkrise 2008/09. Für das nächste Jahr erwartet der IWF eine kräftige Erholung, räumt aber ein, dass diese Schätzung in erster Linie von der Dauer der Pandemie abhängt und am Ende auch Makulatur sein kann.

Die Weltwirtschaft wird laut IWF 2020 um drei Prozent schrumpfen. Damit wurde die Januar-Schätzung um satte 6,3 Punkte reduziert. In der Finanzkrise hatte die Weltwirtschaft in etwa stagniert, damals waren primär Industriestaaten betroffen. Doch jetzt sind de facto alle Länder in Mitleidenschaft gezogen.

Wirtschaft in der Eurozone dürfte um 7,5 Prozent schrumpfen

Positiv wertete der IWF die schnellen und umfangreichen Rettungsprogramme zahlreicher Regierungen, die sich auf mehrere Billionen Dollar summieren. Dazu kämen die Hilfen der Notenbanken rund um den Globus. Laut IWF sollte im zweiten Halbjahr eine allmähliche Erholung einsetzen. 2021 dürfte die Weltwirtschaft dann um 5,8 Prozent wachsen.

Für die USA als weltgrößte Volkswirtschaft erwartet der IWF 2020 ein Minus von 5,9 Prozent. Die Wirtschaft der Euro-Zone dürfte um 7,5 Prozent schrumpfen, Deutschlands Wirtschaftsleistung um sieben Prozent. Schlechter sieht die Lage in den besonders stark von der Pandemie betroffenen Ländern Italien und Spanien aus.

Hier rechnet der IWF mit einem Minus von 9,1 beziehungsweise 8,0 Prozent. Die Schwellen- und Entwicklungsländer dürften zusammen ein Prozent Wirtschaftsleistung verlieren.

Deutschland könnte sich 2021 wieder stark erholen

Besser sind die Schätzungen für China, wo die Einschränkungen des öffentlichen Lebens bereits wieder gelockert worden sind. Die Wirtschaft der Volksrepublik dürfte laut IWF 2020 um 1,2 Prozent wachsen – und 2021 um 9,2 Prozent. Auch für die anderen Länder erwartet der Fonds mehr oder weniger kräftige Erholungen – für Deutschland 2021 zum Beispiel ein Plus von 5,2 Prozent.

Die Pandemie könnte sich aber als dauerhafter herausstellen, hieß es im IWF-Bericht. Das sei momentan die größte Unbekannte in den Schätzungen. Sollte sich die gesundheitliche Lage 2021 nicht bessern, könnten die Schätzungen für die Weltwirtschaft im schlimmsten Fall um acht Prozentpunkte nach unten abweichen – dann würde sich die Rezession nächstes Jahr also fortsetzen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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