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Corona-Sonderregelung: Galeria Kaufhof klagt gegen NRW

Sonderregelung  

Ikea darf Geschäfte öffnen – Galeria Karstadt Kaufhof zieht vor Gericht

17.04.2020, 16:30 Uhr | fls, dpa

Corona-Sonderregelung: Galeria Kaufhof klagt gegen NRW. Flaggen vor dem Einrichtungshaus Ikea: Die schwedische Kette darf ihre Geschäfte öffnen – obwohl die weit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. (Quelle: imago images)

Flaggen vor dem Einrichtungshaus Ikea: Die schwedische Kette darf ihre Geschäfte öffnen – obwohl die weit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. (Quelle: imago images)

In NRW sorgen die Regelungen zur Öffnung von Geschäften für Verwirrung: Während Ikea teilweise wieder öffnen darf, müssen Warenhäuser geschlossen bleiben. Galeria Karstadt Kaufhof will deshalb klagen.

Die Essener Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof will in der Corona-Krise gerichtlich klären lassen, ob ihre Warenhäuser geschlossen bleiben müssen. Das Unternehmen wende sich in einem Eilverfahren gegen die Corona-Schutzverordnung, teilte das Oberverwaltungsgericht des Landes am Freitag in Münster mit.

Das Land hat Gelegenheit, dazu Stellung zu beziehen. Eine Entscheidung soll in dieser Woche nach Angaben des Gerichts nicht mehr fallen.

Ab Montag gelten neue Vorgaben für den Einzelhandel. Große Kaufhäuser wie Karstadt und Kaufhof müssen demnach weiterhin geschlossen bleiben.

Für Möbelhäuser gelten in Nordrhein-Westfalen Ausnahmen

Die von Bund und Ländern vorgegebene langsame Öffnung des Handels sieht nämlich vor, dass nur Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern ab Montag wieder unter bestimmten Sicherheitsauflagen öffnen dürfen. Mit dieser Regelung soll gewährleistet werden, dass nicht alle Läden auf einmal aufmachen und die Innenstädte dadurch wieder zu voll werden.

Allerdings hat das Land Nordrhein-Westfalen einen Sonderweg eingeschlagen: Es erlaubt zusätzlich die Öffnung von Möbelhäusern – darunter auch die der großen Kette Ikea – sowie von Babyfachmärkten. Mehrere Handelsketten und Verbände hatten bereits kritisiert, dadurch entstehe eine willkürliche Wettbewerbsverzerrung.

Nach Angaben einer Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts bezieht sich der Eilantrag der Kaufhauskette auf die bisherige Regelung der Corona-Schutzverordnung, in der die 800-Quadratmeter-Regelung noch nicht vorkam. Es sei aber möglich, dass die kommende Neuregelung beziehungsweise die Änderung der Schließungsregeln in das Verfahren einbezogen werde.

Ikea freut sich über Regelung

Bei Ikea zeigte man sich freudig überrascht von der Regelung. Man prüfe nun derzeit mit den Behörden, welche Schutzmaßnahmen für die Öffnung nötig seien. "Wir streben eine möglichst zeitnahe Eröffnung unserer Einrichtungshäuser in NRW an, werden aber gleichzeitig höchste Sicherheits- und Hygieneauflagen gewährleisten", sagte eine Ikea-Sprecherin.

Ob ein Neustart bei Ikea schon am Montag möglich sei, war zunächst unklar. Die schwedische Kette betreibt im bevölkerungsreichsten Bundesland elf Möbelhäuser.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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