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Corona-Krise: Ölpreis fällt auf tiefsten Stand seit 1998

Geringe Nachfrage  

Ölpreis fällt auf tiefsten Stand seit 1998

20.04.2020, 15:44 Uhr | fls, dpa-AFX

Corona-Krise: Ölpreis fällt auf tiefsten Stand seit 1998. Ein Ölfeld in Texas: Der Preis für amerikanisches Öl ist aufgrund der Corona-Krise stark gefallen. (Quelle: dpa/Jacob Ford/Odessa American)

Ein Ölfeld in Texas: Der Preis für amerikanisches Öl ist aufgrund der Corona-Krise stark gefallen. (Quelle: Jacob Ford/Odessa American/dpa)

Die Corona-Krise sorgt für einen starken Preissturz beim Rohöl. Der Grund: Mit der Konjunktur bricht auch die weltweite Produktion ein. In den Öllagern wird es immer enger.

Die Ölpreise sind am Montag deutlich gefallen. Amerikanisches Rohöl kostete mit 10,77 US-Dollar so wenig wie seit dem Jahr 1998 nicht mehr. Analysten erklärten den Einbruch sowohl mit dem starken Einbruch der Erdölnachfrage infolge der Corona-Krise als auch mit Zweifeln an der Reaktion großer Ölproduzenten auf die Krise. Als Folge der globalen Ölschwemme drohen zudem die Lagerkapazitäten knapp zu werden.

Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai 12,93 US-Dollar. Das waren 7,43 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Juni-Lieferung fiel auf 26,09 Dollar.

Weil der Mai-Kontrakt für WTI-Rohöl an diesem Dienstag ausläuft, verwiesen Marktanalysten auch auf typische Preisschwankungen vor einem Kontraktwechsel. Der folgende Juni-Kontrakt notierte am Montag deutlich höher bei 22,80 Dollar. Auch schwankte er nicht so stark im Preis wie der Mai-Future.

Erdöllager platzen aus allen Nähten

Grundsätzlich ist die Lage am Erdölmarkt durch ein viel zu hohes Angebot bei stark fallender Nachfrage gekennzeichnet. Die Corona-Krise sorgt für einen globalen Konjunktureinbruch, was eine rückläufige Öl-, Benzin- und Dieselnachfrage bewirkt.

Zwar haben große Erdölproduzenten wie Russland und Saudi-Arabien unlängst deutliche Förderkürzungen angekündigt. Experten zweifeln aber, ob die Reduzierungen ausreichen, um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen.

Insbesondere in den USA drohen die Erdöllager aus allen Nähten zu platzen. Seit Ende Februar sind die Lagerbestände im wichtigen Auslieferungsort Cushing um fast 50 Prozent gestiegen.

Als Folge fallen in der ölreichen Region Texas die gezahlten Abnahmepreise immer weiter. Es geht sogar die Furcht um, dass vereinzelt bald negative Preise bei Rohölabnahme fällig werden, falls die Lagerkapazitäten noch weiter schrumpfen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-afx

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