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Verdi wehrt sich gegen Sonntagszustellung bei DHL

In der Corona-Krise  

Verdi wehrt sich gegen Sonntagszustellung bei DHL

21.04.2020, 09:47 Uhr | dpa

. Ein DHL-Paketzusteller: Die Gewerkschaft Verdi will die Sonntagszustellung nicht. (Quelle: dpa/Oliver Berg/picture alliance)

Ein DHL-Paketzusteller: Die Gewerkschaft Verdi will die Sonntagszustellung nicht. (Quelle: Oliver Berg/picture alliance/dpa)

Weil viele Menschen in der Corona-Krise Pakete bestellen, plant die DHL eine Zustellung auch an Sonntagen. In Bayern gab es am Sonntag bereits eine solche Ausnahme. Verdi ist allerdings dagegen.

Die Gewerkschaft Verdi sieht keine Notwendigkeit für bundesweite Ausnahmeregelungen über eine Sonntagszustellung von Paketen. Ein Sprecher des Bundesvorstands sagte auf Anfrage der Deutschen Presse Agentur: "Aufgrund der bestehenden Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie ist in der Zustellung die Erreichbarkeit der Kundinnen und Kunden an den Werktagen sehr hoch. Sollte die Erforderlichkeit bestehen, aus Gründen des Gesundheitsschutzes regional die Zustellung am Sonntag zu organisieren, so muss dies vorher mit den örtlichen Betriebsräten abgestimmt werden."

Die Sonntagszustellung könne aber kein Ersatz für benötigtes Personal sein, sagte der Sprecher. "Der Schutz der Beschäftigten muss jetzt an erster Stelle stehen, denn die Belastung der Beschäftigten ist bereits jetzt extrem hoch."

Die Deutsche Post bemüht sich um eine Sonntagszustellung von Paketen. Ein Sprecher hatte gesagt: "Derzeit erleben Deutsche Post und DHL mit rund neun Millionen Paketsendungen pro Tag ein Aufkommen wie sonst nur an den stärksten Tagen vor Weihnachten." Das sei eine Steigerung von mehr als 40 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr um diese Zeit.

In Bayern gab es bereits eine Ausnahmeregelung

Die Paketmenge habe einen Umfang, der eine Zustellung an Sonntagen im Interesse der Kunden erforderlich machen könnte. Bleibe dies so, wolle man sich in Regionen mit besonders starker Nachfrage um Sonderregelungen bemühen.

In Bayern gab es eine solche Ausnahmeregelung am vergangenen Sonntag zum ersten Mal in der Geschichte der DHL: Rund 400 Mitarbeiter waren am vergangenen Sonntag unterwegs, um mehr als 50.000 Pakete an private Haushalte auszuliefern, wie das Unternehmen mitteilte.

Das Bayerische Arbeitsministerium habe eine entsprechende Genehmigung erteilt. Mit der Aktion seien Transportkapazitäten von rund 50 Lastwagen-Ladungen freigeworden, teilte das Unternehmen mit.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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