Sie sind hier: Home > Finanzen > Corona-Krise >

Corona-Krise: Jedes fünfte Unternehmen in Deutschland plant Stellenabbau

Corona-Krise  

Jedes fünfte Unternehmen in Deutschland plant Stellenabbau

23.04.2020, 10:40 Uhr | fls, rtr

Steinmeier: "Die Krise erschüttert manche Branchen besonders"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier äußert sich zu den Herausforderungen und Schwierigkeiten für die Wirtschaft in der Corona-Pandemie und sich daraus ergebenden gesellschaftlichen Fragen. (Quelle: Bundespräsidialamt)

"Die Krise erschüttert manche Branchen besonders": So schätzt Frank-Walter Steinmeier die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der Corona-Pandemie ein. (Quelle: Bundespräsidialamt)


Eine neue Umfrage unter Firmen zeigt, wie stark die Corona-Krise der deutschen Wirtschaft zusetzt. Demnach planen zahlreiche Unternehmen einen Abbau von Arbeitsplätzen. Fast jede zweite Firma nutzt Kurzarbeit.

Fast ein Fünftel der deutschen Unternehmen plant dem Ifo-Institut zufolge im Zuge der Virus-Krise einen Stellenabbau. 18 Prozent der Firmen wollten Mitarbeiter entlassen oder befristete Verträge nicht verlängern, teilte das Institut am Donnerstag unter Berufung auf seine April-Umfrage mit. Fast 50 Prozent der Firmen würden Kurzarbeit fahren.

"Für viele Unternehmen ist Kurzarbeit ein Mittel der Wahl, um kurzfristige Umsatzausfälle abzufedern und ihre Belegschaft zu halten", erklärte der Leiter der ifo-Befragungen, Klaus Wohlrabe.

Einen Stellenabbau planten in der Industrie und bei den Dienstleistern jeweils 20 Prozent, im Handel 15 Prozent und nur zwei Prozent auf dem Bau, hieß es. Im Handel befänden sich Mitarbeiter derzeit bei 55 Prozent der Unternehmen in Kurzarbeit, in der Industrie bei 53 Prozent, bei Dienstleistern 48 und auf dem Bau 37 Prozent.

Unternehmen rechnen mit vier Monaten Einschränkungen

Für einen Antrag auf Kurzarbeit müssten zunächst Überstunden und Zeitguthaben abgebaut werden. Diese Maßnahmen hätten 69 Prozent der Firmen veranlasst.

84 Prozent der Unternehmen spürten einen Umsatzrückgang, nur vier Prozent einen Anstieg. 45 Prozent erwarteten, dass der Rückgang in Zukunft teilweise nachgeholt werden könne. Lieferprobleme bei wichtigen Vorprodukten erlebten 41 Prozent der Firmen in der Industrie und 53 Prozent im Handel.


Steuerstundungen oder eine Verringerung der Vorauszahlungen würden derzeit 36 Prozent nutzen, weitere 32 Prozent planten dies. 46 Prozent wollten Investitionen verschieben. Im Schnitt würden die Unternehmen damit rechnen, dass die Einschränkungen des öffentlichen Lebens rund 3,9 Monate lang dauern.

Drei von vier Firmen nutzen Homeoffice stärker

Im Schnitt rechnen die Unternehmen damit, dass die Einschränkungen des öffentlichen Lebens rund 3,9 Monate lang dauern. Schließungen und Produktionsstopp erleben 15 Prozent der Firmen, darunter 23 Prozent im Handel, 19 Prozent in der Industrie sowie 12 Prozent auf dem Bau und 10 Prozent bei den Dienstleistern.

Aufwind erfährt bei zahlreichen Firmen in der Corona-Krise lediglich das Homeoffice. 76 Prozent der Unternehmen reagierten auf die Krise mit einer stärkeren Nutzung dieses Instruments. Das betrifft 87 Prozent der Firmen in der Industrie, 76 Prozent der Dienstleister, 67 Prozent auf dem Bau und 60 Prozent im Handel.

Verwendete Quellen:
  • Ifo-Pressemitteilung
  • Nachrichtenagentur Reuters

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal