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Corona-Maßnahme: Ryanair-Chef hält leere Mittelreihe in Jets für "idiotisch"

Schutz vor Ansteckung  

Ryanair-Chef hält leere Mittelreihe in Jets für "idiotisch"

23.04.2020, 20:50 Uhr | mak, AFP, dpa

Corona-Maßnahme: Ryanair-Chef hält leere Mittelreihe in Jets für "idiotisch". Ryanair-Chef Michael O'Leary: "Wir können mit einer Auslastung von 66 Prozent kein Geld verdienen." (Quelle: imago images/Hans Lucas)

Ryanair-Chef Michael O'Leary: "Wir können mit einer Auslastung von 66 Prozent kein Geld verdienen." (Quelle: Hans Lucas/imago images)

Der Chef des Billigfliegers Ryanair wehrt sich gegen die Idee, die mittlere Sitzreihe frei zu lassen – zum Schutz vor einer Corona-Ausbreitung. Der Lufthansa wirft er derweil Missbrauch von Staatshilfen vor.

Der Chef der irischen Billigfluglinie Ryanair, Michael O'Leary, will nicht mit leeren Sitzen fliegen: Die Idee, zur Abstandswahrung die Sitze in der Mittelreihe frei zu lassen, sei "idiotisch", sagte der Manager der "Financial Times" vom Donnerstag. "Wir können mit einer Auslastung von 66 Prozent kein Geld verdienen."

Sollte die irische Regierung die freien Sitze zur Auflage machen, müsse sie dafür zahlen – "sonst fliegen wir gar nicht", sagte O'Leary weiter. Der Manager ist für seine kontroversen Meinungsäußerungen bekannt.

Der Ryanair-Chef schlug vor, Europa solle dem Beispiel Asiens folgen und "effektivere Maßnahmen" für die Branche beschließen: Passagiere sollten zum Tragen einer Maske verpflichtet, ihre Temperatur sollte am Flughafen gemessen werden. Gleichzeitig äußerte O'Leary die Hoffnung, dass die Reisebeschränkungen im Juli gelockert werden und bis Oktober 80 Prozent der Maschinen wieder fliegen.Ryanair-Maschine auf dem Frankfurter Flughafen: Der Chef der Airline, Michael O'Leary, hält leere Sitzplätze zur Abstandswahrung für "idiotisch". (Quelle: dpa/Andreas Arnold)Ryanair-Maschine auf dem Frankfurter Flughafen: Der Chef der Airline, Michael O'Leary, hält leere Sitzplätze zur Abstandswahrung für "idiotisch". (Quelle: Andreas Arnold/dpa)

Ryanair-Chef wirft Lufthansa Missbrauch der Staatshilfen vor

Ryanair werde wahrscheinlich deutlich länger als jede andere Airline überleben, sagte der Airline-Manager dem "Handelsblatt". Mögliche Staatshilfen für sein Unternehmen schloss O'Leary aus. Gleichzeitig warf er der Lufthansa vor, die Corona-Krise zu missbrauchen. "Ich denke, dass Fluggesellschaften wie Lufthansa und Air France die Covid-Krise nutzen, um sich mit unglaublich hohen Summen vom Staat zu bereichern", sagte er dem "Handelsblatt".

Der Manager räumte ein, dass das staatliche Kurzarbeitergeld in vielen europäischen Ländern die finanzielle Situation seines Unternehmens verbessert. Im Winter sei dennoch ein Stellenabbau von 10 bis 20 Prozent "fast unvermeidlich".

An seinen Kampfpreisen wird der größte Billigflieger Europa festhalten, kündigte O'Leary an. "Wenn wir wieder fliegen dürfen, werden alle Airlines unter Druck stehen, ihre Flugzeuge zu füllen."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP und dpa

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