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Lidl, Aldi & Co.: Discounter bieten Schutzmasken zum Selbstkostenpreis an

Verzicht auf Marge  

Discounter bieten Schutzmasken zum Selbstkostenpreis an

02.05.2020, 18:08 Uhr | mak, dpa

Atemschutzmaske in fünf Schritten selbst nähen

Atemschutzmasken sind derzeit weltweit Mangelware. Gut, wenn Sie etwas handwerkliches Geschick mitbringen. In diesem Video zeigt Ihnen t-online.de, wie Sie sich in fünf Schritten selbst eine Maske nähen können. (Quelle: t-online.de)

Anleitung in der Corona-Krise: Im Video zeigen wir Ihnen, wie Sie einen Mundschutz selbst herstellen können. (Quelle: t-online.de)


In allen Bundesländern gibt es eine Mundschutzpflicht in Geschäften. Viele Handelsketten bieten jetzt Einwegmasken an – Aldi Süd und Lidl sogar zum Selbstkostenpreis.

Erste Handelsketten in Deutschland bieten seit dieser Woche Schutzmasken "zum Selbstkostenpreis" an. Aldi Süd begann am Mittwoch in ersten Filialen mit dem Verkauf von 10er-Sets, wie eine Unternehmenssprecherin mitteilte. Der Konkurrent Lidl wird nach eigenen Angaben ab Donnerstag in allen rund 3.200 Filialen Einwegmasken verkaufen. Auch andere Ketten wollen den Mund-Nase-Schutz rasch in ihr Angebot aufnehmen.

"Aufgrund der aktuellen Corona-Situation bietet Lidl die Vorratspackungen zum Selbstkostenpreis an", betonte der Discounter. Das 50er-Pack Einwegmasken soll 33 Euro kosten. Aldi Süd verzichtet nach eigenen Angaben ebenfalls auf eine Gewinnmarge und verkauft das 10er-Set für 6,99 Euro.

Selbstkostenpreis: Dieser Preis deckt nur die Kosten, die für ein Produkt anfallen. Das heißt: Kosten von Herstellung, Material oder Vertrieb sind enthalten, auf eine Gewinnmarge hingegen wird verzichtet.

Lidl verfügt nach eigenen Angaben zunächst über einen Vorrat von 14 Millionen Einwegmasken. Verkauft werde solange der Vorrat reicht – pro Einkauf und Kunde allerdings nur eine Packung.

Auch Aldi Nord will den Kunden bald Einweg- oder Textilmasken zum Kauf anbieten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Allerdings konnte der Discounter noch keine Auskunft zum Verkaufsstart oder zum Preis machen.

Rewe, Penny und toom wollen ebenfalls ab Samstag schrittweise mit dem Verkauf von Schutzmasken beginnen. Auch Edeka bringt nach eigenen Angaben Zug um Zug Masken in seinen Märkten in den Verkauf. 

Drogeriekette dm verkauft Masken beim Betreten der Läden

Auch die Drogeriemarktkette Rossmann will noch in dieser Woche in ersten Filialen Schutzmasken anbieten. Der Rossmann-Rivale dm beschränkt sich vorläufig noch darauf, Kunden ohne Schutzmasken vor dem Betreten der Läden einzelne Masken zum Preis von einem Euro zu verkaufen. "Ein regulärer Verkauf von Mundschutzmasken kann momentan in der derzeitigen Ausnahmesituation nicht gewährleistet werden", betonte dm-Chef Christoph Werner.

Die Beschaffung der Produkte sei aufgrund der weltweiten Nachfrage sehr schwierig. Die Mundschutzmasken der dm-Marke Mivolis seien bis auf Weiteres nicht mehr verfügbar, da diese in Frankreich produziert würden und daher von dem per Dekret beschlossenen Exportstopp für Atemschutzmasken der französischen Regierung betroffen seien.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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