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Umsatzeinbruch durch Corona: Deutsche Einzelhändler mit größtem Minus seit 2007

In Corona-Krise  

Deutsche Einzelhändler machen größtes Umsatzminus seit 2007

30.04.2020, 09:31 Uhr | rtr

Umsatzeinbruch durch Corona: Deutsche Einzelhändler mit größtem Minus seit 2007. Nahezu menschenleere Einkaufsstraße in Freiburg im Breisgau: Viele Einzelhändler haben wegen Corona deutlich weniger verkauft, viele Geschäfte waren oder sind noch geschlossen. (Quelle: imago images/Ralph Peters)

Nahezu menschenleere Einkaufsstraße in Freiburg im Breisgau: Viele Einzelhändler haben wegen Corona deutlich weniger verkauft, viele Geschäfte waren oder sind noch geschlossen. (Quelle: Ralph Peters/imago images)

Viele Läden mussten wegen der Corona-Pandemie schließen – oder haben noch geschlossen. Das wirkt sich auf ihr Geschäft aus: Die Einzelhändler verzeichnen einen drastischen Einbruch der Umsätze.

Die deutschen Einzelhändler haben im März wegen der Corona-Krise so starke Einbußen erlitten wie seit mehr als 13 Jahren nicht mehr. Ihr Umsatz fiel preisbereinigt um 5,6 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. "Das ist der stärkste Umsatzrückgang gegenüber einem Vormonat seit dem Januar 2007", erklärten die Statistiker.

Der Rückgang war allerdings weniger stark als befürchtet ausgefallen. Analysten waren im Schnitt von einem deutlich stärkeren Einbruch um 8,0 Prozent ausgegangen.

"Aufgrund der Geschäftsschließungen in der Corona-Krise sind die Umsätze in einzelnen Einzelhandelsbranchen im März 2020 stark eingebrochen", so das Statistikamt.

"Gleichzeitig sorgte die starke Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs zu erhöhten Umsätzen in anderen Bereichen, etwa in Supermärkten und Apotheken." So wuchs der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren um 11,8 Prozent im Vergleich zum März 2019.

Besonders Bekleidungsgeschäfte leiden in Corona-Zeiten

Dabei zog der Umsatz bei den Supermärkten, Warenhäusern und Verbrauchermärkten um 13,2 Prozent an. Getoppt wurde das noch vom Internet- und Versandhandel, der ein Umsatzplus von 13,7 Prozent schaffte.

Deutlich zeigt sich der Einfluss der Krise auch im hohen Umsatzplus der Apotheken sowie des Einzelhandels mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten: Sie zählten 8,3 Prozent mehr in den Kassen als im Vorjahresmonat.

"Den größten seit 1994 gemessenen Umsatzeinbruch verzeichnete der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren", ermittelte das Statistikamt. Hier haben sich die Umsätze im Vorjahresvergleich mehr als halbiert.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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