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Arbeitsmarkt: Zehn Mal mehr Kurzarbeiter als in der Finanzkrise

Negativ-Rekordwert  

Fast zehn Mal so viele Kurzarbeiter wie in der Finanzkrise

30.04.2020, 18:33 Uhr | mak, dpa

Arbeitsmarkt: Zehn Mal mehr Kurzarbeiter als in der Finanzkrise . Ein Azubi arbeitet an einer Drehbank (Symbolbild): Mehr als 10 Millionen Deutsche sind in Kurzarbeit. (Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser)

Ein Azubi arbeitet an einer Drehbank (Symbolbild): Mehr als 10 Millionen Deutsche sind in Kurzarbeit. (Quelle: Rupert Oberhäuser/imago images)

Deutschland in der Corona-Krise: Deutsche Firmen haben für 10,1 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet. Das sind mehr als zur Finanzkrise 2009. Und die Zahl der Arbeitslosen steigt ebenfalls.

Deutschlands Unternehmen haben in der Corona-Krise bis zum 26. April für 10,1 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet. Diesen Rekordwert gab die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg bekannt. 

Der bisherige Negativrekord stammt aus dem Mai 2009, als 1,44 Millionen Menschen in Kurzarbeit waren. Im gesamten Krisenjahr 2009 waren 3,3 Millionen Anzeigen für Kurzarbeit bei der Bundesagentur eingegangen.

"Die Corona-Krise dürfte in Deutschland zur schwersten Rezession der Nachkriegszeit führen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheele. "Dadurch gerät auch der Arbeitsmarkt stark unter Druck."

Arbeitslosenzahl im April erstmals seit Kriegsende gestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im April im Vergleich zum März derweil um 308.000 auf 2,644 Millionen Menschen gestiegen – erstmals in der Nachkriegszeit überhaupt. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent. Normalerweise sinkt die Arbeitslosigkeit in dieser Jahreszeit wegen der Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei parallel zum Anstieg der Arbeitslosigkeit und zum noch nie dagewesenen Niveau bei der Kurzarbeit regelrecht eingebrochen. Im April 2020 waren nur noch 626.000 unbesetzte Stellen bei den Arbeitsagenturen gemeldet, 169.000 weniger als noch vor einem Jahr. Saisonbereinigt sei die Zahl der offenen Stellen um 66.000 nach unten gegangen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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