Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Corona-Krise >

Betriebe bangen wegen Corona-Krise um Azubis

Corona-Krise  

Betriebe bangen um Azubis – Staatshilfen gefordert

04.05.2020, 11:20 Uhr

Betriebe bangen wegen Corona-Krise um Azubis. Ausbildung auf dem Bau (Symbolbild): Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf die Lehre. (Quelle: imago images)

Ausbildung auf dem Bau (Symbolbild): Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf die Lehre. (Quelle: imago images)

Die deutsche Wirtschaft sorgt sich in der Corona-Krise um die Zukunft der Ausbildung. Das könnte den Mangel an Fachkräften in bestimmten Berufen verschärfen. Welche Vorschläge die Wirtschaft nun hat.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat in der Corona-Krise einen finanziellen Bonus für Firmen gefordert, die zusätzliche Ausbildungsplätze anbieten. Möglich wären vom Bund eine Einmalzahlung oder Zuschüsse zur Vergütung im ersten Ausbildungsjahr.

Das hat der DIHK in einem in einem 10-Punkte-Programm festgehalten. Damit soll auch in den schwierigen Corona-Zeiten die Ausbildung gesichert werden. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet.

In der Corona-Pandemie stünden die Unternehmen vor enormen Herausforderungen, heißt es. Betroffen seien nicht zuletzt viele der über 400.000 Ausbildungsbetriebe, besonders in Hotel und Gastronomie, Tourismus und Einzelhandel, aber auch in großen Teilen der Industrie.

Sorgen auch bei Handwerksbetrieben

"Wenn Einnahmen fehlen und Berufsschulen geschlossen sind, geraten bestehende Ausbildungsverhältnisse in Gefahr, und die Sicherung von Ausbildungsangeboten für das kommende Ausbildungsjahr wird von Tag zu Tag schwerer."

Auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks hatte bereits von Problemen berichtet. Laut einer Umfrage beabsichtige jeder vierte der befragten Betriebe, sein Ausbildungsengagement zu reduzieren. Es müsse daher alles dafür getan werden, Ausbildungsbetriebe über Wasser zu halten, damit sie als Ausbildungsorte nicht wegbrechen.

Nur mit einer ausreichenden Anzahl neuer Lehrstellenangebote für das kommende Ausbildungsjahr könnten die Fachkräfte gesichert werden, die die Betriebe nach Überwinden der Krise nötiger denn je bräuchten, so der DIHK.

Azubis sollen insolvente Firmen leichter verlassen können

In dem 10-Punkte-Programm setzt sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag unter anderem dafür ein, virtuelle Lernangebote zu nutzen und auszubauen. Der Bund sollte Zuschüsse für digitales Lernen und die nötige technische Ausstattung nicht nur an bedürftige Schüler, sondern auch an Azubis zahlen.

Die Industrie- und Handelskammern wollten außerdem die Bundesagentur für Arbeit dabei unterstützen, Azubis aus insolventen Unternehmen in andere Betriebe zu vermitteln, in denen sie ihre Ausbildung fortsetzen und beenden könnten. Es sollte zudem ein Kurzarbeitergeld für Azubis eingeführt werde. Ausbildungsprüfungen sollten nachgeholt werden können.

In Regionen mit besonders angespanntem Ausbildungsmarkt sollten ferner die Partner vor Ort darüber entscheiden, bedarfsgerecht und vorübergehend außerbetriebliche Ausbildung zu ermöglichen. Für Jugendliche, die ihre favorisierte Berufsausbildung im kommenden Ausbildungsjahr nicht aufnehmen könnten oder sich beruflich orientieren wollten, sollten zeitlich begrenzt Angebote im gemeinnützigen Bereich wie das Freiwillige Soziale Jahr ausgebaut werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal