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Mineralölkonzern Repsol verpasst sich hartes Sparprogramm

Flaute auf Ölmarkt  

Mineralölkonzern Repsol verpasst sich hartes Sparprogramm

05.05.2020, 09:59 Uhr | dpa

. Autos warten vor einer Tankstelle von Repsol: Der spanische Mineralölkonzern reagiert auf die Krise mit einem Sparprogramm. (Quelle: dpa/Jorge Sanz)

Autos warten vor einer Tankstelle von Repsol: Der spanische Mineralölkonzern reagiert auf die Krise mit einem Sparprogramm. (Quelle: Jorge Sanz/dpa)

Die Corona-Krise hat die Preise für Erdöl stark sinken lassen. Zeitweise mussten Produzenten den Abnehmer sogar Geld bezahlen. Einer der größten Mineralölkonzerne reagiert jetzt mit einem harten Sparprogramm. 

Der spanische Ölkonzern Repsol will wegen der vielfältigen Herausforderungen auf dem Ölmarkt in diesem Jahr sparen. Das Management um Konzernchef Josu Jon Imaz habe ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem unter anderem die Betriebsausgaben zusätzlich um mehr als 350 Millionen Euro reduziert werden sollen, teilte Repsol am Dienstag in Madrid mit.

Die Investitionen sollen zudem um über eine Milliarde Euro gekürzt und das Betriebsvermögen um 800 Millionen Euro gestrafft werden. Die Maßnahmen würden die bisherigen Finanzpläne für 2020 ergänzen, hieß es. Die Aktie der Spanier legte kurz nach dem Handelsstart um rund neun Prozent zu.

Anbieter zahlten für die Abnahme

Repsol hatte bereits im Vorjahr einen hohen Verlust verbucht, nach einem Milliardenschweren Wertminderung im Zuge des erwarteten Ölpreisrückgangs,. Nun kam auch noch die Covid-19-Pandemie hinzu, die die Nachfrage habe einbrechen lassen, teilte der Konzern mit. Jüngst war zudem wegen des hohen Rohölangebots und der knapper werdenden weltweiten Lagerkapazitäten der Preis für einen Terminkontrakt auf Erdöl sogar kurzzeitig in den negativen Bereich gefallen, Anbieter zahlten Käufern also Geld für die Abnahme.

Die Ölpreiskapriolen hätten sich nun mit einem negativen Effekt von 790 Millionen Euro in den Büchern von Repsol bemerkbar gemacht. Unter dem Strich stand im ersten Quartal somit ein Verlust von 487 Millionen Euro. Der bereinigte Gewinn belief sich auf 447 Millionen Euro - ein Rückgang von rund 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Analysten hatten noch schlechtere Zahlen befürchtet.

Die Dividende im Wert von einem Euro je Aktie soll es aber weiterhin geben. 55 Cent davon will Repsol bereits im Juli ausschütten. Rapsol gehört zu den zehn größten Mineralölunternehmen der Welt. Seinen Hauptsitz hat die Firma im spanischen Madrid.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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