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Thomas-Cook-Pleite: Kunden bekommen nun Erstattung vom Bund

Nach Pleite  

Thomas-Cook-Kunden bekommen nun Erstattung vom Bund

06.05.2020, 11:33 Uhr | mak, AFP

Thomas-Cook-Pleite: Kunden bekommen nun Erstattung vom Bund. Eine Thomas-Cook-Maschine auf dem Flughafen Hurghada, Ägypten (Symbolbild): Kunden der insolventen Airline können jetzt Erstattung vom Bund beantragen. (Quelle: imago images/localpic)

Eine Thomas-Cook-Maschine auf dem Flughafen Hurghada, Ägypten (Symbolbild): Kunden der insolventen Airline können jetzt Erstattung vom Bund beantragen. (Quelle: localpic/imago images)

Gute Nachrichten für Reisende mit Thomas Cook: Sie können ab Mittwoch einen Antrag auf Entschädigung stellen. Um sie zu erhalten, gelten einige Voraussetzungen. Ein Überblick.

Kunden des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook können seit Mittwoch online eine Erstattung vom Bund beantragen. Auf der Homepage des Bundesjustizministeriums finden Sie die entsprechenden Antragsseiten.

Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) sagte der ARD: "Wir werden den Kundinnen und Kunden, die Schäden erlitten haben, aus Gründen des Vertrauensschutzes freiwillig die Differenz zwischen ihren Zahlungen und dem, was sie von anderer Seite zurückerhalten haben, ausgleichen." Laut Justizministerium sind dafür insgesamt 225 Millionen Euro vorgesehen.

Die Bundesregierung hatte im Dezember angekündigt, sie werde einspringen, weil die Insolvenzversicherung von Thomas Cook nicht ausreicht, um die Kunden zu entschädigen. Die deutsche Thomas Cook war durch die Pleite des britischen Mutterkonzerns in die Krise gerutscht und hatte Ende September Insolvenz angemeldet.

Diese Voraussetzungen müssen Kunden erfüllen

Die Haftung für den Kundengeldabsicherer, die Zurich-Versicherung, ist aber pro Geschäftsjahr gesetzlich auf 110 Millionen Euro begrenzt. Daher kommt Zurich nicht für alle geltend gemachten Ansprüche auf – sie erstattet den Kunden nur 17,5 Prozent.

Voraussetzung für eine Zahlung vom Bund ist laut Bundesjustizministerium, dass die Betroffenen ihre Ansprüche bereits bei der Zurich-Versicherung geltend gemacht und beim Insolvenzverwalter angemeldet haben. Übernommen werden nur die noch nicht erstatteten Kosten der Pauschalreise und etwaige Verpflegungs-, Unterkunfts- oder Transportausgaben, die Urlauber insolvenzbedingt vor Ort erneut zahlen mussten.

Anders sieht es aus, wenn die Betroffenen dagegen zusätzlich zum Reisevertrag ein Auto für Ausflüge gemietet hatten: Wenn sie das nicht nutzen konnten, kann dieser Betrag bei der Erstattung nicht geltend gemacht werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP
  • Bundesjustizministerium

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