Sie sind hier: Home > Finanzen > Corona-Krise >

Corona-Krise: Bundestag beschließt Hilfe für Studenten und Eltern

Elterngeld, Bafög, Zeitverträge  

Bundestag beschließt Hilfe für Studenten und Eltern

07.05.2020, 15:11 Uhr | dpa, AFP

Corona-Krise: Bundestag beschließt Hilfe für Studenten und Eltern. Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek: Zeitverträge von Wissenschaftlern sollen verlängert werden können. (Quelle: imago images/Christian Spicker)

Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek: Zeitverträge von Wissenschaftlern sollen verlängert werden können. (Quelle: Christian Spicker/imago images)

Viele Studenten haben wegen der Corona-Krise ihre Nebenjobs verloren. Der Bundestag hat deshalb eine Änderung beim Bafög beschlossen. Auch Eltern soll in der Pandemie geholfen werden.

Der Bundestag hat am Donnerstag Anreize für Bafög-Empfänger beschlossen, in der Corona-Pandemie in systemrelevanten Bereichen auszuhelfen. Wer in der aktuellen Krise neben Studium und Ausbildung eine Aufgabe im Gesundheits- oder Sozialwesen oder in der Landwirtschaft übernommen oder Arbeitszeit dort aufgestockt hat, dessen Einkünfte sollen nicht auf das Bafög angerechnet werden.

Das ausgezahlte Bafög soll trotz dieser Nebeneinkünfte unverändert hoch bleiben. Oppositionspolitiker kritisierten das Gesetz von Union und SPD scharf als "Scheinlösung" und sprachen von "unterlassener Hilfeleistung" für Studierende.

Zeitverträge können verlängert werden

Grüne, FDP und Linke forderten eine Öffnung des Bafögs unabhängig vom Einkommen der Eltern für Studentinnen und Studenten, die wegen der Krise ihren Job verloren haben und warfen Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) vor, die Betroffenen im Stich zu lassen.

Karliczek will diesen Studenten mit Krediten der staatlichen Förderbank KfW helfen. Das hatten auch Gewerkschaften scharf kritisiert und davor gewarnt, dass dieses Angebot Studenten aus Angst sich zu verschulden eher abschrecken würde.

Für Wissenschaftler werden Regeln zur Befristung von Verträgen gelockert, so dass beispielsweise Forschungsprojekte, die sich wegen der aktuellen Ausnahmesituation verzögern, weitergeführt werden können. Die maximal zulässige Befristungsdauer für Zeitverträge wird um sechs Monate verlängert.

Auch Änderungen beim Elterngeld beschlossen

Der Bundestag hat außerdem Änderungen beim Elterngeld beschlossen. So soll die Höhe der Leistung nicht dadurch gemindert werden, dass jemand vor dem Start in die Elternzeit wegen der Pandemie ein geringeres Einkommen hatte oder Ersatzleistungen wie Kurzarbeitergeld bezog.


Außerdem können Mütter und Väter in systemrelevanten Berufen ihre geplanten Elterngeldmonate verschieben. Wenn beide Eltern nach der Geburt des Kindes in Teilzeit arbeiten und dadurch vom sogenannten Partnerschaftsbonus profitieren, soll dies weiterhin gelten, auch wenn das Paar mehr oder weniger Stunden arbeitet als ursprünglich geplant.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal