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Ifo-Umfrage: Diese Branchen entließen viele Mitarbeiter wegen Corona

Neue Umfrage  

Diese Branchen kündigen besonders viele Mitarbeiter wegen Corona

11.05.2020, 09:59 Uhr | rtr

Ifo-Umfrage: Diese Branchen entließen viele Mitarbeiter wegen Corona. Ein Kellner: Besonders Restaurants und Bars kündigten Mitarbeiter. (Quelle: imago images/Cavan Images)

Ein Kellner: Besonders Restaurants und Bars kündigten Mitarbeiter. (Quelle: Cavan Images/imago images)

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus durften Gaststätten nicht öffnen. Deshalb mussten viele Restaurants Mitarbeiter entlassen oder haben befristete Verträge nicht verlängert. Auch in anderen Branchen sieht es düster aus.

Die Corona-Rezession wird einer Umfrage zufolge in vielen Branchen Jobs kosten. Beschäftigte zu entlassen oder befristete Verträge nicht zu verlängern, beschlossen im April bereits 58 Prozent der Betriebe in der Gastronomie, 50 Prozent in der Hotelbranche und 43 Prozent der Reisebüros, wie aus der am Montag veröffentlichten Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts hervorgeht.

In der Autobranche sind es demnach 39 Prozent. "Von nun an schlägt die Krise auf den deutschen Arbeitsmarkt durch", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Im Schnitt hätten bereits 18 Prozent der Betriebe Stellen abgebaut.


Überdurchschnittlich viele Kündigungen ausgesprochen wurden auch bei Vermittlern von Arbeitskräften (57 Prozent), bei Herstellern von Leder, Lederwaren und Schuhen (48), in Druckereien (30) und den Produzenten von Metallerzeugnissen (29). Weniger stark vom Job-Verlust bedroht sind Beschäftigte in Rechtsanwalts-, Wirtschaftsprüfer- und Steuerberater-Kanzleien (fünf Prozent), im Grundstücks- und Wohnungswesen (zwei Prozent), auf dem Bau (drei) und in der chemischen Industrie (fünf). In der pharmazeutischen Industrie wurden den Angaben nach bislang gar keine Jobs abgebaut.

Auch regional stellte das Ifo-Institut deutliche Unterschiede fest: Besonders viele Betriebe im traditionell industriestarken Baden-Württemberg streichen Jobs, dort sind es 22 Prozent, in Bayern sind es 20 Prozent. Besonders wenige sind es den Angaben zufolge im Saarland und in Rheinland-Pfalz mit jeweils elf Prozent.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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