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Laut Berichten: Bund will Bahn mit Milliarden helfen

Laut Berichten  

Bund will Bahn mit Milliarden helfen

11.05.2020, 11:28 Uhr | mak, dpa

Laut Berichten: Bund will Bahn mit Milliarden helfen. Leerer ICE: Die Deutsche Bahn plant nach Berichten eine große Erhöhung des Eigenkapitals. (Quelle: imago images/Ralph Peters)

Leerer ICE: Die Deutsche Bahn plant nach Berichten eine große Erhöhung des Eigenkapitals. (Quelle: Ralph Peters/imago images)

Der Bahn sind in der Corona-Krise viele Kunden weggebrochen, der größte Teil des Fahrplans blieb jedoch bestehen. Jetzt will der Staat die Bahn retten: Mit Milliarden. Unter anderem soll das Eigenkapital stark erhöht werden. 

Der Bund plant eine milliardenschwere Eigenkapitalerhöhung bei der Bahn, um wirtschaftliche Folgen infolge der Corona-Krise abzufedern. Außerdem soll die Verschuldungsgrenze angehoben werden. Das geht aus einem Papier hervor, das der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag. Zuvor hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe darüber berichtet.

Die Deutsche Bahn ist wegen der Belastungen in der Corona-Krise wirtschaftlich unter Druck geraten. Die Bahn hat ihr Angebot zurückgefahren, der größte Teil des Fahrplans wurde aber aufrechterhalten – um eine Grundversorgung aufrechtzuerhalten. Die Fahrgastzahlen aber sind eingebrochen.

In dem Papier von Verkehrs- sowie Finanzministerium wird für den gesamten Konzern aus heutiger Sicht ein liquiditätswirksamer wirtschaftlicher Schaden aus der Corona-Pandemie in Höhe von 11 Milliarden Euro in einem Basisszenario und von bis zu 13,5 Milliarden Euro in einem negativeren Szenario angenommen.

Eigenkapital soll stark erhöht werden

Bund und Bahn wollen nun gegensteuern. Unter dem Vorbehalt der beihilferechtlichen Prüfung durch die EU-Kommission ist der Bund laut Papier bereit, 80 Prozent der Schäden aus der Corona-Pandemie für den Konzern durch eine Eigenkapitalerhöhung bei der Bahn auszugleichen – dies seien derzeit geschätzt 6,9 Milliarden bis 8,4 Milliarden Euro.

Eigenkapitalerhöhung
Mit einer Eigenkapitalerhöhung versucht ein Unternehmen an Geld zu kommen, ohne fremdes Kapital in Form von beispielsweise Krediten, aufzunehmen. Beispielsweise müssen die Gesellschafter mehr Geld in das Unternehmen stecken – oder Aktionäre erwerben neue Aktien.

Außerdem soll die geltende Schuldenobergrenze von derzeit rund 25 Milliarden Euro ausgeweitet werden, die Bahn lag vor der Krise knapp darunter. Damit soll dem bundeseigenen Konzern mehr Spielraum gegeben werden, um Schäden aus der Corona-Krise durch zusätzliche Kredite vom Kapitalmarkt auszugleichen.

Vorstand bekommt keine Bonuszahlungen

Die Deutsche Bahn sichert laut Papier zu, im "Systemverbund Bahn" einen Beitrag in Höhe der Hälfte der entstehenden Lücke mit zu leisten, in Höhe von bis zu 5,1 Milliarden Euro. Der Schwerpunkt liege beim Personal- und Sachaufwand.

So soll der Konzernvorstand für das Jahr 2020 keine Bonuszahlungen erhalten. Zudem seien Auswirkungen auf die variable Vergütung der Vorstände von Tochtergesellschaften sowie für die Führungskräfte im Unternehmen zu erwarten. Erwartet wird dadurch ein Einsparungsvolumen in einer Größenordnung von 150 Millionen bis 180 Millionen Euro.

"Um die Krise gemeinsam und solidarisch zu bewältigen, sind alle Beteiligten gefordert, Teil der Lösung zu sein", heißt es in dem Papier. Nur so könne es gelingen, dauerhaft strukturelle Folgeschäden für den Konzern abzuwenden. Bei Investitionen solle nicht gespart werden, Vorhaben könnten aber zeitlich gestreckt werden.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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