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Prognose: Automarkt in China soll um ein Viertel schrumpfen

Folgen der Corona-Krise  

Prognose: Automarkt in China schrumpft um ein Viertel

11.05.2020, 12:56 Uhr | dpa, sle, t-online

Prognose: Automarkt in China soll um ein Viertel schrumpfen. Ein chinesischer Autohändler und eine Käuferin in einem Auto: In China wurden vergangenes Jahr rund 21 Millionen Autos verkauft. (Quelle: dpa)

Ein chinesischer Autohändler und eine Käuferin in einem Auto: In China wurden vergangenes Jahr rund 21 Millionen Autos verkauft. (Quelle: dpa)

China ist der wichtigste Einzelmarkt für deutsche Automobilhersteller. Durch die Corona-Krise brach der Absatz stark ein. Jetzt erholt sich der Markt leicht, doch die Prognose des chinesischen Herstellerverbandes ist düster.

Trotz einer deutlichen Erholung im April sind die Aussichten für den chinesischen Automarkt düster. Der chinesische Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) geht davon aus, dass der Absatz in China in diesem Jahr um bis zu 25 Prozent einbrechen könnte, wie er am Montag in Peking mitteilte. 

Sollte sich die Corona-Pandemie eindämmen lassen, werde ein Rückgang von rund 15 Prozent erwartet, hieß es weiter. Sofern die CAAM-Prognose zutrifft, würde der größte Automarkt der Welt 2020 das dritte Jahr in Folge schrumpfen.

Nach Jahrelangen Absatzsteigerungen, erreichte der Markt 2017 mit 24,72 Millionen verkauften Pkw seinen Höchststand. 2018 wurden noch 23,71 Millionen Pkw verkauft und 2019 waren es nur noch 21,44 Millionen.

Rückgänge in den nächsten Monaten erwartet

Im Februar war der chinesische Automarkt wegen der Corona-Krise regelrecht zusammengebrochen. Im März waren die Auswirkungen der Pandemie ebenfalls noch deutlich zu spüren und die Zahlen stark rückläufig.

Laut Zahlen des Herstellerverbands CAAM verzeichnete der Auto-Absatz auf dem chinesischen Markt im April noch ein leichtes Minus von 2,6 Prozent auf 1,54 Millionen Fahrzeuge. 

Auch der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) rechnet mit einem Rückgang in den nächsten Monaten. Allerdings lege die rasche Rückkehr der Nachfrage eine schnelle Erholung des Geschäfts in China nahe.

China will Autokonjunktur ankurbeln 

Nach dem Zusammenbruch um fast 80 Prozent im Februar und knapp 40 Prozent im März, fiel der Rückgang im April mit 5,5 Prozent auf 1,46 Millionen Pkw, SUV, Minivans und kleineren Mehrzweckfahrzeugen laut PCA im Vergleich zu den Vormonaten deutlich geringer aus. 

Die unterschiedlichen Zahlen der Verbände ergeben sich dadurch, dass andere Daten zur Berechnung zu Grunde liegen. Der Herstellerverband CAAM misst den Absatz der Hersteller an Händler, der Branchenverband PCA zählt den Verkauf an Endkunden.

Die Zahlen geben Anlass zu verhaltenem Optimismus. So könnte der weltgrößte Automarkt zu einer Aufholjagd ansetzen. Zumal die chinesische Regierung verschiedene Maßnahmen ergriffen hat, um die Autokonjunktur wieder anzukurbeln.

Handelsstreit belastet Automarkt

Im Zuge der Corona-Krise waren viele Werke dicht, auch Autohäuser hatten ihre Türen lange geschlossen. Das verschärfte die ohnehin schon vorhandene Flaute am chinesischen Automarkt massiv. Wegen des Handelsstreits mit den USA und der sich eintrübenden Konjunktur schwächelt Chinas Automarkt. So hatte der Markt unter anderem unter der anhaltenden Zurückhaltung der Käufer zu leiden.

Für die deutschen Autokonzerne Volkswagen Volkswagen Vz Aktie, Daimler Daimler Aktie und BMW BMW Aktie ist China der wichtigste Einzelmarkt. Die dortige Entwicklung nach dem Lockdown könnte ein Indiz dafür sein, wie sich das Kaufverhalten und die Märkte in Europa und Nordamerika nach der Corona-Krise entwickeln.

Erst kürzlich hatte der weltgrößte Autobauer Volkswagen mitgeteilt, dass der Konzern eine Nachfrageerholung auf dem chinesischen Markt erkennen könne. BMW hatte sich allerdings sehr vorsichtig gezeigt, was eine schnelle Erholung in Europa und Nordamerika nach chinesischem Vorbild angeht.

Aktuell befinden sich die Märkte in Europa und Nordamerika nahezu noch im freien Fall, da die Auswirkungen der Pandemie im Vergleich mit China erst mit Verzögerung zugeschlagen haben und die Werke in Europa, den USA und Mexiko erst nach und nach wieder anlaufen.

Verwendete Quellen:

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