Sie sind hier: Home > Finanzen > Corona-Krise >

Karstadt Kaufhof: Brief an Mitarbeiter – Entlassungen drohen

Brief an Mitarbeiter  

Bei Karstadt Kaufhof drohen Entlassungen

12.05.2020, 12:14 Uhr | sle, dpa

Karstadt Kaufhof: Brief an Mitarbeiter – Entlassungen drohen. Karstadt Schild und Fahnen: Der Stellenabbau wird von den Gewerkschaften kritisiert. (Quelle: dpa/Gelhot)

Karstadt Schild und Fahnen: Der Stellenabbau wird von den Gewerkschaften kritisiert. (Quelle: Gelhot/dpa)

Die geschlossenen Warenhäuser haben laut Konzernführung von Galeria Karstadt Kaufhof zu einem Umsatzverlust in Milliardenhöhe geführt. Das Unternehmen will deshalb Stellen abbauen. Gewerkschaften kritisieren den Vorstoß.

Die angeschlagene Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof bereitet ihre Mitarbeiter auf Standortschließungen und einen weiteren Stellenabbau im Zuge des Anfang April eingeleiteten Schutzschirmverfahrens vor. In einem Brief an die Mitarbeiter berichtete die Unternehmensführung am Montag, der gerichtlich bestellte Sachwalter Frank Kebekus und der Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz hätten klar gemacht, dass es angesichts der Corona-Krise "leider auch zu Standortschließungen und dementsprechend auch zu einem Arbeitsplatzabbau kommen muss".

Angaben zur Zahl der bedrohten Filialen oder der gefährdeten Arbeitsplätze machte das Unternehmen nicht. Zunächst hatte das "Manager Magazin" über den Brief berichtet.

Gewerkschaft spricht von Armutszeugnis

Noch Anfang März hatte sich René Benko, der nach der Fusion von Karstadt und Galeria Kaufhof mit seiner Signa-Gruppe die gesamte Warenhauskette übernahm, gegen weiteren Stellenabbau ausgesprochen. In dem zweiseitigen Schreiben betonte die Konzernführung nun, Galeria Karstadt Kaufhof habe während der Zeit der Komplettschließungen mehr als eine halbe Milliarde Euro an Umsatz verloren.

Aufgrund der anhaltenden Kaufzurückhaltung werde sich der Umsatzverlust wahrscheinlich sogar noch auf bis zu eine Milliarde Euro erhöhen. Deshalb seien weitere Sanierungsmaßnahmen nötig, um das Unternehmen nachhaltig gesund aufzustellen.

Antrag auf Schutzschirmverfahren

Bei der Gewerkschaft Verdi sorgte der Mitarbeiterbrief für Empörung. Der Verdi-Fachbereichsleiter Einzelhandel, Orhan Akman, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es ist ein Armutszeugnis, dass den Insolvenzverwaltern und der Unternehmensführung nichts anderes einfällt, als die Axt an die Personalkosten zu legen und Filialen zu schließen." Statt neue Kürzungsorgien einzuleiten, solle das Unternehmen lieber Wege finden, Beschäftigten und Filialen eine Zukunft zu bieten, verlangte der Gewerkschafter.

Bereits zu Beginn der Krise hatte Galerie Karstadt Kaufhof einen Antrag auf ein Schutzschirmverfahren gestellt. Das sollte das Unternehmen dafür schützen, Insolvenz anmelden zu müssen. Mehr dazu lesen Sie hier. Um Kosten zu senken, wollte die Warenhauskette bis Juni keine Miete mehr für Läden zahlen und hatte für zahlreiche Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal