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Deutsche Rentenversicherung: Corona-Krise wirkt sich auf deutsche Renten aus

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Corona-Krise wirkt sich auf deutsche Renten aus

12.05.2020, 15:39 Uhr | sle, dpa, t-online.de

Deutsche Rentenversicherung: Corona-Krise wirkt sich auf deutsche Renten aus. Gebäude der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd (Symbolbild): Die Corona-Krise wird an den Renten nicht spurlos vorbeigehen. (Quelle: dpa/Frank Hoermann)

Gebäude der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd (Symbolbild): Die Corona-Krise wird an den Renten nicht spurlos vorbeigehen. (Quelle: Frank Hoermann/dpa)

Viele Arbeitnehmer beziehen zurzeit Kurzarbeitergeld. Dadurch sind nicht nur die Löhne geringer – sondern auch die Beiträge für die Rentenversicherung. Ob es zu höheren Beiträgen kommt, ist noch unklar.

Die Corona-Pandemie wird auch an den deutschen Renten nicht spurlos vorbeigehen. Das sagte der Sprecher der Deutschen Rentenversicherung, Dirk von der Heide, am Dienstag in Berlin. 

"Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt wirken sich auf die gesetzliche Rentenversicherung nur in abgeschwächter Form aus, da auch bei Kurzarbeit und Arbeitslosengeldbezug weiterhin Beiträge entrichtet werden", erläuterte von der Heide.

Zur Berechnung der Rente wird beim Kurzarbeitergeld nur der tatsächlich gezahlte Verdienst angerechnet. Somit zahlen Arbeitnehmer im Monat weniger in die Rentenkasse als üblich. Wie groß die Abweichungen sind, zeigt eine Beispielrechnung, die Sie hier finden. 

Noch keine Vorausberechnungen möglich

Wie stark die Krise die Deutsche Rentenversicherung belasten wird, lässt sich noch nicht genau absehen. Dafür sei das Ausmaß der Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt noch nicht genau bekannt. So stünden erst in einigen Wochen genaue Daten der Bundesagentur für Arbeit zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Kurzarbeit zur Verfügung.

"Vorausberechnungen im Bereich der Rentenversicherung sind daher zurzeit mit deutlichen Unsicherheiten behaftet", argumentierte von der Heide. Von der Heide kritisierte konkret die Berechnungen der "Bild"-Zeitung vom DienstagDiese hatte vor Beitragserhöhungen gewarnt.

Laut von der Heide gehen die veröffentlichten Vorausberechnungen "offensichtlich an der Gesetzeslage vorbei. Anders als dort zitiert kann etwa der Beitragssatz in der Rentenversicherung wegen der im Gesetz festgelegten Haltelinien im Jahr 2025 nicht bei 22 Prozent liegen, sondern ist auf 20 Prozent begrenzt."

Für jetzige Rentner ändert sich allerdings erstmal nichts. Auch die für den 1. Juli in Aussicht gestellte Anhebung der Renten um 3,45 Prozent im Westen und um 4,20 Prozent im Osten sei laut von der Heide von der Krise nicht betroffen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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