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Corona-Krise: Commerzbank fährt Millionen-Verlust ein

Corona-Krise  

Commerzbank fährt Millionen-Verlust ein

13.05.2020, 14:18 Uhr | fls, dpa-AFX, rtr

Corona-Krise: Commerzbank fährt Millionen-Verlust ein. Die Commerzbank-Zentrale in Frankfurt: Das Geldhaus leidet unter den Auswirkungen der Corona-Krise. (Quelle: dpa/Arne Dedert)

Die Commerzbank-Zentrale in Frankfurt: Das Geldhaus leidet unter den Auswirkungen der Corona-Krise. (Quelle: Arne Dedert/dpa)

Die Commerzbank verliert in der Corona-Krise im ersten Quartal rund 300 Millionen Euro. Wegen zahlreicher Kredite muss die Bank viel Geld zur Seite legen.

Die Commerzbank hat wegen der Belastungen aus der Corona-Krise im ersten Quartal rote Zahlen geschrieben. Unter dem Strich stand ein Verlust von 295 Millionen Euro, teilte die Bank am Mittwoch mit. Im vergleichbaren Vorjahresquartal machte das Geldinstitut noch einen Gewinn von 122 Millionen Euro.

Der Verlust fällt damit größer aus als zuletzt gedacht. Analysten hatten zuvor mit einer Summe von 240 Millionen Euro gerechnet. Ein Grund dafür sind die gesunkenen Konzernerträge: Sie fielen mit 1,85 Milliarden Euro etwas geringer aus als die Experten angenommen hatten. Insgesamt bezifferte die Commerzbank die Corona-bedingten Belastungen auf 479 Millionen Euro.

Viele Rückstellungen für Kredite

Wegen der Corona-Krise rechnet die Commerzbank 2020 zusätzlich mit einem Anstieg der Risikovorsorge auf 1,0 bis 1,4 Milliarden Euro. Ein Grund dafür ist, dass sich in der Corona-Krise viele Unternehmen bei der Bank verschulden – und die Commerzbank Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle bilden muss. Allein im ersten Quartal musste die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle auf 326 (Vorjahreszeitraum: 78) Millionen Euro vervierfacht werden. 

Der Vorstand um Konzernchef Martin Zielke hatte bereits bei der Bilanzvorlage Mitte Februar angekündigt, dass das Management "weitere Einsparpotenziale" auslotet. Spekuliert wurde zuletzt in Presseberichten über eine deutliche Ausdünnung des Filialnetzes von 1.000 Standorten auf 400 bis 500 Geschäftsstellen.


Ab Mittwochmittag wird der Vorstand den Aktionären des seit der Finanzkrise teilverstaatlichten Instituts unter anderem erklären, warum selbst die zunächst angekündigte magere Dividende für das vergangene Geschäftsjahr nicht gezahlt wird. Die Hauptversammlung wird wegen der Coronavirus-Pandemie komplett als Online-Veranstaltung ausgerichtet

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters

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