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VW: Absatz-Einbruch – Produktion in Wolfsburg muss wieder gedrosselt werden

Absatz-Einbruch  

VW muss Produktion in Wolfsburg wieder drosseln

13.05.2020, 12:49 Uhr | rtr

VW: Absatz-Einbruch – Produktion in Wolfsburg muss wieder gedrosselt werden . Ein Mitarbeiter im Wolfsburger VW-Werk: Mund- und Nasenschutz sind am Fließband Pflicht. (Quelle: dpa/Swen Pförtner)

Ein Mitarbeiter im Wolfsburger VW-Werk: Mund- und Nasenschutz sind am Fließband Pflicht. (Quelle: Swen Pförtner/dpa)

Mit viel Aufsehen hatte VW zuletzt die Autofertigung in Wolfsburg wieder gestartet. Jetzt muss der Konzern die Produktion wieder drosseln. Grund dafür ist ein starker Absatzeinbruch wegen der Corona-Krise.

Volkswagen fährt die Bänder wegen des Corona-bedingten Absatzeinbruchs gut zwei Wochen nach dem Wiederanlauf teilweise wieder herunter. Im Stammwerk in Wolfsburg soll an insgesamt vier Tagen im Mai nicht produziert werden, wie der VW-Personalmanager Arne Meiswinkel in einem im Intranet des Autobauers veröffentlichten Interview sagte.

Für den 15., 20. 25. und 29. Mai seien sogenannte Schließtage vereinbart worden. Betroffen ist Insidern zufolge die Produktion der SUV-Modelle VW Tiguan und Seat Tarraco sowie des Kompaktvan Touran.

An diesen Tagen fällt außerdem in der Montage des neuen Golf 8 eine Schicht weg. "So passend und flexibel organisieren wir auch die Fahrweisen in den übrigen Werken der Volkswagen AG", sagte Meiswinkel.

Zwei Drittel weniger verkaufte Autos in Deutschland

VW hatte die Bänder in seinem größten europäischen Werk in Wolfsburg nach knapp sechswöchiger Zwangspause am 27. April unter strengen Hygienevorschriften angefahren. Die übrigen Werke in Deutschland sowie in Portugal, Spanien, Russland, Südafrika und Südamerika folgten sukzessive. In Deutschland sind rund 45.000 der anfangs 80.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit inzwischen an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt.

VW hatte im April wegen des Corona-Stillstands in Deutschland zwei Drittel weniger Fahrzeuge verkauft. Damit hatte sich der Heimatmarkt verglichen mit anderen europäischen Ländern noch einigermaßen gut gehalten.

Fast gar kein Absatz in Italien und Spanien

Europaweit fielen die Auslieferungen der Marke mit dem VW-Logo um mehr als 83 Prozent. In den am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern Großbritannien, Italien, Spanien und Frankreich wurden fast gar keine Autos verkauft. Im Mai kommt der Autohandel nur langsam in Gang.

Das Kfz-Gewerbe berichtet, die Geschäfte liefen äußerst schleppend. Um den Vertrieb anzukurbeln, legt VW ein Absatzprogramm auf, das günstige Leasing- und Finanzierungskonditionen beim Kauf eines Neu- oder Gebrauchtwagens sowie eine Versicherung zum Schutz der Ratenzahlungen bei Arbeitslosigkeit bietet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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