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VW kürzt wegen Corona Managergehälter zusammen

Deutscher Autokonzern  

VW kürzt wegen Corona Managergehälter zusammen

13.05.2020, 16:33 Uhr | fls, mak, dpa, rtr

VW kürzt wegen Corona Managergehälter zusammen. VW-Logo auf dem Volkswagen-Verwaltungszentrum in Wolfsburg: Der Konzern kürzt die Boni seiner Manager beträchtlich. (Quelle: imago images/Susanne Hübner)

VW-Logo auf dem Volkswagen-Verwaltungszentrum in Wolfsburg: Der Konzern kürzt die Boni seiner Manager beträchtlich. (Quelle: Susanne Hübner/imago images)

Rund 18.000 Führungskräfte von Volkswagen müssen sich wegen der Corona-Krise künftig auf ein geringeres Gehalt einstellen. So will der Konzern sparen – und gleichzeitig ein Zeichen an die Regierung senden.

Volkswagen setzt wegen der Auswirkungen der Corona-Krise den Rotstift bei den Managergehältern an: Das mittlere Management bei Volkswagen muss sich wegen der finanziellen Belastungen des Konzerns in der Corona-Krise auf ein geringeres garantiertes Gehalt einstellen.

Ende 2019 hatte das Unternehmen noch für etwa 18.000 Führungskräfte unterhalb der obersten Leitungsebene beschlossen, dass die zugesicherte Gesamtvergütung 2020 mindestens auf dem bisherigen Niveau bleiben und in den beiden Folgejahren dann auf 90 beziehungsweise 80 Prozent abschmelzen soll.

Dies wurde nun geändert: Schon für dieses Jahr seien nur 90 Prozent der Bezüge garantiert, hieß es am Mittwoch aus Konzernkreisen. Konkret heißt das: der sogenannte variable Lohn, der Bonus für 2020, der im kommenden Jahr ausgezahlt wird, sinkt. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet. Auf t-online.de-Anfrage bestätigte eine VW-Sprecherin die neue Regelung.

Bonuszahlungen könnten um ein Viertel niedriger ausfallen

Tatsächlich fallen die Abschläge bei den Boni höher aus, da das Fixgehalt nicht angetastet wird. Damit können die Boni Insidern zufolge um bis zu ein Viertel niedriger ausfallen.

Für 2021 und 2022 werde die Bestandssicherung wohl weiter abgesenkt – Details sollen jedoch erst im Herbst abschließend beraten werden. VW hatte nach dem Umbau des Systems für die Vorstände auch die Entlohnung weiterer hoher außertariflicher Gruppen umstrukturiert. Ziel ist eine stärkere Orientierung am "gemeinsamen Erfolg" und an der "dauerhaften Rentabilität".

VW fordert staatliche Kaufprämien

Den früheren individuellen "persönlichen Leistungsbonus" gibt es demnach nicht mehr. Stattdessen wurden zwei neue variable Gehaltskomponenten eingeführt, die sich enger nach relativen Größen und der längerfristigen Wertentwicklung richten.

Der größte Autokonzern der Welt bekam bereits im ersten Quartal die Corona-Folgen mit deutlichen Gewinn- und Umsatzrückgängen zu spüren. In vielen Ländern liegt der Automarkt am Boden, für das laufende zweite Quartal erwartet VW einen Verlust. 

Mit der Neuregelung will der Autokonzern auch ein Signal an die Berliner Politik senden, um die Bereitschaft für ein Konjunkturpaket zu erhöhen. Staatliche Kaufprämien sollen der Branche helfen – dabei gibt es aber scharfe Kritik, Vorstandsboni und Aktionärsdividenden würden bisher nicht angetastet.

Verwendete Quellen:
  • Gespräch mit VW-Sprecherin
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters

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