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Reisen: Mahlzeiten auf Flügen könnten wegen Corona bald Geschichte sein

Wegen Corona  

Mahlzeiten auf Flügen könnten bald Geschichte sein

13.05.2020, 20:55 Uhr | mak, dpa

Reisen: Mahlzeiten auf Flügen könnten wegen Corona bald Geschichte sein. Passagiere am Flughafen Düsseldorf: Bald könnte es auf Flügen keine Speisen geben. (Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser)

Passagiere am Flughafen Düsseldorf: Bald könnte es auf Flügen keine Speisen geben. (Quelle: Rupert Oberhäuser/imago images)

Ein Sandwich an Bord, dazu noch ein kühles Bier: Für viele Reisende gehört das zum Urlaub dazu. Doch damit könnte bald Schluss sein: Es wird diskutiert, ob Mahlzeiten noch möglich sind – wenn jeder eine Maske trägt.

Wenn Flugpassagiere in der Kabine künftig alle Masken tragen müssen, wird die Bewirtung schwierig. Ob und wie dann Getränke und Mahlzeiten serviert werden können, werde derzeit intensiv diskutiert, sagte der Generaldirektor des Dachverbands der Fluggesellschaften (IATA), Alexandre de Juniac, am Mittwoch in Genf. 

"Es werden Lösungen diskutiert, zum Beispiel, dass nichts serviert wird", sagte de Juniac. Auf längeren Flügen sei das schwierig. Dort werde überlegt, nur vorher ganz verpackte Mahlzeiten auszugeben, um das Risiko von Ansteckungen bei der Essensausgabe zu reduzieren.

Lufthansa will Kunden über mögliche Änderungen informieren

Der Lufthansa-Konzern, als größte deutsche Fluggesellschaft, wollte solche Überlegungen auf t-online.de-Anfrage nicht kommentieren. "Wir werden unsere Kunden frühzeitig über einen möglichen veränderten Service informieren", sagte eine Sprecherin t-online.de.

Die Lufthansa will im Juni ihre Flüge wieder hochfahren, mehr als 100 Flugziele sind geplant: auch nach Kreta oder Mallorca. Seit Anfang Mai gilt bei der Lufthansa eine Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz – zunächst bis Ende August.

Der Dachverband IATA drängt derweil auf eine schnelle Einigung für Sicherheitskonzepte, um den Flugbetrieb wieder starten zu können. Bis Ende des Monats dürften Lösungen auf dem Tisch liegen, sagte de Junaic. Der Verband befürwortet unter anderem eine Maskenpflicht an Bord, Gesundheitsformulare und Fiebermessen.

Luftverkehr werde sich langsamer erholen als Wirtschaft

Der Generaldirektor kritisierte Maßnahmen wie in Großbritannien, wo ankommende Passagiere für 14 Tage in die Quarantäne sollen. "Unter solchen Bedingungen ist die Rückkehr zu internationalen Reisen nicht möglich."

Der Flugverkehr erhole sich langsamer als die Wirtschaft insgesamt, schätzt der Verband. Ökonomen haben nach dem schweren Konjunktureinbruch in diesem Jahr schon für 2021 eine Rückkehr zum Wirtschaftsniveau vor der Coronavirus-Krise vorausgesagt. In der Passagierluftfahrt dürfte das länger dauern, meinte IATA-Chefökonom Brian Pearce.

Er geht davon aus, dass die Personenkilometer (RPK) selbst 2025 noch zehn Prozent unter dem bei der vergangenen Prognose vor der Corona-Krise erwarteten Niveau liegen werden. Das liege unter anderem daran, dass Passagiere sicher zunächst eher im heimischen Markt unterwegs sein und kürzere Strecken zurücklegen würden, sagte Pearce.

Verwendete Quellen:
  • Gespräch mit Lufthansa-Sprecherin
  • Nachrichtenagentur dpa

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