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Dürre und Corona: Im Gartenbau wird der Rindenmulch knapp

Dürre und Corona  

Im Gartenbau wird der Rindenmulch knapp

13.05.2020, 18:05 Uhr | fls, t-online.de

Dürre und Corona: Im Gartenbau wird der Rindenmulch knapp. Drei Säcke Rindenmulch in einem Baumarkt: Verbraucher müssen sich auch Preisanstiege einstellen. (Quelle: imago images/Manfred Segerer)

Drei Säcke Rindenmulch in einem Baumarkt: Verbraucher müssen sich auch Preisanstiege einstellen. (Quelle: Manfred Segerer/imago images)

Zur Zierde im Beet oder als Dünger haben Hobbygärtner in der Corona-Krise viel Rindenmulch gekauft. Ausgerechnet jetzt melden Hersteller Produktionsschwierigkeiten. Schuld daran trägt auch ein Käfer.

In Deutschland zeichnet sich ein Rindenmulch-Engpass ab. Das geht aus einer Umfrage des Industrieverbands Garten (IVG) hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Demnach registrieren mehr als 90 Prozent der Hersteller in der Substratbranche Lieferschwierigkeiten bei Baumrinde, die sie zur Produktion von Rindenhumus und Rindenmulch benötigen.

Ein Grund dafür sei die anhaltende Trockenheit in den vergangenen Monaten und Jahren, die zu einem hohen Aufkommen an Borkenkäfern in den Wäldern geführt habe. Die Folge des Käfer-Befalls: Die Rinde platzt bereits schon im Wald ab, bleibt liegen und kann später nicht mehr zu Gartenbauprodukten weiterverarbeitet werden.

Die Corona-Krise verstärke die Angebotsknappheit – denn zuletzt sei die Nachfrage von Gärtnern nach Rindenmulch stark gestiegen. "Viele Hersteller können den anhaltend hohen Bedarf an Rinde in den Produkten derzeit nicht mehr decken, da sie insgesamt knapp wird", sagt IVG-Geschäftsführerin Anna Hackstein.

Verbraucher könnten Preisanstieg zu spüren bekommen

Unter den IVG-Mitgliedsunternehmen, darunter vor allem professionelle Garten- und Landschaftsbaufirmen, verzeichneten bereits rund 70 Prozent eine Knappheit an Rindenprodukten. Sie rechnen nicht damit, dass sich daran bis Jahresende noch etwas ändert.

Aufgrund der Verknappung des Angebots geht der Verband davon aus, dass Rindenprodukte für den Garten künftig teurer werden könnten. "In der Folge ist mit erheblichen Preisanstiegen für Rohrinde zu rechnen", heißt es in der Mitteilung. Inwieweit sich das erwartete Preis-Plus zunächst nur in der Materialbeschaffung professioneller Gärtner niederschlägt, oder auch den Endverbraucher im Baumarkt betrifft, ließ der Verband offen.

Verwendete Quellen:
  • IVG-Pressemitteilung

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