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Corona-Krise: Goldpreis erreicht höchsten Stand seit sieben Jahren


Corona-Krise  

Goldpreis erreicht höchsten Stand seit sieben Jahren

18.05.2020, 12:09 Uhr | fls, dpa

Corona-Krise: Goldpreis erreicht höchsten Stand seit sieben Jahren. Eine Feinunze Gold (Symbolbild): Das Edelmetall gilt bei vielen Anlegern als Krisenwährung. (Quelle: imago images/blickwinkel)

Eine Feinunze Gold (Symbolbild): Das Edelmetall gilt bei vielen Anlegern als Krisenwährung. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Aus Furcht vor einem Einbruch der Konjunktur und der Börsen legen immer mehr Menschen ihr Geld in Gold an. Die Folge: Der Dollar-Preis für das Edelmetall steigt – der Euro-Preis erreicht neuen Rekord.

Der Goldpreis ist nach Konjunkturwarnungen der amerikanischen Notenbank Fed zum Wochenstart auf den höchsten Stand seit sieben Jahren geklettert. Am Montagmorgen kostete die Feinunze Gold (31,1 Gramm) zwischenzeitlich 1.764 US-Dollar und damit rund 19 Dollar mehr als am Freitag.

Die Goldnachfrage profitierte damit erneut von der hohen Verunsicherung um die Erholung der Weltwirtschaft von der Corona-Krise. Wie die US-Notenbank in ihrem halbjährlichen Stabilitäts-Bericht am Freitag mitteilte, gehört vor allem die Immobilienbranche zu den Sektoren, die unter einer möglichen erneuten Verschärfung der Corona-Krise zu leiden hätten. Am Wochenende hatte Fed-Chef Jerome Powell in einem Interview gewarnt, dass die Erholung der US-Wirtschaft sich bis ins Jahr 2021 hinziehen könnte.

Niedrige Zinsen machen Gold attraktiver

Am Freitag hatten schlechte US-Konjunkturdaten die Tragweite des Corona-Einflusses auf die US-Wirtschaft nochmals untermauert. Der Einzelhandelsumsatz und die Industrieproduktion waren im April auf historische Tiefststände abgesackt.

Grundsätzlich profitiert Gold von den niedrigen Zinsen in allen großen Volkswirtschaften. Die Nullzinspolitik macht Gold, das keine Zinsen abwirft, für Anleger attraktiver. Dieser Trend wurde durch die Diskussion in den USA über Negativzinsen verstärkt. Die US-Notenbank hat zwar bisher noch keine Bereitschaft dafür erkennen lassen, die Spekulationen halten jedoch an.

Euro-Preis für Gold auf Rekordlevel

Hinzu kommen anhaltende Sorgen wegen des Streits zwischen den USA und China über die Ursache der Corona-Krise. Ein erneutes Aufflammen des Handelskonfliktes wird nicht ausgeschlossen. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt sogar mit einem Abbruch der Beziehungen gedroht. Gold profitiert davon als vermeintlich sichere Anlagealternative.

Auch in Euro, der weniger üblichen Handlungswährung für Gold, steigt der Preis für das Edelmetall. Zuletzt lag der Preis auf einem Allzeit-Rekorlevel in Höhe von 1.628 Euro je Feinunze.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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