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Corona-Krise: Warnung vor chinesischen "Schnäppchenjägern"

Wegen Corona-Insolvenzen  

Warnung vor chinesischen "Schnäppchenjägern"

22.05.2020, 14:42 Uhr | dpa

Corona-Krise: Warnung vor chinesischen "Schnäppchenjägern". Mario Ohoven: Der Präsident des Bundesverbands der mittelständischen Wirtschaft fordert ein EU-Moratorium für die Übernahme europäischer Firmen durch chinesische Investoren (Archivbild). (Quelle: imago images/C. Hardt/Future Image)

Mario Ohoven: Der Präsident des Bundesverbands der mittelständischen Wirtschaft fordert ein EU-Moratorium für die Übernahme europäischer Firmen durch chinesische Investoren (Archivbild). (Quelle: C. Hardt/Future Image/imago images)

Die Corona-Krise trifft den Mittelstand hart: Viele Unternehmen stehen vor der Insolvenz. Nun warnt der Verband der mittelständischen Wirtschaft, chinesische Investoren wollten daraus Profit schlagen.

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat in der Corona-Krise vor "Schnäppchenjägern" aus China gewarnt. Präsident Mario Ohoven forderte ein befristetes Übernahme-Moratorium der Europäischen Union. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur: "In Folge der Corona-Krise droht weiten Teilen des deutschen Mittelstands die Insolvenz. Wir müssen daher die Übernahme krisengeschwächter Firmen durch Investoren verhindern, denen es ausschließlich um schnelle Profite geht."

Europäisches Moratorium "dringend nötig"

Die Bundesregierung müsse unverzüglich handeln. "Zum Schutz mittelständischer Unternehmen und ihrer Beschäftigten vor dem Verkauf insbesondere an chinesische Schnäppchenjäger ist ein befristetes Übernahme-Moratorium der Europäischen Union dringend nötig." Nur ein europaweites Verbot von Übernahmen von Unternehmen aus der EU durch chinesische Firmen könne die Wettbewerbsfähigkeit, Widerstandskraft und Innovationsfähigkeit des Mittelstandes erhalten.

So lange China keinen Wettbewerb auf Augenhöhe mit gleichen Rechten und Pflichten für alle Beteiligten akzeptiere, dürfe Europa nicht weiter als "zahnloser Tiger" agieren, sagte Ohoven. Er ist auch Präsident des europäischen Mittelstandsdachverbands European Entrepreneurs CEA-PME.

Die Bundesregierung hatte auf nationaler Ebene Schritte unternommen und die Außenwirtschaftsverordnung verschärft. Das Kabinett beschloss am Mittwoch eine Änderung. Danach sollen Unternehmen, die Arzneimittel und Impfstoffe "Made in Germany" herstellen, besser vor Übernahmen von Investoren aus Nicht-EU-Staaten geschützt werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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