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Inflation auf niedrigstem Stand seit 2016

Energie sehr billig  

Inflation auf niedrigstem Stand seit 2016

28.05.2020, 16:34 Uhr | dpa

Inflation auf niedrigstem Stand seit 2016. Tanken: Auch die Spritpreise drückten die Teuerungsrate in Deutschland. (Quelle: imago images/Winfried Rothermel)

Tanken: Auch die Spritpreise drückten die Teuerungsrate in Deutschland. (Quelle: Winfried Rothermel/imago images)

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind in der Corona-Krise stark gesunken. Das liegt vor allem am günstigen Öl: Die niedrigen Preise drücken die Teuerungsrate. Die Kosten für Lebensmittel hingegen stiegen.

Die Inflation in Deutschland ist in der Corona-Krise auf den niedrigsten Stand seit September 2016 gesunken. Die Jahresteuerungsrate lag im Mai nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag bei 0,6 Prozent. 

Vor allem der deutliche Rückgang der Energiekosten dämpfte den Preisauftrieb. Im April waren die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat noch um 0,9 Prozent und im März um 1,4 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vormonat sanken die Verbraucherpreise im Mai um 0,1 Prozent.

Deutlich weniger als im Mai 2019 mussten Verbraucher für Haushaltsenergie und Sprit zahlen, die sich insgesamt um 8,5 Prozent verbilligten. Mit dem weitgehenden Stillstand der Wirtschaft in vielen Ländern in der Pandemie sank auch die Nachfrage nach Rohöl, die Preise brachen ein. Nahrungsmittel verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat den vorläufigen Daten zufolge hingegen um 4,5 Prozent.

Auch in der Eurozone sinkt die Teuerungsrate 

Trotz der Geldflut durch milliardenschwere Rettungspakete der Regierung rechnen Ökonomen damit, dass die Inflation in den nächsten Monaten niedrig bleibt – oder zunächst sogar noch weiter sinkt. Eine Entwicklung, die der Europäischen Zentralbank (EZB) Sorge bereiten dürfte.

Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der Notenbank. Europas Währungshüter streben für den gesamten Euroraum mit seinen 19 Ländern mittelfristig eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an – weit genug entfernt von der Nullmarke. Denn dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise könnten Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das nennt man Deflation – und diese kann die Wirtschaft bremsen.

Auch in der Eurozone insgesamt ist die Inflation auf dem Rückzug. Nach jüngsten Daten des Statistikamtes Eurostat waren die Verbraucherpreise im April im gemeinsamen Währungsraum nur 0,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. März hatte die Rate noch 0,7 Prozent betragen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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