Sie sind hier: Home > Finanzen > Corona-Krise >

Wegen Corona: Zahl der Kurzarbeiter erreicht Rekordwert

Mehr als in der Finanzkrise  

Zahl der Kurzarbeiter erreicht Rekordwert

02.06.2020, 09:08 Uhr | rtr

Wegen Corona: Zahl der Kurzarbeiter erreicht Rekordwert. Zwei Arbeiter in einem Pumpwerk: Über alle Wirtschaftszweige hinweg meldeten Betriebe Kurzarbeit an. (Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser)

Zwei Arbeiter in einem Pumpwerk: Über alle Wirtschaftszweige hinweg meldeten Betriebe Kurzarbeit an. (Quelle: Rupert Oberhäuser/imago images)

In der Corona-Krise brachen vielen Unternehmen die Aufträge weg, zahlreiche Betriebe standen still. Deshalb meldeten sie Kurzarbeit an. Neue Zahlen zeigen nun das historische Ausmaß.

Wegen der Corona-Krise ist die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland dem Ifo-Institut zufolge im Mai auf 7,3 Millionen gestiegen. "Diese Zahl war noch nie so hoch", sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link am Dienstag. "In der Finanzkrise lag der Gipfel der Kurzarbeit im Mai 2009 bei knapp 1,5 Millionen Menschen."

Ursprünglich wurden von den Unternehmen sogar 10,1 Millionen Beschäftigte angemeldet. Tatsächlich seien davon 71,6 Prozent in Kurzarbeit geschickt worden, ergab die Auswertung einer Umfrage unter Tausenden Unternehmen.

"Im Gegensatz zur Finanzkrise, als über 80 Prozent der Kurzarbeiter in der Industrie beschäftigt waren, wird Kurzarbeit in der Corona-Krise über fast alle Wirtschaftszweige hinweg eingesetzt", erklärte das Institut. Allein bei den wirtschaftsnahen Dienstleistern sind demnach 2,4 Millionen Menschen in Kurzarbeit, was fast ein Viertel der Beschäftigten ist.

In der Industrie zählte das Institut 2,2 Millionen Menschen und damit 31 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit, im Handel 1,3 Millionen und somit 29,7 Prozent der Beschäftigten. Besonders gering liegt die Zahl im Hoch- und Tiefbau mit 163.000 oder 4,1 Prozent. Für die übrigen Wirtschaftszweige schätzen die Münchner Forscher die Kurzarbeit auf 1,3 Millionen Menschen oder 11,3 Prozent der Beschäftigten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal