Sie sind hier: Home > Finanzen > Corona-Krise >

Deutsche Firmen suchen derzeit kaum Mitarbeiter

Wegen Corona  

Deutsche Firmen suchen derzeit kaum Mitarbeiter

02.06.2020, 15:03 Uhr | mak, AFP, dpa

Deutsche Firmen suchen derzeit kaum Mitarbeiter. Ein gesperrter Ausgangsbereich eines Cafés: Besonders Firmen im Gastgewerbe suchen momentan kaum Mitarbeiter. (Quelle: imago images/Ralph Peters)

Ein gesperrter Ausgangsbereich eines Cafés: Besonders Firmen im Gastgewerbe suchen momentan kaum Mitarbeiter. (Quelle: Ralph Peters/imago images)

Viele Unternehmen stellen wegen der Corona-Krise keine Mitarbeiter ein. Besonders im Gastgewerbe ist es derzeit schwer, eine Arbeit zu finden. Doch auch in anderen Branchen sieht es düster aus.

Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften ist weiter zurückgegangen. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) fiel von April auf Mai um drei Punkte auf 91 Punkte, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. 

Das seien 38 Punkte weniger als im Mai 2019. Nach dem Einbruch um 19 Punkte im April habe sich die Nachfrage aber wieder "gefangen".

BA-X
Der BA-X ist ein monatlicher Indikator für die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland. Er beruht auf den bei der Arbeitsagentur gemeldeten Stellenangeboten.

Der Personalbedarf war im Mai in allen Branchen geringer als im Vorjahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Im Gastgewerbe wurden demnach 42 Prozent weniger Stellen gemeldet als im Vorjahr, im Verkehrs- und Logistikbereich war die Nachfrage mehr als ein Drittel niedriger.

Auch das Verarbeitende Gewerbe und die Zeitarbeitsbranche trugen den Angaben zufolge mit einer jeweils um knapp ein Drittel gesunkenen Nachfrage erheblich zum Rückgang des Indikators bei. Der Handel, sonstige wirtschaftliche Dienstleitungen wie etwa Reisebüros sowie die Finanzbranche meldeten laut BA "je ein gutes Viertel weniger Stellen", auch in anderen Wirtschaftszweigen liege der Rückgang nach wie vor im zweistelligen Prozentbereich.

Tausende neue Hartz-IV-Aufstocker

Doch auch viele Menschen, die momentan eine Arbeit haben, brauchen finanzielle Hilfe. Zehntausende Arbeitnehmer und Selbstständige beantragten in der Corona-Krise wegen wegbrechender Einnahmen zusätzliche Unterstützung beim Jobcenter. Die Linke im Bundestag verweist auf entsprechende Daten der Bundesagentur für Arbeit. 

Demnach gab es im April rund 51.000 Arbeitnehmer und 33.000 Selbstständige, die neu in der Statistik der Hartz-IV-Aufstocker auftauchten. Üblicherweise zählt die Monatsstatistik der BA in diesem Bereich bei den Selbstständigen weniger als 2.000 und bei den Arbeitnehmern höchstens 10.000 bis 13.000 Neuzugänge pro Monat.

Es wird davon ausgegangen, dass es sich bei vielen neu gemeldeten "Aufstockern" im April um Menschen auf Kurzarbeit handelt. Besonders viele Menschen kamen laut der Statistik aus dem Bereich "personenbezogene Dienstleistungsberufe". Das sind unter anderem Beschäftigte und Selbstständige aus der Gastronomie oder aus Kunst und Kultur.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP und dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal