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Zahl der Arbeitslosen und Kurzarbeiter steigt in Deutschland weiter an

Wegen Corona-Krise  

Firmen zeigen für weitere Million Beschäftigte Kurzarbeit an

03.06.2020, 18:53 Uhr | fls, rtr, dpa

Zahl der Arbeitslosen und Kurzarbeiter steigt in Deutschland weiter an. Eine Zweigstelle der Bundesagentur für Arbeit: Die Arbeitslosigkeit ist im Zuge der Corona-Krise gestiegen. (Quelle: imago images)

Eine Zweigstelle der Bundesagentur für Arbeit: Die Arbeitslosigkeit ist im Zuge der Corona-Krise gestiegen. (Quelle: imago images)

Die Zahl der Kurzarbeiter dürfte wegen der Corona-Krise weiter wachsen. Für den April rechnet die Arbeitsagentur mit sechs Millionen Betroffenen. Auch die Arbeitslosigkeit steigt.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai wegen der Folgen der Corona-Krise im Vergleich zum April noch einmal um 169.000 auf 2,813 Millionen Menschen angestiegen. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,3 Punkte auf 6,1 Prozent.

Das teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mit. Im Vergleich zum Mai 2019 ging die Arbeitslosigkeit sogar um 577.000 Personen nach oben.

"Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind auch im Mai gestiegen, allerdings nicht mehr so stark wie im April", sagte BA-Chef Detlef Scheele. Im Vormonat April waren mehr als 300.000 Menschen wegen der Corona-Krise in die Arbeitslosigkeit gegangen. Normalerweise erlebt der Arbeitsmarkt sowohl im April als auch im Mai einen Frühjahrsaufschwung, die Zahl der Arbeitslosen geht um diese Jahreszeit saisonbedingt üblicherweise nach unten.

Millionen Menschen von Kurzarbeit betroffen

Im Mai wurde von den Unternehmen für weitere 1,06 Millionen Menschen Kurzarbeit angezeigt, teilte die Arbeitsagentur weiter mit. Diese kommen zu den bereits zuvor getätigten Anzeigen für 10,66 Millionen Menschen hinzu.

Die Zahl der tatsächlichen Kurzarbeiter liegt erfahrungsgemäß deutlich darunter, weil Unternehmen die Anzeigen zum Teil vorsorglich vornehmen. Allerdings nahmen nach Hochrechnungen der Bundesagentur allein im März – dem Monat, als der Corona-bedingte Lockdown begann – 2,02 Millionen Menschen Kurzarbeit in Anspruch.


Dies ist der höchste jemals gemessene Wert. Der bisherige Rekord stammt aus dem Mai 2009, als in der damaligen Finanzkrise 1,44 Millionen Menschen Kurzarbeit in Anspruch genommen hatten.

Prognose: Sechs Millionen Kurzarbeiter im April

Für den April rechnet die BA mit sechs Millionen Kurzarbeitern. Die Rücklage der Bundesagentur in Höhe von 26 Milliarden Euro werde zur Finanzierung voraussichtlich nicht ausreichen, sagte Scheele. Der Arbeitsausfall der Kurzarbeiter liege einer Schätzung zufolge im Schnitt bei 50 Prozent und damit höher als bei früheren Krisen.

Die Bundesagentur liegt damit mit ihrer Prognose noch unterhalb der des Münchner Ifo-Institutes. Die Experten hatten am Dienstag eine Schätzung abgegeben, in der sie von mehr als sieben Millionen durch Corona bedingten Kurzarbeitern ausgegangen waren. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, Reuters

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