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Insolvenz: Diese Firmen sind in der Corona-Krise in Schieflage geraten

Insolvenz oder Schutzschirm  

Diese Firmen sind durch die Corona-Krise in Schieflage geraten

06.06.2020, 15:37 Uhr
Insolvenz: Diese Firmen sind in der Corona-Krise in Schieflage geraten. Galeria Karstadt Kaufhof: Die Kaufhauskette ist ein prominentes Beispiel für ein Unternehmen, das in der Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten ist. (Quelle: imago images/Gottfried Czepluch)

Galeria Karstadt Kaufhof: Die Kaufhauskette ist ein prominentes Beispiel für ein Unternehmen, das in der Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten ist. (Quelle: Gottfried Czepluch/imago images)

Galeria Karstadt Kaufhof, Vapiano, Sig Sauer: Die Liste an Firmen, die durch Corona Probleme bekommen haben, ist lang. Wir zeigen, welche Firmen insolvent gingen – oder unter einen Schutzschirm mussten.

Mit einem Konjunkturpaket von rund 130 Milliarden Euro will die Große Koalition die Wirtschaft ankurbeln. Vorab einigten sich die Bundesregierung bereits im März auf ein milliardenschweres Hilfspaket, das Unternehmen durch die Corona-Krise retten soll.

Doch allen Unternehmen konnte das nicht helfen. Galeria Karstadt Kaufhof, Maredo, Vapiano: Das sind nur drei der Firmen, die durch die Corona-Krise kurz vor dem Aus stehen. Ein Überblick:

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei möglichen Insolvenzverfahren. Ziel bei allen Vorgehensweisen ist es, dass das Unternehmen seine Gläubiger bezahlt. Gelingt das nicht, können sich das verschuldete Unternehmen und seine Kreditgeber auch auf einen Schuldenerlass einigen. Im besten Ausgang kann die Firma anschließend ohne Schulden weiter existieren – im schlimmsten Fall macht sie dicht.

Regelinsolvenz: Hierbei ist ein Unternehmen zahlungsunfähig und kann es nicht aus eigener Kraft wieder schaffen, schwarze Zahlen zu schreiben. Deshalb kümmert sich ein gerichtlich bestellter Insolvenzverwalter um die Aufteilung der Insolvenzmasse, also im Grunde um das, was noch übrig ist – Geld, aber auch Firmenvermögen wie Immobilien oder Büroausstattungen. Die Firma wird dabei oft zerschlagen, mögliche Filialen geschlossen und Mitarbeiter entlassen. Die Erlöse dienen zum Begleichen der Schulden.

Insolvenz in Eigenverwaltung: Zwar ist das Unternehmen auch hier meist zahlungsunfähig. Doch anders als bei der Regelinsolvenz wird kein externer Insolvenzverwalter bestellt, der über die Insolvenzmasse verfügt. Vielmehr wird die Firma nur von externen Fachleuten beraten. Außerdem ist bei der Insolvenz in Eigenverwaltung häufig das Ergebnis, dass das Unternehmen wieder auf die Beine kommt – und nicht, dass es verkauft wird.

Schutzschirmverfahren: Das ist das mitunter komplizierteste Verfahren, aber auch das, wo das Unternehmen am "gesündesten" ist. Denn: Anders als bei der Insolvenz – sei es im Regelfall oder in Eigenverwaltung – darf ein Unternehmen beim Schutzschirmverfahren noch nicht komplett pleite sein. Deshalb haben Firmen hier noch am meisten Entscheidungsfreiheit über ihr Geschäft, stehen also sozusagen unter einem "Schutzschirm". Mit der Hilfe externer Berater soll die Firma versuchen, wieder auf die Beine zu kommen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • finance-magazin.de
  • Capital
  • Manager Magazin
  • Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und AFP
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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