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Vapiano: Ehemaliger Vorstand kauft 30 Restaurants – Zukunft weiter ungewiss

Insolventes Unternehmen  

Ehemaliger Vorstand kauft 30 Vapiano-Restaurants

03.06.2020, 16:17 Uhr | mak, dpa

Insolvenz: Wann ein Unternehmen insolvent ist und was das bedeutet

Air Berlin, Schlecker, Germania – große deutsche Unternehmen, die in den vergangenen Jahren Insolvenz anmelden mussten. Aber was heißt das eigentlich? Und wer bekommt das restliche Vermögen des Unternehmens? t-online.de klärt auf. (Quelle: t-online.de)

Firmenpleiten betreffen immer mehr deutsche Unternehmen: t-online.de erklärt, wann ein Unternehmen insolvent ist und wer das übrige Vermögen des Unternehmens bekommt. (Quelle: t-online.de)


Hoffnung für Vapiano? Die angeschlagene Restaurantkette will 30 Restaurants verkaufen – an einen ehemaligen Vorstand des Unternehmens. Doch die Zukunft der Häuser ist weiter ungewiss.

Die Restaurantkette Vapiano VAPIANO SE  INH. O.N. Aktie hat zwei Monate nach ihrem Insolvenzantrag einen Käufer für Dutzende Restaurants in Deutschland gefunden. "Der Gläubigerausschuss hat heute dem Verkauf des wesentlichen Teils des Geschäfts der Vapiano SE und ihrer Tochtergesellschaften in Deutschland zugestimmt", teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.

Bei dem Käufer handelt es sich demnach um ein Konsortium unter Führung des ehemaligen Vapiano-Vorstandsmitglieds Mario C. Bauer. Der Kaufpreis liege bei insgesamt 15 Millionen Euro und die Transaktion beinhalte 30 von Vapiano betriebene Restaurants in Deutschland, hieß es weiter. Die übrigen Teile des Unternehmens seien künftig noch zu "verwerten". Die Standorte sind über ganz Deutschland verteilt.

Nach diesem Verkauf ist die unmittelbare Zukunft der Häuser aber weiter offen. Es sei unklar, wann die Restaurants wieder öffnen könnten, sagte eine Sprecherin des Gastronomen-Konsortiums, das den Kaufvertrag unterzeichnet hatte, am Mittwoch.  

Die Vapiano SE betreibt weltweit eigenen Angaben zufolge 230 Restaurants, in Deutschland 55. Insgesamt sind bei der Vapiano SE mehr als 2.500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Vapiano-Tochtergesellschaften in Frankreich und Luxemburg befinden sich nicht in einem Insolvenzverfahren.

Seit Anfang April ist Vapiano insolvent

Die Vapiano SE hatte Anfang April 2020 beim Amtsgericht Köln einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Die Auswirkungen der Corona-Krise waren für das ohnehin rote Zahlen schreibende Unternehmen zu viel.

Ende April hatte Vapiano das Geschäft zum Verkauf gestellt. Dabei wurde sowohl ein Verkauf des gesamten weltweiten Geschäfts der Gruppe als auch nur einzelner Restaurant-Portfolios und Vermögenswerte in Erwägung gezogen.

Das Bauer-Konsortium hatte bereits vor zwei Wochen auch ein unwiderrufliches Angebot für das Frankreich-Geschäft abgegeben, hieß es weiter. Der Kaufpreis für dieses Geschäft sei nun um drei Millionen Euro auf 25 Millionen Euro erhöht worden. "Die Annahme des Angebots wird voraussichtlich in den nächsten Tagen erfolgen."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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