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Airline-Verband: "2020 ist das schlechteste Jahr in der Luftfahrt-Geschichte"

Airline-Verband  

"2020 wird schlechtestes Jahr in der Geschichte der Luftfahrt"

09.06.2020, 19:02 Uhr | dpa, rtr

Airline-Verband: "2020 ist das schlechteste Jahr in der Luftfahrt-Geschichte". Flugzeuge parken auf dem Flughafen Erfurt-Weimar: Die Luftfahrtbranche erwartet das schlimmste Jahr ihrer Geschichte. (Quelle: imago images/Karina Hessland)

Flugzeuge parken auf dem Flughafen Erfurt-Weimar: Die Luftfahrtbranche erwartet das schlimmste Jahr ihrer Geschichte. (Quelle: Karina Hessland/imago images)

Wegen der Corona-Krise blieben zahlreiche Flieger am Boden, viele Airlines mussten milliardenschwere Einbußen hinnehmen. Bis sich die Luftfahrtbranche vollständig erholt hat, dürfte es noch Jahre dauern.

Der Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) rechnet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr mit einem historischen finanziellen Einbruch. Die Airlines dürften zusammen 84 Milliarden US-Dollar (74,3 Milliarden Euro) Nettoverlust machen, teilte der Verband am Dienstag in Genf mit. Im kommenden Jahr sei mit weiteren 15 Milliarden Dollar Nettoverlust zu rechnen.

"Finanziell wird 2020 das schlechteste Jahr in der Geschichte der Luftfahrt", sagte IATA-Generaldirektor Alexandre de Juniac. Das Schlimmste habe die Branche nach dem weitgehenden Erlahmen des Flugverkehrs in den vergangenen Monaten aber hinter sich – vorausgesetzt, es komme nicht zu einer weiten Corona-Krankheitswelle, erklärte die IATA.


Die schrittweise Aufhebung von Reisebeschränkungen in Europa sorge für eine Erholung, solange von Quarantänepflichten in Ankunftsländern abgesehen werde. Die Luftfahrtindustrie gehört zu den von der Corona-Krise am schwersten betroffenen Branchen.

Plexiglaswände an Bord hält der Airline-Verband nicht für nötig

Allerdings würden Passagiere nach dem Corona-Schock auch 2021 noch nicht zu alten Fluggewohnheiten zurückkehren. Die Personenkilometer bleiben nach IATA-Analysen auch im kommenden Jahr noch 29 Prozent unter dem Niveau von 2019, wie IATA-Chefökonom Brian Pearce erläuterte. 

Ideen wie Plexiglaswände zwischen Sitzen zur weiteren Reduzierung von Infektionsrisiken hält der Verband nicht für nötig. Durch schärfere Hygienemaßnahmen und das Maskentragen an Bord sei das Risiko weit genug reduziert, meinte IATA-Chef de Juniac. Bei solchen Trennvorrichtungen kämen Sicherheitsfragen auf: wie könne eine Maschine im Notfall sicher evakuiert werden, sagte de Juniac.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters

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