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Betrugsvorwurf gegen C&A: Zoll durchsucht Büros von Modehändler

Betrug bei Kurzarbeit?  

Zoll durchsucht Büros von Modehändler C&A

12.06.2020, 17:00 Uhr | fls, AFP

Betrugsvorwurf gegen C&A: Zoll durchsucht Büros von Modehändler . Eine Filiale von C&A (Symbolbild): Das Bekleidungsunternehmen soll beim Kurzarbeitergeld betrogen haben. (Quelle: dpa/Picture Alliance/Sven Simon)

Eine Filiale von C&A (Symbolbild): Das Bekleidungsunternehmen soll beim Kurzarbeitergeld betrogen haben. (Quelle: Picture Alliance/Sven Simon/dpa)

Dem Modekonzern C&A wird Betrug beim Kurzarbeitergeld vorgeworfen. Jetzt haben Beamte und Mitarbeiter von Zoll und Arbeitsagentur Büros von C&A durchsucht. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.

Nach dem Vorwurf des Kurzarbeitergeld-Betrugs gegen C&A Ende Mai haben Zoll und Bundesagentur für Arbeit (BA) mehrere Büros des Modekonzerns in Düsseldorf und Hannover durchsucht. Das berichtete am Freitag das Magazin "Business Insider".

Aus Behördenkreisen hieß es gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, es habe Prüfungen in einer bekannten deutschen Textilhandelsfirma gegeben, ob Anhaltspunkte für den Vorwurf zu finden seien. Auch gegenüber t-online.de wurde der Fall bestätigt. C&A hatte den Vorwurf Ende Mai als "ohne Grundlage" zurückgewiesen, auf t-online.de-

Mehrarbeit trotz angemeldeter Kurzarbeit?

Laut "Business Insider" durchsuchten Beamte des Zolls und der BA am Mittwoch Büros von C&A. Der "Spiegel" hatte Ende Mai berichtet, das Unternehmen habe Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt, aber intern zu Mehrarbeit verpflichtet. Das Magazin berief sich auf eine E-Mail von Mitarbeitern.

C&A erklärte daraufhin, eine "einzelne Person" habe Anschuldigungen gegen Führungskräfte in einer einzigen Abteilung erhoben, für die das Unternehmen auch nach ausführlicher Recherche keine Anhaltspunkte habe finden können.

C&A habe zudem die in Kurzarbeit befindlichen Mitarbeiter und deren Vorgesetzte wiederholt darauf hingewiesen, dass die geleistete Arbeitszeit während der Kurzarbeit vollständig der Personalabteilung gemeldet werden muss – Arbeitsstunden dürften nicht unterschlagen werden.

Mit Verweis auf das "offizielle Resultat einer Prüfung" wies das Modeunternehmen die erhobenen Vorwürfe auf t-online.de-Anfrage zurück. "Die von C&A im Zusammenhang mit der Kurzarbeitergeldregelung praktizierte Vorgehensweise ist in vollständiger Übereinstimmung mit geltenden Gesetzen und Verordnungen", teilte das Unternehmen mit.

"Die beiden Bundesbehörden bestätigen, dass sich nach eingehender Prüfung kein Anlass für Beanstandungen im Zusammenhang mit Kurzarbeitergeldzahlungen ergeben habe", hieß es weiter. Diese Prüfung auf Basis der anonymen Anschuldigungen sei damit abgeschlossen. Es fänden nur noch allgemeine und übliche Kontrollprüfungen statt. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • C&A-Mitteilung
  • Bericht des "Business Insider"
  • Nachrichtenagentur AFP
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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